

Die Beantwortung zahlreicher Forschungsfragen, so z. B. GESCHICHTEerzählen, DENKmal! oder auch Jugendkultur, haben sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10.4 der Gesamtschule Weilerswist zum Ziel ihrer "Forschungsexpedition Stadt – Geschichte" gemacht. Um dies zu bewerkstelligen, haben sich die Jungforscherinnen und Jungforscher in kleinere Expertengruppen aufgeteilt, denen die Bearbeitung der ihnen vertrauten Forschungsgebiete oblag. Die Expertengruppe "Homepage" pflegte auf eine eigens hierfür erstellte Internetpräsenz der Klasse die gesamten Ergebnisse der "Forschungsexpedition Stadt" in Weilerswist ein.
Die einzelnen Beteiligten, deren Lösungsvorschläge, wie auch den Lehrer der Klasse, können Sie im Folgenden näher kennenlernen:
Team 1: Homepage
Team 2: Portrait / Lösung: DENKmal!
Team 3: Portrait / Lösung: ZEITreise
Team 4: Portrait / Lösung: Identität
Team 5: Portrait / Lösung: "Alle Jahre wieder"
Team 6: Portrait / Lösung: Kunststücke
Team 7: Portrait / Lösung: Jugendkultur
Team 8: Portrait / Lösung: DENKmal!, Teil 2
Team 9: Portrait / Lösung: Wissenschaft und Innovation
Der Lehrer der Klasse 10.4: Hr. Strack
Tim, Bastian und Pascal zeichneten sich verantwortlich für die Online-Präsentation der Forschungsergebnisse der Klasse 10.4. Ihre Arbeit können sie unter http://herbstklasse.chapso.de einsehen.
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Das Team "Homepage" der Gesamtschule Weilerswist, v.l.n.r.: Tim, Bastian und Pascal |
Für die Lösung der Forschungsfrage DENKmal! waren im Rahmen ihrer "Forschungsexpedition Stadt – Geschichte" Simon, Lena und Michael der Klasse 10.4 verantwortlich.
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Das Team "DENKmal!" der Gesamtschule Weilerswist, v.l.n.r.: Simon, Lena und Michael |
Historische Gebäude und Denkmäler haben eine Geschichte. Erkundet eine dieser Geschichten gemeinsam mit dem Amt für Denkmalschutz oder einer vergleichbaren Einrichtung und dokumentiert eure Entdeckungen!
Um die Frage DENKmal! zu beantworten hat sich Team 2 mit der Burg Kühlseggen befasst:
Burg Kühlseggen
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Die Burg Kühlseggen |
"Die Burg Kühlseggen wurde 1298 erbaut. Damals war es noch die kleine Burg, die erst später ausgebaut wurde. 1616 wird Kühlseggen erworben und ist nun im Besitz der Freiherren. Diese bauten dann 1617 nach dem Abbruch ein gotisches Wohnhaus ein. Freiherr Heermann erneuerte 1781 die Vorburg. Im 19. Jahrhundert kam dann noch der Wirtschaftshof hinzu, nachdem die Vorgräben zugeschüttet wurden. Erst zwischen 1962 und 1965, als die Burg restauriert wurde, wurde sie zu ihrer heutigen Größe ausgebaut, auch deshalb, weil sie 1642 durch den Krieg beschädigt wurde.
Damals zerstörten die Jesuiten noch einen Teil der Burg, ließen dabei den Kernbau mit Eckturm jedoch stehen und schlossen eine Kapelle daran an.
Der Aufbau der Burg: Die Wasserburg ist nach dem Prinzip einer Hochmottenburg aufgebaut. Diese Burgen bestehen aus einem Herrenhaus (das erobert werden soll) und einem darum liegenden Wassergraben. Also, wie eine Art Insel. Das Herrenhaus wird durch eine weitere Insel davor geschützt. Diese ist umgeben mit Verteidigungsmauern, die normalerweise aus Holz bestehen. Es ist ein Normannisches Prinzip des Burgenbaues. Bei der Burg Kühlseggen ist dies nicht so, da keine Vorinsel vorhanden ist, sondern eine einfache Vorburg.
