"Forschungsexpedition Stadt" in Ulm

Teamportrait
Lösung: ER(d)probe!
Lösung: DENKmal!
Lösung: SONNENschule
Lösung: LEBENSelexier
Lösung: ZEITreise
Verkehrssicherheitstag

Teamportrait: Expeditionsteam der Klasse 6b der Albrecht-Berblinger HWRS Ulm

Bereits seit Juni 2009 befindet sich die Klasse 6b der Albrecht-Berblinger HWRS zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Frau Böhnisch auf "Forschungsexpedition Stadt" in Ulm. Dabei waren sowohl das Naturkundemuseum Blaubeuren (ZEITreise), der Energietag Ulm (SONNENschule) wie auch ein historisches Gebäude in Ulm (DENKmal!) bisherige Stationen der Jungforscherinnen und -forscher.

Darüber hinaus galt es für das Expeditionsteam auch eine erste Hürde zu nehmen, die sich ihr bei der Lösung der Aufgabe LEBENselexier in den Weg stellte. Wie sie diese jedoch gemeistert hat, wird sie uns bestimmt selbst ausführlich berichten, sobald sie voraussichtlich am 15. Oktober 2009 ihre Forschungsexpedition beendet haben wird.

Das Forscherteam aus Ulm

Das Jungforscherteam aus Ulm

Das Projektbüro "Städte im Wissenschaftsjahr" begrüßt die Jungforscherinnen und -forscher der Klasse 6b ganz herzlich als Teilnehmer der "Forschungsexpedition Stadt" und freut sich bereits auf ihre detaillierte Berichterstattung.

Lösung: ER(d)probe!

"Am 9. Oktober 2009 haben wir eine Erdprobe aus dem Schulgelände genommen. Das hat super in unsere Lehrplaneinheit Mensch und Natur gepasst, da wir uns in der 6. Klasse unter anderem mit dem Schulgarten beschäftigen. Die Erde kann man entweder in ein Analyseinstitut (z. B. in Blaustein) schicken, oder selbst analysieren(allerdings nur pH–Werte). Unser Bodentest wurde im Fachhandel gekauft.

Das Forscherteam aus Ulm

Ein Teil der Forschergruppe

Was haben wir nacheinander gemacht?

1. Lesen der Anleitung des pH–Bodentests!

Das Forscherteam aus Ulm

Der pH–Bodentest

2. Wir haben aus ca. 20 cm Tiefe 4 gleichgroße Bodenproben entnommen und sie gründlich miteinander gemischt(Steine sollten nicht dabei sein!).

3. Dann haben wir 10 mm Erde ins Reagenzglas gegeben und mit destilliertem Wasser bis auf 35 mm aufgefüllt.

4. Nun haben wir die pH–Bodentest–Tablette hinzugefügt, mit einem Stopfen verschlossen und so lange geschüttelt bis sich die Tablette aufgelöst hat.

Das Forscherteam aus Ulm

Die Jungforscherinnen und -forscher warten, bis sich die Erde abgelagert hat

5. Nun mussten wir es stehen lassen, bis sich die Erde abgelagert hatte. Wir waren ganz gespannt, was nun passiert. Das Wasser verfärbte sich blau. Das bedeutet unsere Erde ist neutral und wir können so gut wie alles anpflanzen, da nur wenige Pflanzen etwas mehr Bodensäure vertragen.

Das Forscherteam aus Ulm

Analyseergebnis

Lösung: DENKmal!

Das Expeditionsteam begab sich auf die Suche nach einem Ulmer Denkmal. Ihre Ergebnisse haben die in einem Bericht festgehalten:

"Am 18. September 2009 machte sich unser Forscherteam auf Denkmalsuche. In Ulm gibt es sehr viele historische Gebäude. Eines der bekanntesten ist das Ulmer Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt. Aber den kennt ja jeder. So haben wir uns etwas Unbekannteres herausgesucht. Ein Gebäude, in dem Ulmer Guldenklippen geprägt wurden. Trotz der nur vierjährigen Nutzung als Geldfabrik hat das Haus in der Schwörhausgasse 4 bis heute die Bezeichnung "Ulmer Münz" behalten. Heute ist es ein feines Cafe im Fischerviertel (Gegenüber vom schiefen Haus!). "

Das Forscherteam aus Ulm

Das Jungforscherteam aus Ulm

Das Forscherteam aus UlmZur Münze:
Den Ulmer Gulden hat die Stadt 1704 in höchster Not geprägt. Dazu mussten die Bürger ihr ganzes Gold und Silber abgeben. Da es der Stadt nicht erlaubt war, runde Taler–Münzen herzustellen, prägte man Gulden–Münzen auf viereckige Silberplättchen (Klippen). Von dieser hohen Schuldzahlung an die Franzosen hat sich Ulm nie wieder erholt und ging sogar bankrott.

