"Forschungsexpedition Stadt – Geschichte" in Eberbach

Teamportrait
Lösung: Geschichte erzählen
Lösung: Zeitreise
Lösung: Wissenschaft und Innovation
Lösung: Persönlichkeiten
Lösung: Identität: Name – Wappen – Wahrzeichen
Lösung: Archiv, das Gedächtnis der Stadt
Lösung: Jugendkultur
Lösung: "Vernetzte Welt"
Lösung: Straßennamen
Lösung: Stadtrally
Pressestimmen

Teamportrait: Expeditionsteam des Hohenstaufen-Gymnasiums, Eberbach

Bereits am 6. Oktober 2009 gab das Hohenstaufen-Gymnasium Eberbach die Teilnahme der Klasse 5a an der "Forschungsexpedition Stadt – Geschichte" im Rahmen einer Pressemitteilung bekannt. Diese dient auch uns dazu, die Schülerinnen und Schüler der 5a etwas näher kennenzulernen:

"Als erste der vier neuen 5. Klassen des Hohenstaufen-Gymnasiums Eberbach unternahm im Rahmen des GWG-Unterrichts die 5a Anfang Oktober 2009 eine mehrstündige Stadtrallye durch Eberbach, welche zur Vorbereitung für die Teilnahme an der "Forschungsexpedition Stadt – Geschichte" diente, mit deren Aufgaben sich die Schülerinnen und Schüler bis zu den Herbstferien beschäftigen werden.

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Zusammen mit Studienrätin Julia Naßutt (Mitte) und den Schülern der Klasse 5a gab Oberstudiendirektor Helmut Schultz (links) Anfang Oktober 2009 den Startschuss für die Stadtrallye. Foto: Jung/Naßutt

Unter der Leitung von Studienrätin Julia Naßutt und mit Unterstützung ihrer Klassenlehrerin Oberstudienrätin Frauke Raveling erkundete die Klasse 5a mit Hilfe ihrer Paten aus der Klasse 9d die Eberbacher Stadtgeschichte. Oberstudiendirektor Helmut Schultz gab dafür auf der Treppe des HSG den Startschuss.

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Das Expeditionsteam der Klasse 5a auf "Vorbereitungstour" in Eberbach: Bei der Stadtrallye lernten die Fünftklässler mit einer Karte umzugehen und den eigenen Standort zu verorten. Foto: Jung/Naßutt

Im Rahmen dieser Stadrally "befragten" die 29 Schülerinnen und Schüler die steinernen Zeitzeugen Eberbachs, den Pulverturm und den Blauen Hut. Dabei bot sich den Jungforscherinnen und -forschern schon einmal die Gelegenheit, den Umgang mit einem Stadtplan einzuüben und ihren "neuen" Schulort kennenzulernen. Anfang November 2009 wird die Klasse 5a die Ergebnisse ihrer "Forschungsexpedition Stadt – Geschichte" vorstellen, welche seitens des Studienrats Dr. Christian Jung koordiniert wird."

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Die Jungforscherinnen und -forscher bei der "Forschungsarbeit": Bei dem Unterrichtsprojekt fanden die Fünftklässler mit Unterstützung ihrer Paten aus der Klasse 9d heraus, dass die Rillen des Buntsandsteins im Fischerbrunnen des "Ephrata Hofs" durch Ketten der früheren Kettenschlepperschifffahrt auf dem Neckar entstanden und der Haspelturm im Mittelalter vermutlich als Verlies genutzt wurde. Foto: Jung/Naßutt

Das Projektbüro "Städte im Wissenschaftsjahr" freut sich über so gut vorbereitete Jungforscherinnen und -forscher und wünscht ihnen ganz viel Spaß auf ihrer "Forschungsexpedition Stadt – Geschichte" in Eberbach.

Lösung: Geschichte erzählen

Am 9. November 1989 ist die Berliner Mauer gefallen und hat zur deutschen Wiedervereinigung geführt. Befragt einen Zeitzeugen (Bürgermeister/in, Geschichtslehrer/in, Dozent/in für Geschichte), wie sie/er diesen Tag erlebt hat.