Nachträglich wurde die Burg mit Mauern umgeben.
Auch ein Wichelgebau mit drei Treppengebilden und einem Treppenturm im Winkel.
Im Westen des Herrenhauses entstanden ein großer Wirtschaftstrakt und ein kleiner Pavillon.
Allgemeiner Zusatz: Burgen galten damals im Mittelalter als Machtsymbol der großen Herrscher. Aber eigentlich hatten diese nur ein Ziel: Bequemes wohnen."
Mit der Forschungsfrage ZEITreise befassten sich im Rahmen ihrer "Forschungsexpedition Stadt – Geschichte" Mark, Michael und Sven.
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Das Team "ZEITreise" der Gesamtschule Weilerswist, v.l.n.r.: Mark, Michael und Sven |
Was geschah in eurer Region vor 200, 400, 1000 oder 2000 Jahren? Besucht ein Naturkundemuseum oder ein Heimatmuseum und findet es heraus! Versetzt euch in die Rolle eurer Vorfahren und beschreibt aus deren Sicht ein Beispiel (Wohnen, Arbeit/Werkzeuge, Essen...) aus dem damaligen Leben!
Um die Frage ZEITreise zu beantworten, hat sich Team 3 mit dem Römerfund in Klein-Vernich befasst.
"In Klein-Vernich fand man bei routinemäßigen Kontrollen auf einem Ackerstück das bebaut werden sollte Römerspuren. Das ca. 35.00 qm große Untersuchungsgebiet liegt südlich der Ortslage Klein-Vernich. Das Areal wird im Norden durch Wohnbebauung, im Osten durch die Heimbacher Straße und im Süden durch einen Wirtschaftsweg begrenzt und reicht im Westen über die Zülpicher Straße hinaus in landwirtschaftliche genutzte Parzellen. Vor Beginn der Ausgrabung wurde das Gebäude fast ausschließlich als Ackerfläche genutzt.
Auf der Fläche fand im Oktober 2000 Prospektion statt. Das Ortsarchiv des Rheinischen Amtes für Bodendenkmalpflege war weiterhin bekannt.
Die Ergebnisse dieser Beobachtung und Untersuchungen wiesen auf das Vorhandensein von Überresten einer Villa rustica hin. Im Westen parallel zur Heimbacher Straße wurde ein gut erhaltener Graben, möglicherweise der Begrenzungsgraben des Guthofs angeschnitten. Im Südwesten des Plangebietes wurden Fundamentausbruchsgräben eines Gebäudes mit mehreren Räumen dokumentiert. Es wurden Hinweise auf eine systematische Ausbruchstätigkeit der ursprünglich gut erhaltenden Baureste im 13. n. Chr. festgestellt.
Weiterhin wurden urgeschichtliche Siedlungsspuren beobachtet. Es handelt sich hierbei in erster Linie um Gruben. Es wurde vermutet das diese Siedlungsreste durch die römische Bausubstanz stark überprägt, bzw. in weiten Teilen zerstört wurden.
Zusammenfassung der Funde: Es wurde eine Villa rustica der Grundform Streuhofanlage ausgegraben und dokumentiert.
6 römische Baubefunde sind hervorzuheben es handelte sich um ein Hauptgebäude mit Vorgängerbau, ein Wirtschaftsgebäude, ein Grabdenkmale. eine Grabanlage und einen Brunnen.
Bei dem Grabdenkmal wurde eine Grabanlage mit drei Sarkophagen ausgegraben, die geöffnet waren."
Der Bearbeitung der Forschungsfrage Identität widmeten sich im Rahmen ihrer "Forschungsexpedition Stadt – Geschichte" Lisa, Laura, Jana und Saskia von der Klasse 10.4.