1704 stimmte der Spruch aus der Zeit um 1500 schon lange nicht mehr:

"Venediger Macht, Augsburger Pracht, Nürnberger Witz, Straßburger Geschütz, Ulmer Geld regiert die Welt."

Das Herzogtum Bayern gab Ulm 1810 an das Königreich Württemberg ab.

Wenn wir Gäste aus Ungarn haben (Austauschprogramm), geben wir den Lehrern als Andenken an Ulm den "Ulmer Gulden" mit."

Lösung: SONNENschule

Die Jungforscherinnen und –forscher fanden auf dem Energietag in Ulm heraus, wieviel Strom ihr Schuldach mit Solarenergie erzeugen könnte. Wie die Bilder zeigen, hatten sie dort viel Spaß:

"Am 18. September 2009 ging's mit der Forschergruppe zum Energietag am Münsterplatz. Dort gab es viele Stände, Aussteller und Firmen zum Thema Energie. Unser Forscherauftrag war unter anderem:

Das Forscherteam aus Ulm

Das Expeditionsteam beim Energietag am Münsterplatz in Ulm

1. Wie und wo wird heute Energie erzeugt oder gewonnen?
2. Wo wird im Haushalt Energie verwendet?
3. Wie kann im Haushalt Energie gespart werden?
4. Wie viel elektrische Energie (kWh) pro Quadratmeter und Jahr könnte erzeugt werden, wenn man das Dach unserer Schule mit Solarzellen ausstatten würde?

Um die 4. Frage beantworten zu können, haben wir das Dach unserer Schule ausgemessen.

Ergebnis: Unser Dach hat 254 Quadratmeter (abgerundet 250 Quadratmeter).

Mit dieser Information haben uns die Fachleute am Energietag weiterhelfen können.

Das Forscherteam aus Ulm

Das Forscherteam befragt Fachleute zum Thema Solarenergie

1 Solarplatte hat die Maße 80/160 cm
1 Solarplatte erzeugt 175 Watt

Frage: Wie viel Solarplatten passen auf unser Dach?

Rechnung:
80cm · 160cm = 12.800 cm² = 1,28 m²
250 m² : 1,28 m²
25.000 : 128 = 200 Platten

Antwort: Auf unser Dach passen 200 Solarplatten."

Das Forscherteam aus Ulm

Drei Jungforscher auf einem Wärmebild

Frage: Wie viel Strom kann auf unserem Dach pro Jahr produziert werden?

Rechnung:
175 W · 200 Platten = 35.000 W = 35 KW

Antwort: Unsere Schule könnte 35 KW Strom erzeugen, wenn unser Dach mit Solarplatten belegt wäre."

Das Forscherteam aus Ulm

Die Schülerinnen und Schüler erzeugen mit eigener Kraft Strom (Kindereisenbahn / Sirene)

Lösung: LEBENSelexier

Das Forscherteam besuchte die Tagesklinik in Söflingen, um die Frage LEBENSelexier zu beantworten. Zwei besonders mutige Forscher ließen sich sogar selbst Blut abnehmen, damit die Gruppe diese analysieren konnte. Ihre Ergebnisse haben die Schülerinnen und Schüler in folgendem Bericht zusammengefasst:

Das Forscherteam aus Ulm

Ein Teil des Expeditionsteams

"Am 17. Juni 2009 sind wir mit einem kleinen Teil der Forschergruppe in die Tagesklinik nach Söflingen gegangen (Wir konnten leider nicht mit dem gesamten Forscherteam hingehen, da die Räumlichkeiten zu klein sind.). Dort erwartete uns Herr Dr. Treiber (Anästhesist). In dieser Klinik werden täglich zwischen 30 und 40 Operationen durchgeführt. Unter anderem wird auch Blut abgenommen. 2 Schüler hatten die Genehmigung von Ihren Eltern, dass Blut abgenommen werden durfte. Und los ging es:

Als erstes musste die Körperstelle, an der das Blut abgenommen wird, desinfiziert werden. Dann musste man dieses Mittel 30 Sekunden einwirken lassen. Nun wurde ein Stauschlauch am Oberarm befestigt, damit sich das Blut staut. In die Spritze wurde Heperin gegeben. (Das sorgt dafür, dass das Blut schön flüssig bleibt und nicht klumpt!)

Das Forscherteam aus Ulm

Die Blutabnahme und Analyse in Bildern

Nun versuchte man in der Armbeuge eine Vene zu finden, von der man Blut abnehmen kann. Unsere Versuchsperson war äußerst mutig. Nachdem das Blut abgenommen war, wurde die Nadel herausgezogen und eine kleine Kompresse verhinderte, dass der Einstich blutet. (Man darf erst draufdrücken, wenn die Nadel draußen ist!!!) Nun kam noch ein Pflaster drauf. Das Blut kam nun in eine Maschine, der Zentrifuge. Dort wurde unser Probeblut ca. 10 Minuten gedreht. Die roten Blutkörperchen sanken auf den Boden.