Die drei Fünftklässler Lara, Lena und Mike haben sich zusammen mit Sören und Sabrina aus der 12. Klasse das Thema Geschichte erzählen ausgesucht. Für die Lösung haben sich die Schülerinnen und Schüler ausführlich mit dem Thema DDR befasst und ihre Ergebnisse in einem Video und einem Bericht zusammengetragen. Aufgrund der besonders umfangreichen Dokumentation (PDF) können hier nur Auszüge vorgestellt werden:

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Das Expeditionsteam "Geschichte erzählen" aus Eberbach

Fragen zum Thema DDR

"Frage 1: Wie lang und wie hoch war die Berliner Mauer?
Antwort: Die Berliner Mauer war 167,8 km lang, davon 43,7 km zwischen Berlin—Ost und Berlin–West (Sektorengrenze) bzw. 58,95 km in Plattenbauweise und 3,4 m hoch.

Frage 2: Wie viele Soldaten waren ungefähr im Einsatz?
Antwort: Es waren zuletzt 155.319 Soldaten, um innerhalb der DDR—Grenztruppen die innerdeutsche Grenze zu sichern.

Frage 3: Wie viele Einwohner lebten ungefähr in Westberlin?
Antwort: Es lebten am 29. Oktober 1946 1.996.250 und am 31. Dezember 1989: 2.130.525 Einwohner in West–Berlin.

Frage 4: Wie viele Einwohner lebten in Ost–Berlin?
Antwort: Es lebten am 29. Oktober 1946 1.754.582 und am 31. Dezember 1989: 1.279.212 Einwohner in Ost–Berlin.

Frage 5: Wie hieß ein bekannter sowjetischer Politiker?
Antwort: Michail Gorbatschow hieß ein bekannter Politiker der Sowjetunion.

Frage 6: Wann wurde die Berliner Mauer geöffnet?
Antwort: Die Berliner Mauer fiel in der Nacht auf Donnerstag, den 9. November 1989.

Frage 7: Wann wurde die Berliner Mauer gebaut?
Antwort: In der Nacht zwischen dem 12. und 13. August 1961 wurde die Berliner Mauer provisorisch errichtet und in der Folge gebaut.

Frage 8: Welche heutigen Bundesländer gehörten zur DDR?
Antwort: Mecklenburg–Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen–Anhalt und Thüringen.

Frage 9: Was heißt DDR?
Antwort: Deutsche Demokratische Republik."

Lösung: Zeitreise

Was geschah in eurer Region vor 200, 400, 1000 oder 2000 Jahren? Besucht ein Naturkundemuseum oder ein Heimatmuseum und findet es heraus! Versetzt euch in die Rolle eurer Vorfahren und beschreibt aus deren Sicht ein Beispiel (Wohnen, Arbeit/Werkzeuge, Essen…) aus dem damaligen Leben!

Gleich zwei Gruppen gingen in Eberbach auf Zeitreise und haben ihre Ergebnisse ausführlich dokumentiert. Die Jungforscherinnen und –forscher der Klasse 9a recherchierten zu den Themen Wohnen, Arbeit und Verkehrsanbindung in Eberbach vom Mittelalter bis heute und haben ihre Ergebnisse in einem Bericht (PDF) und einem Film zusammengefasst. Noch weiter in die Vergangenheit reiste das zweite Forscherteam (PDF). Pascal, Maximilian, Julia und Elisa aus der 5c begaben sich gemeinsam mit den beiden Zwölftklässlerinnen Giulia und Kathrin 2000 Jahre zurück in die Geschichte und versetzten sich in die Lage eines 15 Jahre alten Mädchens. Beide Dokumentationen können wegen des Umfangs nur in Auszügen vorgestellt werden:

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Team "Zeitreise": Die Jungforscherinnen und –forscher der 5. und 12. Klasse

"Mein Name ist Hilda und ich bin 15 Jahre alt. Ich wohne in einem kleinen Dorf in der Nähe der römischen Siedlung Lopodunum. Mein Vater Friedbert und meine Mutter Freya hatten fünf Kinder, von denen nur noch ich und mein Bruder Thorbjörn übrig sind. Die Säuglingssterblichkeit ist sehr hoch.

