"Forschungsexpedition Stadt" in Stuttgart

Teamportrait
Lösung: SEKUNDENweltreise
Lösung: ZAHLENspiel
Lösung: RELATIVrätsel
Lösung: GESCHICHTEerzählen
Lösung: ZEITreise
Lösung: ZUGeschaut
Lösung: SONNENschule

Teamportrait: Expeditionsteam der "Initiative zur Förderung hochbegabter Kinder" Stuttgart

Johannes (10), Max (9), Philipp (12), Robert (8), Sophie (9), Vinzenz (9) und die beiden Schwestern Valeria (10) und Vanessa (12) - das sind die acht Jungforscherinnen und -forscher, die für die "Initiative zur Förderung hochbegabter Kinder" in Stuttgart auf "Forschungsexpedition Stadt" gehen. Neben ihrem Spieletreff und ihren außergewöhnlichen Berufswünschen (Historiker, Ozeanologe, Fußballspielerin) verbindet die musikalischen Acht, die an zwei Tagen Stuttgart erforschen wollen, vor allem ihre Vorliebe für Pizza, Maultaschen, Linsen mit Spätzle und Nasi Goreng.

Forscherteam aus Stuttgart

Das Forscherteam aus Stuttgart (v. r.) Vanessa, Valeria, Philip, Sophie, Vinzenz und Johannes

Das Projektbüro "Städte im Wissenschaftsjahr 2009" freut sich über die Teilnahme der Acht an der "Forschungsexpedition Stadt" und wünscht ihnen viel Spaß bei ihrer Entdeckertour - für Proviant wird bestimmt gesorgt.

Lösung: SEKUNDENweltreise

Um die Frage SEKUNDENweltreise zu beantworten, haben sich Vinzenz und Philipp mit Herrn Reichert getroffen, der ihnen erklären konnte, wie das Internet funktioniert:

Forscherteam aus Stuttgart

Herr Reichert erklärt Vinzenz und Philipp das Internet

"Es gibt sehr viele Router auf der Welt, die untereinander verkabelt sind und miteinander kommunizieren – Daten austauschen. Damit diese Datenpakete einen schnellstmöglichen Weg vom Rechner zu Hause zum Zielrechner finden, tauschen die Router Informationen über die möglichen Wege aus und finden dadurch die kürzeste Verbindung." (Bericht von Vinzenz)

Forscherteam aus Stuttgart

Der Weg eines Datenpakets um die Welt

Lösung: ZAHLENspiel

Das Expeditionsteam der "Initiative zur Förderung hochbegabter Kinder" startete die Forschungsexpedition mit dem Besuch der Universität Stuttgart. Dort konnten die Jungforscherinnen und -forscher die ersten zwei Fragen der "Forschungsexpedition Stadt" beantworten. Ihre Lösungen der Fragen ZAHLENspiel und RELATIVrätsel hat das Team wie folgt dokumentiert:

Dok Stuttgart

"Am 15. Mai war Kinder-Uni in Stuttgart. Wir haben die Gelegenheit genutzt und sind vorher bei dem Dekan Prof. Dr. Richard Dipper zu Besuch gewesen. Er musste aber auf eine Sitzung und deshalb hat uns sein Assistent Dr. Martin Güßmann unsere Fragen beantwortet. So waren im Jahr 2008/2009 in Stuttgart 686 Studenten für das Fach Mathematik eingeschrieben. Davon wollen 246 ein Diplom machen. Der Rest studiert auf Lehramt, um dann Lehrer zu werden.

Dok Stuttgart

Links: (v. l. n. r.) Das ist unser Forschungsteam Dr. Martin Güßmann, der Dekan Prof. Dr. rer. Nat. Richard Dipper, Vanessa, Philip, Vinzenz, Sophie, Valeria und im Vordergrund sind die Geschwisterkinder Charlotte und Paul

Rechts: Am Tisch sitzt Dr. Martin Güßmann der uns auch alle Fragen beantwortet hat

Wir hatten das Glück, dass zwei ganz nette Studenten, Jonas Lambers und Hendrik Röhm, uns ganz viel über ihre Studienfächer erzählten. So ist die Regelstudienzeit, um Lehrer zu werden, ca. 10 Semester und das Diplomstudium dauert 9 Semester. Aber in beiden Studienfächern sind es im Durchschnitt ca. 11,5 Semester."