Auswertung:

Das Forscherteam aus Ulm

Die alten Blutkanülen werden in Plastikbehälter entsorgt.

Das Forscherteam aus Ulm

Hier unsere Forschertruppe mit Dr. Treiber

Am nächsten Tag haben wir den anderen Forschermitgliedern alles präsentiert. Das war ein toller Forscherauftrag!"

Lösung: ZEITreise

Bei ihrem Besuch im Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren und dem Hohlen Fels nahe Schelklingen konnte die Jungforscherinnen und –forscher ein paar spannende Entdeckungen machen. Dort konnten sie auch die Frage ZEITreise beantworten und wie folgt dokumentieren:

"Am 23. Juni 2009 fuhren wir ins Urgeschichtliche Museum nach Blaubeuren. Dort machte Frau Siebeneich eine Führung mit uns. Uns wurde gezeigt, wie die Menschen in der Steinzeit lebten, was sie aßen, wo sie wohnten, wie sie gejagt und Feuer gemacht haben und vieles mehr. Die damaligen Menschen nahmen vorrangig Stein als Werkstoff. Dann gab es noch Holz, Knochen, Horn, Sehnen und Felle. Wenn sie Tiere gejagt hatten, wurde von ihnen alles verwendet. Das ist wirklich spannend. Fast nichts wurde nicht verwendet.

Das Forscherteam aus Ulm

Das Expeditionsteam im Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren

Das Forscherteam aus UlmAls Vorbereitung auf dieses Forschungsprojekt haben wir das Buch "Rokal der Steinzeitjäger" von Dirk Lornsen gelesen. Da haben wir auch schon ziemlich viel über die Steinzeit erfahren.










Das Forscherteam aus Ulm

Die Jungforscherinnen und –forscher stellen Steinzeitmesser her

Im zweiten Teil durften wir ein Steinzeitmesser herstellen. Wir bekamen ein Stück Holz und einen Feuerstein. Als erstes mussten wir die Rinde von dem Stock abkratzen, dann mussten wir eine lange Rille in den Stock ritzen. (Viele von unseren Forschermitgliedern haben sich Schnittwunden zugezogen, so ein Stein kann ganz schön scharf sein!) War die Rille tief genug, suchte Frau Siebeneich einen passenden scharfen Stein aus und setzte ihn mit heißem "Harz" in die Rille. Nun war unser Steinzeitmesser fertig.

Das Forscherteam aus Ulm

Die Jungforscherinnen und –forscher stellen Schwirrholz her

Am nächsten Tag ging es mit dem Fahrrad zum Hohlen Fels. (Nähe Schelklingen) Bevor wir eine Führung bekamen, schnitzten wir aus einem kleinen Stück Holz ein Schwirrholz. Dieses wird, wenn es fertig ist, an ein Stück Schnur gebunden. Dann kreist man es seitlich am Körper vorbei. Wenn man den Dreh raus hat, schwirrt es und macht ein tolles Geräusch. Damit haben sich schon früher die Menschen verständigt.

Das Forscherteam aus Ulm

Das Expeditionsteam vor dem Hohlen Fels

Endlich kam auch Herr Frey, der sich ganz gut mit dem Hohlen Fels und der Steinzeit auskennt. Es war super interessant, da in der Höhle gerade Ausgrabungen stattfanden. Das Forscherteam aus UlmIn der Zeitung haben wir dann gelesen, dass sie im Hohlen Fels im September 2008 die älteste Frauendarstellung entdeckten. Die sechs Zentimeter große weibliche Figur fand man in sechs Bruchstücken aus Mammut–Elfenbein. Leider konnten wir sie nur in unterschiedlichen Zeitungsartikeln bewundern, aber das war auch schon sehr beeindruckend. Man schätzt sie auf ein Alter von mindestens 35.000 Jahren.


Das Forscherteam aus Ulm

Die Forschergruppe im Inneren des Hohlen Felsens

Herr Frey zeigte uns in der Höhle, die wie eine riesige Halle erscheint, viele interessante Dinge. Es war auch ein bisschen unheimlich in der Höhle. Am Ende durften wir dann noch unsere Schwirrhölzer schwirren lassen. Das war ein tolles Erlebnis."

Verkehrssicherheitstag am Ulmer Münsterplatz (1. Oktober 2009)

Neben den Aufgaben der "Forschungsexpedition Stadt" besuchte das Expeditionsteam den Verkehrssicherheitstag in Ulm. Ihre Erlebnisse haben sie in mehreren Bildern festgehalten:

"Super spannend war unser Ausflug zum Verkehrssicherheitstag. Alle Polizisten waren im Einsatz. Wir bekamen einen eigenen Polizei–Scout der uns einige Stationen zeigte."

Die Erste–Hilfe–Kette

Das Forscherteam aus Ulm



Der Fahrradcheck

Das Forscherteam aus Ulm



Der Geschicklichkeitsparcour

Das Forscherteam aus Ulm

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