In unserem kleinen Dorf leben wir hauptsächlich von Ackerbau. Es werden Getreide, Flachs, Hülsenfrüchte und Gemüse angebaut. Unser Vieh weidet in den Wäldern. Ich höre Rufe von draußen, es sind die Männer des Dorfes, die vom Thing zurückkommen. Dort treffen sich die freien Männer um sich über alles Wichtige zu beraten. Uns Frauen ist es nicht erlaubt, dort hinzugehen…"

Lösung: Wissenschaft und Innovation

War eure Stadt in der Vergangenheit ein bedeutender Ort wissenschaftlicher Forschung oder der Ausgangspunkt wissenschaftlich–technischer Innovationen? Erkundet dies anhand eines Besuches in einer wissenschaftlichen Forschungseinrichtung oder einem Wirtschaftsunternehmen in eurer Stadt.

Klaus und Joachim stellen gemeinsam mit den drei Fünftklässlerinnen Tristan, Lena und Lara ein weltweit agierendes Unternehmen vor. Die Jungforscherinnen und –forscher haben sich die Gelita AG mit ihrem Hauptsitz in Eberbach einmal genauer angeschaut. Ihre umfangreiche Dokumentation (PDF) stellen wir nur Auszügen vor:

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Team "Wissenschaft und Innovation: Teile der Arbeitsgruppe bei der Recherche im Computerraum des HSG und in der Cafeteria. Von links: Tristan, Lara und Klaus.

"Die Gelita AG ist Weltmarktführer im Bereich der Gelatine-Herstellung und im Bereich der Kollagenhydrolysaten–Herstellung. Ihre Gesamtproduktion an Gelatine beträgt im Jahr über 80.000 Tonnen, was rund 35% der Gesamtproduktion an Gelatine weltweit entspricht. Der Umsatz der Firma im Jahr 2008 betrug 400 Millionen Euro.

Doch was macht die Firma für Eberbach so interessant und wichtig? Fakt ist, dass sich allein in Eberbach 500 der weltweit insgesamt über 2.600 Mitarbeiter befinden und somit die Gelita AG ein wichtiger Arbeitgeber für die Region ist. Außerdem befindet sich in Eberbach die Verwaltungszentrale, was zur Folge hat, dass von hier aus alle Standorte auf der Welt geleitet werden. Zudem ist die Gelita AG ein Unternehmen mit Tradition. Das Werk in Eberbach existiert schon seit dem Jahr 1931 und ist somit Stammwerk der Gelita AG und gleichzeitig eine feste Größe in der Unternehmensstruktur.

Ihre Weltmarktführung hat die Gelita AG vor allem ihrer vielen Innovationen zu verdanken. Die Gelita AG lässt so genannte Prototypen des Produkts für ihre Kunden herstellen, um somit den speziellen Bedürfnissen ihrer Kunden gerecht zu werden und das Endprodukt dementsprechend zu verbessern und zu optimieren. Somit wurden viele Produkte optimiert und neu entwickelt, wie zum Beispiel das Produkt "Fortrigel", welches der Abnutzung von Gelenkknorpel entgegenwirkt. Durch die jahrelange Erfahrung und Weiterentwicklung ihrer Produkte ist die Gelita AG zu einer festen Größe im Bereich der Gelatineherstellung geworden und arbeitet heute mit vielen Unternehmen im Bereich der Lebensmittelindustrie, aber auch mit Fotofilmherstellern und Pharmaunternehmen zusammen."

Lösung: Persönlichkeiten

Ist eure Stadt der Geburtsort von Frauen oder Männern, die in Politik oder Wirtschaft, Wissenschaft oder Technik, Kunst, Kultur oder Sport prägend waren? Sammelt (z. B. in einem Archiv, einer Forschungseinrichtung oder bei Privatpersonen) zu einer in Frage kommenden Person interessante Informationen. Befragt, sofern möglich, Menschen, die diese Person gekannt haben. Dokumentiert eure Ergebnisse.

