"Forschungsexpedition Stadt" in Tübingen

Teamportrait
Lösung: ZAHLENspiel
Lösung: RELATIVrätsel
Lösung: LESElust
Lösung: Über die Sinne
Lösung: ZEITreise, Teil 1
Lösung: ZEITreise, Teil 2
Lösung: ZEITreise, Teil 3
Lösung: Kristalle
Lösung: ZUGeschaut!

Teamportrait: Expeditionsteam der Grundschule Winkelwiese/Waldhäuser-Ost, Tübingen

Bereits abgeschlossen hat die Klasse 4c der Grundschule Winkelwiese/Waldhäuser-Ost ihre "Forschungsexpedition Stadt" (FES) in Tübingen, weshalb sie sich nicht nur selbst vorstellt, sondern auch von ihren Erfahrungen berichtet:

"Wir sind die Klasse 4c der Grundschule Winkelwiese/Waldhäuser-Ost in Tübingen. Auf unseren Expeditionen wollten wir herausfinden, was in Tübingen alles erforscht wird. In Tübingen gibt es eine Universität mit vielen Instituten. Wir haben uns einige herausgesucht, die uns besonders interessierten und wo es etwas zu tun oder zu sehen gab. Leider war die Zeit sehr knapp, denn nach den Sommerferien werden wir in ganz verschiedene Schulen gehen.
Es hat uns allen viel Spaß gemacht und wir danken all den freundlichen Leuten in den Instituten, dass sie sich Zeit für uns genommen und unsere Fragen beantwortet haben.

Grundschule Winkelwiese/Waldhäuser-Ost

Die Jungforscher der 4c haben ihre Forschungsexpedition bereits erfolgreich abgeschlossen

Das Projektbüro "Städte im Wissenschaftsjahr 2009" gratuliert den Schülerinnen und Schülern der 4c zum Abschluss ihrer FES; und wünscht ihnen, dass sich ihre Wege trotz neuer Schulen nicht allzu schnell trennen mögen.

Projektdokumentation

Das Team hat die Fragen unseres Spielplans an die Tübinger Umgebung angepasst. Den so entstandenen Plan können sie hier downloaden (PDF).

Lösung: ZAHLENspiel

Wie viele Studenten studierten an der Universität Tübingen im WS 08/09? Besucht die Universität und erforscht die Geschichte der Universität. Wann wurde sie gegründet und von wem?

"Die Studentenzahlen haben wir im Internet gefunden. Auf den Seiten der Universität steht, dass im Wintersemester 2008/09 in Tübingen 23222 Studentinnen und Studenten angemeldet waren. Unsere Lehrerin hat uns einiges über die Universität und ihre Geschichte erzählt:

Die Universität wurde 1477 von Graf Eberhard im Bart gegründet. Seine Mutter Mechthild von der Pfalz hat ihn dabei unterstützt. Der Papst in Rom musste es genehmigen. Das Motto des Grafen hieß "Attempto – Ich wag's".

Grundschule Winkelwiese/Waldhäuser-Ost

Links: Die Jungforscher der 4c vor der Neuen Aula – Rechts: "Attempto – Ich wag's", das Motto Graf Eberhards bei der Universitätsgründung 1477

Wir haben es im Giebel der Neuen Aula gelesen. Das Wahrzeichen der Universität ist bis heute eine Palme. Zuerst gehörten nur wenige Gebäude zur Universität, z. B. die "Burse" und die Alte Aula, auch der Chor der Stiftskirche wurde manchmal mitbenutzt. Es waren auch nur etwa 235 Studenten im ersten Semester. Später wurde vor dem Lustnauer Tor in der Wilhelmstraße die Neue Aula und die Universitätsbibliothek gebaut. Wir haben den schönen alten Lesesaal angeschaut, in dem man ganz still arbeitet."

Lösung: RELATIVrätsel

Die Relativitätstheorie Albert Einsteins ist schwer zu verstehen. Lasst sie euch von Physikstudenten mit wenigen Sätzen erklären und dokumentiert ihre Antworten. Fahrt mit dem Fahrrad mit Lichtgeschwindigkeit durch Tübingen.