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Das Team "Identität" der Gesamtschule Weilerswist, v.l.n.r.: Lisa, Laura, Jana und Saskia |
Welche Geschichte verbirgt sich hinter dem Namen eurer Stadt? Was sagt das Wappen aus? Welche Wahrzeichen gibt es? Sucht in der Stadtverwaltung, im Archiv, in Bibliotheken oder bei Lokalhistorikern nach Informationen und dokumentiert eure Ergebnisse.
Um die Frage Identität zu beantworten hat sich Team 4 mit dem Weilerswister Wappen befasst, doch zuvor hat es die Frage "Was ist Heraldik?" geklärt.
"Was ist die Heraldik?
Heute ist die Heraldik eine Hilfswissenschaft der Geschichte in der das Wappen als Untersuchungsgegenstand dient. Die Heraldik wird in drei Bereiche unterteilt: Wappenlehre, Wappenkunst und Wappenrecht, dabei besteht ein Zusammenhang mit der Genealogie, der Familiengeschichtsforschung.
Heraldik ist auf die Kunst der Herolde zurückzuführen. Herolde, die Dienstmänner im späten Mittelalter, die dafür zuständig waren, über das Hofzeremoniell zu wachen und die Turnierfähigkeit der Ritter zu überprüfen, schufen mit der Zeit ein System und legten Wappenbücher und Turnierdichtungen an.
Das Wappen (mittelhochdeutsch "wapen" für Waffen) bestehend aus dem Schild und dem Helm (mittelalterliche Schutzwaffen) dienten als unveränderliches und farbiges Kennzeichen der Familie, Gemeinwesen oder Vereine. Das Schild, das heute als Wappen für Stadt, Staat, Kommunen etc. verwendet wird und der Helm, der meist nur noch in Familienwappen vorhanden ist, bilden das Vollwappen.
Der Helm wird als Oberwappen bezeichnet und besteht aus dem Helm, der Helmzier und der Helmdecke. Als Helmzier dienen z. B. Flügel, Hörner, Tierbälge oder menschliche Figuren. Ihr wurde erst Beachtung geschenkt, als Wappen mit gleichen Bildern aufkamen und sie als Unterscheidungsmittel diente. Die Helmdecke kam erst in der Zeit der Kreuzzüge auf. Die Ritter befestigten einen feuchten Lappen am Helm, um sich vor der Hitze im Orient zu schützen. Später wurde es zum Brauch bunte Lappen, meist in Wappenfarbe unter der Helmzier zu befestigen.
Das Weilerswister Wappen
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Das Wappen zeigt das Swister Türmchen und das Lommersumer Gerichtssiegel von 1670. Die ehemaligen Symbole der Bürgermeistereien Lommersum und Weilerswist sind so im Wappen verbunden.
Die Wappenfarben Silber und Schwarz wurden von dem Wappen des Kurfürstentums Köln übernommen, da die ursprünglichen Farben nicht mehr erschlossen werden konnten.
Weilerswist gehört seit 1303 zum Kurfürstentum Köln."
Das Team 4 hat darüberhinaus zu der Forschungsfrage Identität auch einen Videobeitrag verfasst:
Die Forschungsfrage "Alle Jahre wieder" recherchierten und lösten im Rahmen ihrer "Forschungsexpedition Stadt – Geschichte" Marcel und Pascal.
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Das Team "Alle Jahre wieder" der Gesamtschule Weilerswist, v.l.n.r.: Marcel und Pascal |
Suche nach Spuren des Brauchtums als prägendes Element in deiner Stadt. Recherchiere bei Vereinen, im Archiv oder bei Privatpersonen und dokumentiere deine Ergebnisse.
Um die Frage "Alle Jahre wieder" zu beantworten, hat sich Team 5 mit den Weilerswister Schützenvereinen befasst.
"Den Anfang der Schützenbewegung findet man im 13. Jahrhundert.