Gleich fünf herausragende Persönlichkeiten konnte das Forscherteam ausfindig machen und über sie berichten. Jil, Laura, Stefan, Cornelius und Sven haben im Internet, in Büchern und im Stadtarchiv recherchiert und haben einige spannende Informationen über Timo Bracht, Katja Seizinger, Robert Wagner, Dr. John Gustav Weiß und Adolf Knecht herausgefunden. Auch diese umfassende Dokumentation (PDF) wird hier in Auszügen vorgestellt:

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Drei Mitglieder des Forscherteams "Persönlichkeit"

Adolf Knecht

"Adolf Knecht, geboren 1911, ein gelernter Schreiner und aktives Mitglied im Arbeitersport– und Turnverein Eberbach, wurde am 9. März 1933 von Mitgliedern der SA erschossen und starb infolge seiner Verletzungen. Doch wie kam es dazu?

Der Abend des 9. März 1933
An diesem Abend trafen sich die Mitglieder des Arbeitersport– und Turnvereins in dem Gasthaus "Zum Stern", um über die Zukunft des vom Verbot bedrohten Sportvereins und die Rückgabe bereits eingezahlter Gelder zu beraten, da diese bei einem Verbot des Vereins an die Nationalsozialisten gefallen wären. Das Gespräch verlief unpolitisch, bis der SPD–Stadtrat Theodor Kappes die Gaststätte mit den Worten: "Da hockt ihr jungen Kerle und auf dem Rathaus hängt die Hackenkreuzfahne. Soll ich sie euch runterholen?" betrat.

Angestachelt durch diese Aussage verließen einige Mitglieder des Vereins, namentlich Adolf Knecht, Karl und Hermann Salzmann und Leo Meixner, zusammen mit einigen unbekannten Turnern das Lokal, um das Gesagte in die Tat umzusetzen. Sie besorgten sich lange Stangen, um die Flagge zu fällen, und diskutierten lautstark über ihr Vorhaben. Rückblickend sah Karl Salzmann hierin die Ursache des weiteren Geschehens, da ein SA–Mann dieses Gespräch belauscht und so vorzeitig weitere Schläger gerufen haben könnte.

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Adolf Knecht

Als die Turner an der Hauptstraße ankamen, erwarteten sie dort der Polizist Freij Hofmann und dessen Bruder Fritz, ein Mitglied der SA. Weitere SA–Männer erschienen und stürzten sich auf die Turner. Hier beging Adolf Knecht einen fatalen Fehler, da er sich in eine dunkle Seitengasse zurückzog. Eine vier Mann starke Gruppe folgte und stellte ihn. In dieser Gasse fielen die Schüsse, die Knechts Leben beenden sollten; Er schleppte sich noch bis zum Rathaus, bevor er zusammenbrach. Trotz der Einweisung in die Heidelberger Universitätsklinik verstarb er am 11. März 1933 an seinen Schussverletzungen. Die anderen Teilnehmer der Aktion wurden verhaftet, während die SA–Männer ohne Strafe davonkamen.

Weitere Folgen des Geschehens
Als direkte Folge wurde am Tag nach dem Geschehen die komplette SA–Abteilung Eberbachs, welche teilweise zur Unterstützung der Polizei eingesetzt wurde, in Alarmbereitschaft versetzt, da man Angst vor weiteren Aktionen politischer Gegner hatte. Adolf Knecht wurde am 14. März 1933 auf dem Eberbacher Friedhof bestattet. Auf seinem Grabstein standen folgende Worte geschrieben, die den örtlichen Machthabern ein Dorn im Auge waren:

Unter der Zerrissenheit des Volkes fiel er als Opfer für seine Idee.