"Wir haben die Ausstellung "Einstein-Wellen-Mobil" besucht. Mit dem Einsteinfahrrad durften wir durch die Tübinger Altstadt fahren. Der Computer rechnet 30 km/h in Lichtgeschwindigkeit um. Man konnte auf einem Bildschirm sehen, wie viel Prozent Lichtgeschwindigkeit man gefahren ist. 99% war das höchste. Da haben sich die Häuser verbogen. Dr. Nollert und seine Mitarbeiterin Frau Frech vom Institut für Astrophysik haben uns erklärt, wie das funktioniert. Sie haben uns auch die Relativitätstheorie erklärt:

1. Das Licht kann man nicht überholen. Die Lichtgeschwindigkeit ist das Schnellste.
2. Bei Lichtgeschwindigkeit verändert sich die Welt. Das haben wir bei der Fahrt mit dem Einsteinfahrrad gesehen.
3. Bei Lichtgeschwindigkeit verändert sich die Zeit."
(Bericht von Mazlum, Tuncay und Kevin)

Grundschule Winkelwiese/Waldhäuser-Ost

Links: Dr. Nollert erklärt der 4c das Einsteinfahrrad; Rechts: animierte Ansicht des Tübinger Marktplatzes bei Lichtgeschwindigkeit

Lösung: LESElust

Befragt Bürger und Bürgerinnen nach dem berühmten Dichter Friedrich Hölderlin. Findet ihr Spuren seines Lebens in der Stadt? Besucht die Universitätsbibliothek, schreibt einen Satz oder ein Gedicht aus seinem Werk auf und fotografiert das Buch.

"Friedrich Hölderlin ist ein berühmter Dichter. Er wurde im Jahr 1770 in Nürtingen geboren. Ab 1788 studierte er im Tübinger Stift.

Grundschule Winkelwiese/Waldhäuser-Ost

Links: Die 4c vor dem evangelischen Stift, in dem Hölderlin studierte und Rechts: Die 4c bei einer Eis-Pause vor einem Denkmal Friedrich Hölderlins im alten Botanischen Garten.

Er schrieb viele Gedichte und Romane. Später war er Hauslehrer in verschiedenen Familien. Er wurde 1806 in das Tübinger "Clinicum" eingeliefert, weil er geisteskrank geworden war. Dort in der heutigen Burse wurde er längere Zeit behandelt. Nach mehreren Monaten wurde er als unheilbar entlassen. Der Schreinermeister Ernst Zimmer nahm ihn bei sich auf und betreute ihn, denn er war sehr begeistert von Hölderlins Roman "Hyperion". Einmal schrieb Friedrich Hölderlin ein Gedicht für Ernst Zimmer:

Die Linien des Lebens sind verschieden,
Wie Wege sind und wie der Berge Grenzen.
Was hier wir, sind kann dort ein Gott ergänzen
Mit Harmonien und ewigem Lohn und Frieden.

Als Ernst Zimmer starb, wurde Hölderlin von dessen Tochter betreut.
1843 starb Hölderlin, nachdem er die Hälfte seines Lebens im Turm am Neckarufer (siehe Bild links) verbracht hatte."

(Bericht von Ramia, Konstantina und Jana-Sophie)

Grundschule Winkelwiese/Waldhäuser-Ost

Die 4c am Grab Friedrich Hölderlins auf dem Stadtfriedhof

Lösung: Über die Sinne

Wie funktionieren unsere Sinne und wozu brauchen Zitteraale elektrische Energie? Befragt Professor Ilg und seine Mitarbeiter/innen im Schülerlabor des Hertie-Instituts für Hirnforschung.

"Wir waren im Schülerlabor von Professor Ilg im Hertie-Institut für Klinische Hirnforschung. Wir wurden in vier Gruppen eingeteilt, weil es vier Stationen gab:
An der ersten Station erforschten wir das Hören. Wir mussten in ein Mikrofon pfeifen und singen und der Computer hat uns ein Bild gezeigt, wie hoch wir waren. Wir haben auch die Organe gezeigt bekommen und ein Spiel gemacht, wo man herausbekommen musste, woher der Ton kam.

Grundschule Winkelwiese/Waldhäuser-Ost

Links: Die 4c bei der Stimmabgabe; Rechts: Die Auswertung des Computers

An der zweiten Station ging es um das Tasten. Wir haben mit einem Zirkel ausprobiert, wie genau man das spürt, wenn die Zirkelspitzen immer näher zusammen waren. Auch die Blindenschrift haben wir ausprobiert.