Vor dieser Zeit gab es unter den Wohlhabenden viele Ritter, die in Schlachten gezogen waren, um Ruhm zu erlangen.
Weil Bauern und einfache Männer nicht so viel Geld hatten, konnten sie keine Ritter werden.
Die Ausrüstung bestand aus den folgenden Rüstungsteilen: Waffen wie Schwert, Lanze oder Hellebarde und eine qualitativ hochwertige Rüstung, dazu kommt zudem ein gut trainiertes Pferd.
Ritter waren zu der Zeit nur Gefolgsleute des Königs, die ihm in den Schlachten dienten und für ihn kämpfen mussten.
Bevor man in den Rang eines Ritters kam, musste man einige Jahre einem Ritter als Knappe dienen. In dieser Zeit musste man sich um seine Ausrüstung und die Verpflegung des Pferdes kümmern. Außerdem gehörten das Kämpfen mit den Waffen, sowie das Säubern der Rüstung und die Pflege des Pferds zu den täglichen Aufgaben.
Die Entwicklung der Schützenbewegung
Eine Wurzel dieser Bruderschaft ist die kirchliche Vereinigung, die sich im 14. und 15. Jahrhundert bildete, wie z. B. die Wallfahrtsbruderschaft, die Gebetsbruderschaft, die Krankenpflegebruderschaft bzw. die Brandbruderschaft und welche sich schließlich zu den uns heute bekannten Schützenbruderschaften unter ihrem Leitspruch "Für Glaube, Sitte und Heimat" vereinigten.
Sie waren einerseits eine Hilfsgruppe, die sich der Verteidigung der Heimat verschrieben hatte, auf der anderen die kirchlichen Vereinigungen, denen der Glaube als Grundsatz diente. Das Vogelschießen und Umzüge mit anschließenden Festgelagen wurden schließlich, zur Selbstdarstellung der Gilden, fest in deren Tradition verankert und sind bis in die heutige Zeit hinein fester Bestandteil einer jeder Bruderschaft.
Dies führte zu einem enormen Aufschwung bei den Schützengilden ein. Die Schützenbruderschaften sind noch heute "gesellige Vereinigungen, die den Schießsport ausüben und eine enge Bindung zu Kirche haben." Auch an kirchlichen Festen, wie etwa der Fronleichnamsprozessionen, nahmen die Gesellschaften teil, wodurch das Ansehen der Kirche in der Bevölkerung stieg. Die Geistlichen erhielten so großes Vertrauen und Ansehen in der Gemeinde. Während des Dreißigjährigen Krieges, 1618 bis 1648, erlebten die Schützen einen totalen Niedergang. Zahlreiche Mitglieder ließen ihr Leben im Krieg und kaum jemand hatte weder die Zeit, die Energie, noch den Willen, die Traditionen in dieser schweren Zeit aufrechtzuerhalten.
Den modernen Schützenverein, wie wir ihn heute kennen, gibt es erst seit dem frühen 19. Jahrhundert, entstanden im Gefolge Napoleons. Durch das Ende des ersten Weltkriegs und den Fall der Monarchie, schlossen sich zwei politische Parteien die NSDAP und die SA zusammen, wodurch sie nur noch wenige Anhänger fanden. 1933 wurde durch die NSDAP ein Verbot gegen die Schützenvereine ausgesprochen, das bis Ende des zweiten Weltkrieges aufrechterhalten wurde.
Mit der Lösung der Forschungsfrage Kunststücke befassten sich im Rahmen ihrer "Forschungsexpedition Stadt – Geschichte" Björn, Christina, Marie-Therese und Sandra der Klasse 10.4.
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Das Team "Kunststücke" der Gesamtschule Weilerswist, v.l.n.r.: Björn, Christina, Marie-Therese und Sandra |
War eure Stadt in der Vergangenheit Schauplatz, Zentrum oder Ausgangspunkt wichtiger künstlerischer Entwicklungen? Recherchiert vor Ort z. B. in einem Museum, bei einem Theater oder im Archiv und dokumentiert eure Ergebnisse.