Der damalige Eberbacher Bürgermeister schickte eine Anfrage an die Staatsanwaltschaft Mosbach mit der Frage, ob man diese Inschrift mit dem Verweis auf §168 StGB (Störung der Totenruhe) beseitigen könnte. Dieser verneinte die Anfrage, verwies jedoch darauf, dass nach §30 des badischen Polizeistrafgesetzbuches die Inschrift entfernt werden könne, wenn weitere Beschwerden bezüglich der Inschrift auftreten würden. Dieser Paragraph scheint §10 II 17 im allgemeinen Landrecht für die preußischen Staaten zu entsprechen, welcher der Polizei Maßnahmen der Gefahrenabwehr ohne bestimmte Gesetzesvorlage ermöglicht.

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Die Adolf–Knecht–Straße in Eberbach

Mit dem Verweis, die Inschrift könne zu einer Störung der Öffentlichkeit beitragen, wurden Adolf Knechts Eltern am 18. Mai 1933 dazu aufgefordert, sie bis zum 15. Juni desselben Jahres zu entfernen. Ein am 14. Juni ausgestelltes Dokument, welches am 17. Juni vom Bürgermeister Unterschrieben wurde, bescheinigt die erfolgte Beseitigung der Inschrift. 1945 benannte Karl Salzmann einen gewissen Fritz Lehr als Todesschützen. Dieser kehrte jedoch nach dem Krieg niemals nach Eberbach zurück, so dass kein Gerichtsverfahren gegen ihn zustande kam. Zu Ehren des für seine Gesinnung Gestorbenen erhielt die damalige Leoberger Straße, in der das Geschehen zum Teil stattfand, ihren heutigen Namen Adolf–Knecht–Straße. Karl Salzmann berichtete am 9. Oktober 1984 als letzter noch lebender Zeuge ausführlich über das Geschehene."

Lösung: Identität: Name – Wappen – Wahrzeichen

Welche Geschichte verbirgt sich hinter dem Namen eurer Stadt? Was sagt das Wappen aus? Welche Wahrzeichen gibt es? Sucht in der Stadtverwaltung, im Archiv, in Bibliotheken oder bei Lokalhistorikern nach Informationen und dokumentiert eure Ergebnisse.

Julia, Isabell und Marietta aus dem Neigungskurs Geschichte haben sich zusammen mit Selin, Kevin, Marietta und Andreas aus der Klasse 5c mit den Eigenheiten ihrer Stadt vertraut gemacht. Dabei haben sie den Namen, das Wappen und mehrere Wahrzeichen ihrer Stadt genauer beleuchtet. Die Jungforscherinnen und –forscher haben ihre Lösungen in einem umfangreichen Bericht (PDF) dokumentiert, der hier in kurzen Auszügen vorgestellt wird:

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Das Team "Identität": Julia, Selin, Isabell, Marietta und Andreas

Entstehung des Stadtnamens:
"Der Name Eberbach ist wie auch das Wappen ein "redender" Name. Da Eberbach aus vielen Siedlungen entstanden ist, ist es schwierig, den genauen Grund für den Namen Eberbachs herauszufinden. Man kann den Grund nur erahnen und aus vielen Hinweisen zusammenstellen. Der heutige Holderbach trug, wie viele andere Bäche im Umkreis von Eberbach, ursprünglich den Namen "Eberbach". Die Tatsache, dass dieser Name so häufig vorkam, lässt sich leicht durch den großen Schwarzwildbestand erklären. Erstmals fand man den Titel "de Eberbach" für den Grafen Konrad, der mögliche Erbauer der Eberbacher Burg, in einer Pfälzischen Urkunde von 1196 erwähnt. Die Burg von Eberbach, vermutlich nach dem in der Nähe liegendem Eberbach benannt, wurde 1227 von König Heinrich VII. erworben, welcher allmählich die Bewohner der umliegenden Dörfer zu deren Schutz in den Mauern der Burg versammelte. Aus dieser Burg entstand dann die Stadt Eberbach, welche sowohl den Namen der Burg als auch den des Bachs übernommen hat.