Lösung: RELATIVrätsel

"Jonas und Hendrik haben uns dann auch die Relativitätstheorie erklärt:

Dok Stuttgart

Links: Hier sitzen wir in einem Besprechungszimmer bei den Mathematikern und die Studenten Jonas Lambers und Hendrik Röhm beantworten unsere Fragen

Rechts: Das sind die netten Studenten Jonas, der Physik auf Lehramt studiert, und Hendrik, der Diplom-Mathematiker werden will

Diese besagt, dass die Zeit, welche man empfindet, davon abhängt, wie schnell man sich bewegt. Sie haben es uns dann so erklärt, dass wenn ein Zwilling auf der Erde bleibt, während der zweite Zwilling zum Mond fliegt und dann wieder zur Erde zurückkehrt, der Zwilling der zum Mond geflogen ist, jünger ist als der, der auf der Erde geblieben ist. Der Zwilling, der zum Mond geflogen ist, hat sich sehr schnell bewegt und hat deshalb weniger Zeit verlebt. Es gibt keine Möglichkeit die kürzer erlebte Zeit aufzuholen. Das Zurückdrehen der Zeit geht nicht, also kann man in die Vergangenheit schauen, aber in die Zukunft reisen.

Wir waren uns aber alle einig, dass die Zeit schneller läuft, wenn man etwas macht, was einem Spaß macht, und unendlich langsam verrinnt, wenn man zum Beispiel im Matheunterricht sitzt."
Bericht von Sophie

Dok Stuttgart

Links: Unser Forscherteam vor dem Naturwissenschaftlichen Zentrum II: Sophie, Vanessa, Valeria, Philip vorne sind Charlotte und Vinzenz

Rechts: Wir lassen unsere Pässe abstempeln

Lösung: GESCHICHTEerzählen

Um die Aufgabe GESCHICHTEerzählen zu lösen, besuchten die Jungforscherinnen und –forscher aus Stuttgart das Haus der Geschichte Baden-Württemberg und befragten Passanten auf der Straße so wie ihre Verwandten darüber, wie sie den Tag des Mauerfalls am 9. November 1989 erlebt haben. Die Ergebnisse der Befragung hat das Expeditionsteam in dem folgenden Bericht zusammengefasst:

Dok Stuttgart

Die Stuttgarter Forschergruppe vor dem "Haus der Geschichte" in Stuttgart

"Auf dem ersten Bild (s. oben) ist unsere Gruppe vor dem "Haus der Geschichte" in Stuttgart. Wir sind dann losgestürmt und haben Passanten vor dem Haus gefragt, wie sie den Fall der Mauer erlebt haben.

Auf dem zweiten Bild (s. unten) ist ein Paar, das einen Tagesausflug nach Stuttgart gemacht hat.

Dok Stuttgart

Interview 1: v.l.n.r. Valle, Sophie, Robert, Charlotte, Herr R. und Frau G., Vanne mit dem Mikro, Vinzenz und Philipp

Wir haben sie gefragt, was sie am 9. November 1989 gemacht haben, und Herr Herbert R. und Frau Gudrun M. erzählten, dass sie zu Hause gewesen sind und es über den Fernseher erfahren haben. Sie hätten absolute Euphorie verspürt und es war so unglaublich, dass man es nicht fassen konnte.

Auf dem dritten Bild(s. unten) sind vier Damen, die einen Ausflug nach Stuttgart gemacht haben, auch hier ist Vanne wieder die Befragerin mit Mikro. Die vier Damen hießen Ingrid, Ingrid, Elke und Sigrid. Alle waren zu Hause, als die Nachricht vom Mauerfall im Fernsehen kam. Es war wahnsinnig aufregend und man konnte es nicht fassen. Elke bedauerte ganz arg, dass ihre Mutter das nicht mehr mitbekommen hat, da sie da schon sehr krank war.

Dok Stuttgart

Interview 2: v.l.n.r. das Stuttgarter Expeditionsteam und die vier Damen Ingrid, Ingrid, Elke und Sigrid

Auf dem vierten Bild (s. unten) sind wir im Haus der Geschichte und befragen den Herrn Lange, wo er denn an jenem Tag war.

Dok Stuttgart

Interview 3: Das Team aus Stuttgart und Herr Lange im "Haus der Geschichte"

Er war am 9. November 1989 bei einem Nachbarn und hat sich ein Fußballspiel angeschaut. In der Halbzeitpause wurde kurz vom Mauerfall berichtet und er dachte, dass die Mauer mal wieder angemalt worden wäre. Dann kam nochmals eine Nachricht, dass mehr in Berlin passiert wäre und dann kamen die Tränen. Seine Vorfahren stammen aus Halle. Er war aber schon im Westen. Er war sehr traurig, dass der damalige Kanzler nichts unternommen hat. Er war überrascht, allerdings wäre es ja vorhersehbar gewesen.