Grundschule Winkelwiese/Waldhäuser-Ost

Die Jungforscher der Grundschule Winkelwiese/Waldhäuser-Ost an Station 2

Bei der dritten Station haben wir Optische Täuschungen kennen gelernt, auch solche auf dem Computer, wo das Bild schnell wechselt und sich ein bisschen ändert. Das war richtig toll. Dann haben wir auf einem Blatt eine Maus und ein X gesehen. Wir mussten das eine Auge zuhalten und das X anstarren. Dann sind wir mit dem Blatt ganz langsam zurück gegangen und die Maus ist plötzlich verschwunden. Das fanden wir erstaunlich. Es war der blinde Fleck in unserem Auge.

Grundschule Winkelwiese/Waldhäuser-Ost

An Station 3 lernt das Expeditionsteam der 4c einiges über optische Täuschungen

Zum Schluss erklärte uns Professor Ilg, wozu manche Fische Elektrizität brauchen: Zur Jagd, zur Verteidigung und zur Verständigung. Er zeigte uns wie wir die Elektrizität messen und hören konnten. Es waren zwei Fischarten, die sich aber ganz verschieden anhörten: Elefantenrüsselfisch und Messerfisch." (Bericht von Cindy und Jasamin)

Grundschule Winkelwiese/Waldhäuser-Ost

Professor Ilg spricht über Elektrizität bei Fischen

Lösung: ZEITreise, Teil1

Wie sah die Gegend, in der wir leben vor 200000 Jahren aus? Gab es bei uns Saurier? Forscht im Paläontologischen Institut nach den ausgestorbenen Tieren unserer Region und dokumentiert eure Funde.

"Wir waren im Paläontologischen Institut und haben eine Menge Forscherfragen beantwortet und uns die vielen Ausstellungsstücke angeschaut. Frau Hinz ist Geologin und hat uns viel erklärt und erzählt.

Grundschule Winkelwiese/Waldhäuser-Ost

Links: Frau Hinz erklärt dem Expeditionsteam die Plateosaurier – Rechts: Das Skelett eines Ichthyosauriers

In der Urzeit war hier Wasser, das beweisen Ammoniten, Belemniten und Ichthyosaurier, die man in der Nähe von Tübingen in Bodelshausen und in Holzmaden gefunden hat. Aber es gab auch Land. Plateosaurier wurden in Trossingen ausgegraben. Sie haben auf dem Land gelebt. Eine Forscherin aus Amerika war da, um die Plateosaurier zu erforschen. In Tübingen-Lustnau wurden besonders seltene Pflasterzahn-Saurier gefunden.

Grundschule Winkelwiese/Waldhäuser-Ost

Links: Der Pflasterzahnsaurier aus Lustnau – Rechts: Meerengel, versteinerte Fische

Es gibt keine weiteren Fundstellen, deshalb sind sie so besonders. Diese Tiere ähneln sehr einer Schildkröte." (Bericht von Paul und Dominik )

Lösung: ZEITreise, Teil2

Kann man in Tübingen Ägypten erforschen? Wie geht das und wo arbeiten die Wissenschaftler? Besucht die ägyptologische Sammlung der Universität und erforscht selber das Leben der alten Ägypter.

"In Tübingen gibt es auf dem Schloss ein Institut für Ägyptologie. Dort lernen die Studenten die Sprache und Schrift und das frühere Leben der Ägypter. Die Forscher fahren auch zu Ausgrabungen nach Ägypten. In Tübingen sind Götterfiguren, Särge, Skarabäen und viele andere Dinge ausgestellt. Die Mumien kann man leider nicht sehen. Das größte Ausstellungsstück ist eine Opferkammer aus einem Grab. Man kann sogar hineingehen und alles anschauen.

Grundschule Winkelwiese/Waldhäuser-Ost

Die Jungforscher in der Opferkammer...