Wappen:
SaalfeldDas Wappen der Stadt Eberbach zeigt einen schwarzen Eber auf silber–weißm Hintergrund, der auf blauen Wellenbalken schreitet. Der erste Abdruck des Stadtsiegels erfolgte im Jahr 1387. Die heutige Form hat der Siegel seit 1976. Der schreitende Eber auf gewelltem Wasser soll als "redendes" Bild für den Stadtnamen stehen. Außerdem kann man bei der Entstehung des Wappens, wie auch bei der des Namens, die Bekanntheit des Schwarzwildes in Eberbachs Umgebung und den nahe liegenden Holderbach/Eberbach heranziehen. Das Wappen von Eberbach hatte schon seit jeher den Wald und den Fluss als Leitmotive, was auch in dem aktuellen Wappen gut verwirklicht worden ist."

Lösung: Archiv, das Gedächtnis der Stadt

Besucht das Archiv eurer Stadt und informiert euch dort über die Zielsetzung und die Arbeitsbereiche der Einrichtung sowie über die Tätigkeiten der Mitarbeiter.

Das Stadtarchiv in Eberbach wurde von den Jungforscherinnen und –forschern Alexander, Luisa, Federica, Stella, Florian und Kristin genau unter die Lupe genommen. Die Schülerinnen und Schüler haben dazu sowohl vor Ort als auch im Internet recherchiert. Ihre Lösungen haben sie in einem umfassenden Bericht (PDF) zusammengetragen, den wir in Teilen vorstellen:

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Das Forscherteam "Archiv" bei der Präsentation ihrer Ergebnisse

Das Stadtarchiv Eberbach:

"Das Stadtarchiv Eberbach existiert seit 1911. Damals war es aber noch im alten Rathaus untergebracht. Nach dessen Umbau im Jahre 1988 war dies jedoch aus Platzgründen nicht mehr möglich und das Archiv zog nach Pleutersbach, einem Stadtteil Eberbachs, welcher circa 2 Kilometer entfernt ist, um. Dort wurde für das Archiv das alte Schulhaus erweitert, so dass das Gebäude auf seine heutige Größe anwuchs. Aufgrund des nun vorhandenen, ausreichenden Platzes entschied man sich dazu im Stadtarchiv Eberbach zusätzlich noch die Materialien anderer Kommunen aus dem Umkreis zu lagern und zu archivieren. Dies führte dazu, dass heute im Archiv in Pleutersbach archivarische Bestände aus dem ganzen Neckartal vorhanden sind. Das älteste Dokument stammt aus dem Jahre 1346 und dokumentiert die damalige Steuerschuld Eberbachs.

Die Räumlichkeiten des Archivs sind in zwei Bereiche eingeteilt. Der erste Bereich liegt im Erdgeschoss und beinhaltet das eigentliche Archiv, also alle gesammelten Unterlagen, die vorhanden sind. Der zweite Bereich befindet sich im ersten Stock. Dort befinden sich die Büros der Mitarbeiter, das Mikrofilmlesegerät, mit dessen Hilfe man digitalisierte Archivbestände angucken und ausdrucken kann. Desweiteren befindet sich in diesem Stockwerk der Leseraum für Besucher, in welchem es den Besuchern erlaubt ist, auch Archivbestände zu lesen und zu betrachten, welche nicht zur Ausleihe bestimmt sind."

Lösung: Jugendkultur

Wie lebten Jugendliche in der Vergangenheit in deiner Stadt? Gab es so etwas wie eine Jugendkultur? – Sucht z. B. in Archiven, in Zeitungsredaktionen oder bei Privatpersonen nach Spuren früherer Jugendkultur und dokumentiert eure Ergebnisse.