Um die Frage Kunststücke zu beantworten, hat sich Team 6 mit den "Stolpersteinen" befasst.
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Umfrage zum Thema Stolpersteine:
"Wart ihr schon einmal bei einer Stolpersteinverlegung?
Anzahl der Befragten: 33
Antworten: Ja: 8 Mal – Nein: 25 Mal
Wofür sind Stolpersteine da?
Anzahl der Befragten: 17
Antworten:
-um an Juden, die dort gewohnt haben zu erinnern: 1 Mal
-um an Opfer des 2. Weltkrieges zu erinnern: 2 Mal
-zum Gedenken: 14 Mal
Wie oft und wo wart ihr bei einer Stolpersteinverlegung:
Anzahl der Befragten: 14
Antworten:
-noch nie: 7 Mal
-1x in Weilerswist: 5 Mal
-2x in Weilerswist: 2 Mal
Findet ihr, dass die Stolpersteine eine gute Lösung sind, um an die NS
Opfer zu erinnern?
Anzahl der Befragten: 29
Antworten: Ja: 17 Mal – Nein: 12 Mal
Wieso findet ihr, dass die Stolpersteine eine gute Lösung sind?
Anzahl der Befragten: 17
Antworten: als Andenken: 17 Mal
Wieso nicht?
Anzahl der Befragten: 12
Antworten:
-diskriminierend, weil jeder drüber läuft: 4 Mal
-sieht nicht gut aus: 2 Mal
-Platzverschwendung: 6 Mal"
Für die Lösung der Forschungsfrage Jugendkultur zeichneten im Rahmen ihrer "Forschungsexpedition Stadt – Geschichte" Jenni, Sabrina und Elena der Klasse 10.4 verantwortlich.
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Das Team "Jugendkultur" der Gesamtschule Weilerswist, v.l.n.r.: Jenni, Sabrina und Elena |
Wie lebten Jugendliche in der Vergangenheit in deiner Stadt? Gab es so etwas wie eine Jugendkultur? – Sucht z. B. in Archiven, in Zeitungsredaktionen oder bei Privatpersonen nach Spuren früherer Jugendkultur und dokumentiert eure Ergebnisse.
Um die Frage Jugendkultur zu beantworten hat sich Team 7 mit dem Weilerswister Jugendzentrum befasst und ein Interview mit dessen Betreuer geführt.
Das Jugendzentrum der Gemeinde Weilerswist
"Das Jugendzentrum der Gemeinde Weilerswist, ist ein Treffpunkt für Jugendliche im Alter von 10-19 Jahren. Das Zentrum öffnete, zuvor in der Musikschule am Rathaus, Mitte der 1990er-Jahre. Später jedoch zog es ein paar Meter weiter um und öffnete erneut die Türen für die Jugendlichen. Der Betreuer des Zentrums Georg Mais organisiert sehr viele Aktivitäten zur Freizeitbeschäftigung der Jugendlichen. In einer von uns durchgeführten Befragung, erzählte er von gesammelten Erfahrungen, auftretenden Problemen und schönen Erlebnissen.
Unsere Fragen lauteten:
Haben sie in der Zeit, in der sie im Jugendzentrum arbeiten, Veränderungen bezüglich der Jugend festgestellt?
Hierauf antwortete er, dass der zunehmende Alkoholkonsum deutlich merkbar wird, da oftmals abends weniger Jugendliche das Zentrum besuchen, weil das Trinken von Alkohol dort untersagt ist. Es werden andere Treffpunkte von den Teenagern vereinbart, wo dies möglich ist. Ebenfalls lasse die Verbindlichkeit sehr nach.
Welche Erfahrungen haben Sie im Laufe Ihrer Arbeit schon mit Jugendlichen gemacht?