Die Mama von Vinzenz war bei den Nachrichten übrigens im Hallenbad und als die Kommilitonen meinten, dass die Mauer gefallen sei, konnte sie es nicht glauben und dachte sie werde auf den Arm genommen.

Ganz viele, die wir gefragt haben, waren überrascht, konnten es nicht glauben oder waren ganz begeistert."

Lösung: ZEITreise

"Wir waren im "Haus der Geschichte" und haben uns die Zeit vor 200 Jahren vorgenommen.

Es war keine sehr lustige Zeit in Württemberg für arme Leute. Denn die Bevölkerung hatte nicht viel zu essen. In der Zeit ist dann auch das Kreuzerbrot entstanden. So um 1800 musste man in Württemberg wegen der wachsenden Armut immer kleinere Kreuzerbrote backen, die ihren Namen daher hatten, dass man sie für einen Kreuzer bekam. Der Kreuzer war damals eine Zahlungseinheit. Aber damit es Brot für einen Kreuzer auch weiterhin gab, wurden die Brote zu Brötchen und schließlich zu dem, was wir heute als Partybrötchen bezeichnen würden. Den Bauern gefiel das nicht und sie machten Krieg." (Bericht von Marc und Shari)

Lösung: ZUGeschaut

Vom 5. bis zum 7. Juli 2009 machte der Wissenschaftszug "Expedition Zukunft" einen Halt in der Landeshauptstadt Stuttgart. Um die Frage ZUGeschaut zu beantworten, besuchte das Stuttgarter Forscherteam den Science Express und fand heraus, dass im Wagen 4 des Wissenschaftszuges unter dem Motto INFO + KOGNO das Thema Das Gehirn - ein intelligenter Computer? behandelt wird. Die Lösung hat das Team fotografisch festgehalten:

Dokumentation Stuttgart

Von ihrer Besichtung des Wissenschaftszuges haben uns die Jungforscherinnen und -forscher zahlreiche weitere Bildzeugnisse zugesandt, die sie selbst für uns kommentierten:

Dokumentation Stuttgart

Links: Die Stuttgarter Jungforscher endlich angelangt im Wissenschaftszug (im Vordergrund v.l.n.r.: Vinzenz, Sophie, Chari; zweite Reihe: Philipp und Robert), nachdem sie sich zuvor etwas länger gedulden mussten...

Dok Stuttgart

...bis sie zusammen mit vielen anderen endlich die "Expedition Zukunft" im Stuttgarter Hafen begrüßen konnten...

Dok Stuttgart

...und sich schließlich an ihre ersten Experimente wagen durften.

Lösung: SONNENschule

"Wir sind in der Grundschule von Robert. Es ist die Filderschule in Degerloch. Die Solaranlage wurde 2001 als Bürgerprojekt entwickelt und eine Projektgruppe hat es dann umgesetzt.

Dok Stuttgart

Robert (links) zusammen mit Sophie und Vinzenz vor der Filderschule

Die Stadt Stuttgart stand der Photovoltaikanlage von Anfang an sehr positiv gegenüber. Das Schulverwaltungsamt sanierte dann auch noch die Dachflächen und die Stadtkämmerei trug mit einer Ausfallbürgschaft zum Gelingen des "Bürgerprojekts" bei.

Am 1. März 2001 montierten Bürger und Handwerker aus Degerloch, unterstützt von Praktikanten eines Solarenergiezentrums, die Anlage auf dem Flachdach der Grundschule. Bereits am 12. April 2001 nahm das Sonnenkraftwerk seinen Betrieb auf und liefert seitdem Strom in das Netzt der Neckarwerke Stuttgart.

Dok Stuttgart

Auf dem ersten Bild (linke Bildhälfte) sind wir auf den Turm gestiegen und haben einen tollen Blick auf Degerloch und die Solarzellen. Sie sind auf der Sporthalle (neben dem Fußballfeld) und auf dem Grundschulneubau.
Die Tafel (rechte Bildhälfte) steht vor der Schule, hier kann man sehen wie viel die Solaranlage an Strom produziert.

Dok Stuttgart

Der Blick auf Degerloch und die Solarzellen

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