Friederike, Andrea, Tobias, Jan, Shazia und Lea haben eine sehr komplexe Dokumentation (PDF) zur Jugendkultur in Eberbach eingereicht. Mit mehreren Interviews untersuchten die Jungforscherinnen und –forscher die Jugendkultur der 1970er-, 1980er- und der 1990er-Jahre. Dabei haben sie sowohl das Schulleben als auch die Freizeit der Interviewten erfragt und mit vielen Bildern ausgeschmückt. Hier ein Auszug:

"Am Interessantesten sind doch immer die Erzählungen, die man direkt von der früheren Jugend bekommt. Während eines kleinen Gesprächs mit den Einwohnern der Stadt Eberbach, die damals ihre Jugend dort oder in näherer Umgebung erlebt haben und immer noch glücklich in derselben Heimat verweilen oder von der wenig entfernten Ortschaft später nach Eberbach gezogen sind, bekommt man "hautnahe" Eindrücke. Im Rahmen unserer kleinen Stadtrunde, auf der verschiedene Eberbacher von uns interviewt wurden, konnten wir vielerlei Dinge erfahren. Dank der Offenheit zum Gespräch der von uns befragten Menschen, die keine Scheu zeigten, über ihre Jugend zu plaudern, konnten wir zu einem sehr aufschlussreichen Ergebnis kommen.

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Das Expeditionsteam "Jugendkultur"

Der Alltag:
Das tägliche Leben verbrachte man durchaus häufig in der Natur, im Wald, auf den Wiesen und Straßen. Die Hausaufgaben erledigte man selten nachmittags zu Hause, eher abends oder schnell morgens im Bus. Abends blieb man normalerweise zu Hause. Kirchliche Aktivitäten nachmittags oder an Wochenenden beanspruchten außerdem viel Zeit der Jugendlichen. Einen gewissen Freiraum, was verschiedene Aktivitäten ermöglichten, war dank einer nicht zu autoritären Erziehung möglich.

Das Besondere, das den Alltag spannender machte:
"Man wollte ja ständig was erleben. Deshalb kam es unter anderem vor, dass man sich heimlich abends aus dem Haus schlich, um einfach nur tanzen zu gehen." Dieses Bedürfnis konnte man sich in Discotheken, z. B. in Heidelberg erfüllen. Nach einer auspowernden Nacht kam man aber glücklicherweise immer unbeschädigt von seinem Abenteuer wieder zu Hause an.

Ein anderer spontaner Kurztrip war die Fahrt nach Frankfurt am Main. Mit der Gitarre bepackt stürzte man sich ins Ungewisse. Bis morgens saß man zusammen mit Menschen, die man dort aufgrund jugendlicher (durchaus als positiv zu bewertender) Naivität kennenlernte, auf einem Platz, spielte Gitarre, sang und erzählte sich "Storys". Besonderheiten, die etwas "ordentlicher" gestaltet wurden, waren das Treffen unterschiedlicher Jugendlicher, um gemeinsam zu spielen oder sich für Jüngere zu engagieren.

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Das Forscherteam Interviewt eine Passantin in Eberbach

Das Schulleben:
Deutliche Trennungen unterschiedlicher Menschengruppen gab es damals nicht. Es gab welche, die leicht in die "Hippie–Richtung" gingen, aber insgesamt war man eine homogene Gemeinschaft. Der ein oder andere unterschied zwischen Rauchergruppen, die sich während der Pausen abseits der Nichtrauchergruppen bildeten. Zu Schuljahresbeginn war man noch mit "seinen" Leuten aus der Gemeinde unterwegs. Aber wie schon gesagt: Man lebte in einem gleichgestellten Miteinander, meist friedlich und konfliktlos. Als einzige "unnormale" Gruppe wurde, laut Interview, das Jugendzentrum in Neckarsteinach angesehen. Dort waren nämlich die "krassen Rocker" mit ihren Motorrädern unterwegs."

Lösung: "Vernetzte Welt"

War eure Stadt in der Vergangenheit Knotenpunkt von Handel, Verkehr oder Kommunikation? Waren dies prägende Elemente in der Geschichte eurer Stadt? Wo gibt es hiervon Spuren, die bis in die Gegenwart reichen? – Geht auf Spurensuche und präsentiert eure Ergebnisse in einer historischen Reportage.