Bezüglich dieser Frage berichtete er, dass er so sowohl positive als auch negative Erfahrungen bereits gesammelt hat. Oftmals gibt es unter den Jugendlichen Differenzen die sich in Form von Provokationen bemerkbar machen würden, aber sofort unterbunden werden. Das jedoch könnte man auch als gängige Probleme bezeichnen, die schon mal auftreten können. Später erzählte er von der jährlich organisierten "Stadtranderholung". Dort melden sich freiwillige Jugendliche die sich bereiterklären als Betreuer teilzunehmen. Damit, so berichtete er, hat er bis jetzt nur gute Erfahrungen gesammelt, da die Jugendlichen sich als sehr verantwortungsbewusst präsentieren würden.
Gibt es spezielle Angebote für die Jugendlichen im Jugendzentrum?
Hierauf erwähnte Herr Mais die zahlreichen bestehenden Angebote wie z .B. X-Boxnight, Kochen, Kino, Bowlen – betonte jedoch auch, dass er für neue Wünsche und Vorschläge offen wäre."
Weitere Ausführungen der Jungforscherinnen zum Thema Jugendkultur, genauer: dem Panini-Sammelbild, können Sie hier einsehen.
Für eine erneute Bearbeitung der Forschungsfrage DENKmal! schlossen sich im Rahmen ihrer "Forschungsexpedition Stadt – Geschichte" Dennis, Marco und Sascha der Klasse 10.4 zusammen.
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Das Team "DENKmal!, Teil 2" der Gesamtschule Weilerswist, v.l.n.r.: Dennis, Marco und Sascha |
Historische Gebäude und Denkmäler haben eine Geschichte. Erkundet eine dieser Geschichten gemeinsam mit dem Amt für Denkmalschutz oder einer vergleichbaren Einrichtung und dokumentiert eure Entdeckungen!
Um die Frage DENKmal! zu beantworten hat sich Team 8 mit dem Groß-Vernicher Brunnen befasst.
"Die Geschichte des Brunnens
Brunnen waren bis zur Einführung des Leitungswassers als öffentliche Orte der Wasserversorgung gedacht. Dort fanden allerdings auch Versammlungen und Feste statt. Viele historische Brunnenanlagen stehen bis heute. Dadurch sind Brunnenanlagen auch heute ein Anziehungspunkt im öffentlichen Raum.
Brunnen wurden als Symbole der Macht des Erbauers seit der Renaissance oft prunkvoll ausgestaltet, sie wurden von Statuen geziert oder mit Schriftzügen und Gravierungen bestückt.
Mit dem Aufkommen von Wasserleitungen, die das Nutzwasser direkt in die Haushalte brachte, wurden Brunnen zunehmend überflüssig sodass man sie als Zierbrunnenanlagen mit Fontänen und Kaskaden umrüstete. Eines der bekanntesten Beispiele dafür ist der Bellagio Brunnen in Las Vegas der für seine atemberaubenden Wasserspiele zur Musik bekannt ist. Er gilt als einer der berühmtesten Brunnen der Welt.
Solche Zierbrunnenanlagen sind mit einer Umwälzpumpe ausgestattet, die dafür sorgt, dass nur das von der Sonne verdunstete Wasser ersetzt wird. Diese sollten allerdings vor Beginn des ersten Frostes entleert werden, da sonst die unterirdischen Wasserrohrleitungen durch das Ausdehnen des gefrorenen Wassers platzen könnten
Der Groß-Vernicher Brunnen
Zwei Unterorte von Weilerswist sind Groß- und Klein-Vernich. Dieser Brunnen steht oberhalb der Johan-Hugo-von-Orsbeck Schule.
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Die Bedeutung des Brunnens (Anm. d. Red. Laut der Inschrift):
Zur Erinnerung an die Kath. Volksschule Vernich und diesen Pausenhof wurden die beiden Figuren nach Lehrpersonen aus jener Zeit benannt, Kathrinche und Hans-Jüppche.