Viele Dinge sind hinter Glas verschlossen. Viele Leute, auch aus anderen Ländern, kommen nach Tübingen, um bestimmte Ausstellungsstücke anzuschauen. Wir hatten einen Block mit vielen Forscherfragen und mussten die alle beantworten. Viele Götter sehen aus wie Tiere oder wie Menschen mit einem Tierkopf. Wir haben Osiris gesehen, den Gott des Totenreichs. Er hatte einen Krummstab und einen Wedel in der Hand und sein Bart war gebogen. Das ist das Zeichen, dass er zum Totenreich gehört. Die Göttin Isis hatte Kuhhörner und eine Sonnenscheibe auf dem Kopf und den Horus-Knaben auf dem Schoß. Der Sonnengott Re, der falkenköpfige Gott Horus und Anubis, der Schakal sind noch andere Götter, die wir gesehen haben. Die Ägypter glaubten an das Weiterleben im Totenreich. Der Sarg hatte aufgemalte Augen zum Hinausschauen und in der Opferkammer brachte man den Toten Essen." (Bericht von Joel und Nicolas)

Grundschule Winkelwiese/Waldhäuser-Ost

...und am Sarg des Idi

Lösung: ZEITreise, Teil 3

Wie haben die Menschen der Steinzeit in unserer Gegend gelebt? Die Ausstellungsstücke im Institut für Vor- und Frühgeschichte können euch bei der Antwort helfen.

Grundschule Winkelwiese/Waldhäuser-Ost

Die 4c der Frage auf der Spur "Wie haben Menschen der Steinzeit in ihrer Gegend gelebt?"

"Die Steinzeit haben wir auf dem Tübinger Schloss erforscht. In der Steinzeit lebten die Menschen in Höhlen auf der Schwäbischen Alb. In den Höhlen "Hohle Fels" und "Geißenklösterle" haben die Forscher gegraben. Man hat herausgefunden, dass die Menschen nicht nur auf Essenssuche waren, sondern auch Kunstwerke schufen. Ausgestellt sind im Schloss ein Löwenmensch, ein Wildpferdchen, Mammuts und eine kleine Wildente. Alle sind aus Mammut-Elfenbein geschnitzt und etwa 30000 Jahre alt. Sie haben aber auch Musikinstrumente aus Vogelknochen hergestellt, wie z. B. eine Knochenflöte. Man hat auch Werkzeuge aus Feuerstein gefunden." (Bericht von Mia und Theresa S.)

Grundschule Winkelwiese/Waldhäuser-Ost

Das Wildpferdchen aus Mammut-Elfenbein

Lösung: Kristalle

Wie entstehen Kristalle und woraus bestehen sie? Wie kann man das erforschen? Befragt Studenten des Mineralogischen Instituts und dokumentiert eure Ergebnisse.

"In der Mineralogie erklärte uns Dr. Neumann, wie sich Minerale im Laufe der Zeit durch Hitze und Druck im Inneren der Erde verändern. Der Graphit z.B. besteht aus Kohlenstoff wie der Diamant. Allerdings findet man öfters Graphit als Diamanten. Das liegt daran, dass der Kohlenstoff sehr heiß werden muss und unter starkem Druck sein muss, damit ein Diamant entsteht. Unsere Bleistiftminen bestehen auch aus Graphit, deshalb müsste man eigentlich Graphitstift sagen. Wir haben viele verschiedene Kristalle gesehen. Kristalle entstehen oft in Hohlräumen in der Erde, in denen Wasser steht. Wenn es langsam verdunstet, bilden die im Wasser aufgelösten Stoffe Kristalle. Je langsamer es verdunstet, desto schöner und größer werden die Kristalle. Dr. Neumann zeigte uns auch verschiedene Meteoriten. Das sind Brocken aus dem Weltall." (Bericht von Theresa E. und Paula)

Grundschule Winkelwiese/Waldhäuser-Ost

Dr. Neumann zeigt den Schülerinnen und Schülern der 4c einen Meteoriten

Lösung: ZUGeschaut!

Welches wissenschaftliche Thema wird in Wagen 4 des Zuges behandelt? Besucht den Wissenschaftszug, nennt uns das Thema und sendet uns ein Foto von euch in Wagen 4!

"Wir sind mit dem Bus von der Schule zum Bahnhof gefahren. Dort stand der Science Express mit seinen zwölf Wagen. In Wagen 4 konnte man viele interessante Sachen über die Sinne erfahren. Es gab ein Gehirn, wo man die Stellen sehen konnte, die arbeiten, wenn man spricht oder hört. Manches wussten wir schon von Prof. Ilg vom Schülerlabor. In den anderen Wagen konnte man viel über die Zukunft erfahren und was geforscht wird, um alle Menschen zu ernähren und um Krankheiten heilen zu können." (Bericht von Kyra)

Grundschule Winkelwiese/Waldhäuser-Ost

Die 4c in Wagen 4!

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