Bastian und Rebekka aus der 12. Klasse haben gemeinsam mit den Fünftklässlerinnen Elena, Kevin und Lea das Thema Vernetzte Welt gewählt. Zur Lösung der Aufgabe hat sich das Forscherteam im Stadtarchiv umgesehen, die Geschichte der Neckarschifffahrt in Eberbach erforscht, die Entstehung des Nachrichten– und Pressewesen recherchiert und die Anfänge der Eisenbahn in ihrer Region dokumentiert. Ihren umfangreichen Bericht (PDF) stellen wir in Auszügen vor:

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Das Expeditionsteam "Vernetzte Welt" bei der Arbeit

Nachrichten– und Pressewesen
"Die erste Telegraphenverbindung in Eberbach wurde 1859 in der Postexpedition eingerichtet. Sie half beispielsweise bei der Meldung drohender Hochwasserstände. Das Telefon jedoch wurde noch in den letzten beiden Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts nur zum amtlichen Sprechverkehr mit Oberdielbach und Strümpfelbrunn genutzt. Erst 1899 gab es den ersten öffentlichen Fernsprecher in Eberbach. 1863 wurde die erste Lokalzeitung von C. Wagner gegründet. Das Eberbacher Wochenblatt erschien zum Jahreswechsel wöchentlich. Das Blatt war politisch neoliberal anzusiedeln, was die politischen Einstellungen der Geistlichen und des Gewerbestandes widerspiegelte. 1874 verkaufte er die Zeitung an Joseph Wieprecht und verlegte in Mosbach die Badische Neckarzeitung. Aus dem Eberbacher Wochenblatt wurde unter Wieprecht die Eberbacher Zeitung, die bald auch täglich erschien. 1887 entstand durch den Stadt– und Landboten eine übermächtige Konkurrenz, so dass beide Zeitungen 1934 fusionierten. 1964 übernahm der Stadt– und Landbote nach der Stilllegung im Zweiten Weltkrieg die Titelseite der eingekauften Zeitung und nannte sich wieder Eberbacher Zeitung."

Lösung: Straßennamen

Das Projekt "Eberbacher Straßennamen" haben sie Schülerinnen und Schüler des Hohenstaufen Gymnasiums Eberbach bereits 2007 begonnen. Im Rahmen der "Forschungsexpedition Stadt" konnten sie ihr Vorhaben zum Abschluss bringen. Dabei sollten alle Straßen Eberbach auf verschiedene Kriterien hin untersucht werden. Zunächst mussten die Straßen genau verortet und ihre Einwohner, Haushalte, Häuser und Wohnungen festgestellt werden. Bevor dann die historischen Daten der Straßen, wie Baujahr, Namensgebung und Hintergrundgeschichte, analysiert werden konnten, musste noch die Art der Straße und die dort geltenden Schilder ermittelt werden. Für die "Forschungsexpedition Stadt" stellen Leonie, Romy, Luisa, Philipp und Maximilian die elf am besten Dokumentierten Straßen vor. Ihre umfassende Dokumentation (PDF) kann hier nur in Auszügen vorgestellt werden:

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Die Jungforscherinnen und –forscher des Teams "Straßennamen" stellen ihre Ergebnisse vor

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Lösung: Stadtrally

Als Vorbereitung auf die "Forschungsexpedition Stadt" organisierten die beteiligten Lehrer eine Stadtrally durch Eberbach. Dabei mussten die einzelnen Gruppen 10 Fragen rund um Eberbach beantworten. Ziel der Rally war es nicht nur Eberbach, sondern auch sich untereinander kennenzulernen:

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Zusammen mit Studienrätin Julia Naßutt (Mitte) und den Schülern der Klasse 5a gab Oberstudiendirektor Helmut Schultz (links) Anfang Oktober 2009 den Startschuss für die Stadtrallye. Foto: Jung/Naßutt

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Der Fragebogen zur Stadtrallye

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Ein Forscherteam bei der Lösung einer Aufgabe

Pressestimmen

Sowohl die lokale als auch die regionale Presse interessierte sich für die "Forschungsexpedition Stadt – Geschichte" in Eberbach:

www.region-odenwaldkreis.de
www.eberbach-channel.de
www.eberbach-channel.de
www.eberbach-channel.de
www.katzenpfad.de
www.katzenpfad.de

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