Die Dorfvereinsgemeinschaft finanzierte Figuren durch gemeinsame Feste und Spenden. ANNO 1998 Gez. Erika Ebersbach, Gabriele Menke Ortsvorsteher: Arnold Mauel
Zwei Unterorte von Weilerswist sind Groß- und Klein-Vernich.".
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Mit der Lösung der Forschungsfrage Wissenschaft und Innovation befassten sich im Rahmen ihrer "Forschungsexpedition Stadt – Geschichte" Carsten, Raphael, Aladin und Fabian der Klasse 10.4.
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Das Team "Wissenschaft und Innovation" der Gesamtschule Weilerswist, v.l.n.r.: Carsten, Raphael, Aladin und Fabian |
War eure Stadt in der Vergangenheit ein bedeutender Ort wissenschaftlicher Forschung oder der Ausgangspunkt wissenschaftlich-technischer Innovationen? Erkundet dies anhand eines Besuches in einer wissenschaftlichen Forschungseinrichtung oder einem Wirtschaftsunternehmen in eurer Stadt.
Um die Frage Wissenschaft und Innovation zu beantworten, hat Team 7 das Weilerswister Verteilerzentrum, sowie die Bedeutung der Autobahn für den Arbeitsmarkt unter die Lupe genommen.
Die Bedeutung der Autobahn
Die Autobahn hat eine sehr große Bedeutung für Weilerswist, da die Lieferanten der Supermärkte und des dm-Verteiler-Zentrums im Industriegebiet und in der Stadt ihre Waren frisch und auch so schnell wie möglich zu den Filialen bringen wollen und auch müssen. Die Anschlussstelle Weilerswist an der Bundesautobahn 61 wurde extra für den Industrieverkehr zu einem etwas südlicheren Punkt verlegt, da sonst die LKWs quer durch Weilerswist fahren müssten. Außerdem führt die L194 (B51) nach Köln, so also auch über Brühl, wo sich das beliebte Phantasia-Land, ein viel besuchter Freizeitpark, befindet. Bis 2010 soll eine Verbindung zwischen der BAB1 und der BAB61 in Weilerswist gebaut werden. Der Name dieser Verbindung lautet L163.
Arbeitplätze in Weilerswist
Durch das Verteilerzentrum und die verschieden dm-Filialen bietet die Stadt Weilerswist eine Reihe Berufe wie zum Beispiel:
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Das Industriegebiet Weilerswist
In dem Industriegebiet in Weilerswist liegt eines der dm-Verteilerzentren, welches in den letzten Jahren vergrößert wurde. Es hat eine ideale Anbindung an die Ballungszentren an Rhein und Ruhr, außerdem verfügt das Industriegebiet über eine eigene Autobahn-Anbindung an die BAB61. Das Industriegebiet wird derzeit vergrößert. Es werden in naher Zukunft ein McDonalds, Subway, Poco-Möbelmarkt und viele andere Kleingeschäfte fertiggestellt.
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Das gelbe Feld zeigt das 1.431.022 m² große Industriegebiet |
Das dm-Verteilerzentrum (VZ)
Vergleich alt und neu:
| alt: | neu: |
| 60.000 m² Lagerfläche | 80.000 m² zusätzliche Lagerfläche |
| 1.500 Arbeitsplätze | vollautomatischer Ablauf innerhalb des VZ |
| täglich verließen 1.200 Paletten das Verteilerzentrum | dm vereint das neue VZ mit dem aus Meckenheim |
Die Geschichte des VZ:
dm startete 1987 in Weilerswist mit einer zentralen Belieferung der Märkte in der Umgebung. Im Februar 1998 wurde das Verteilerzentrum in Meckenheim in Betrieb genommen. Seit Herbst 2004 beliefert das hochtechnisierte Logistikzentrum in Waghäusel die anderen beiden Verteilerzentren. Außerdem ist das Verteilerzentrum in Weilerswist das größte in Deutschland.
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Der Lehrer der Klasse 10.4: Herr Stefan Strack |
