"Forschungsexpedition Stadt" in Mannheim

Teamportrait
Lösung: ZUGeschaut!
Lösung: ZEITreise
Lösung: LESElust
Lösung: DENKmal!
Lösung: LEBENselexier

Teamportrait: Die Jungforscher des Kinderhauses Rosa Grünbaum, Mannheim

Die kleinen Forscher stellen sich vor:

"Wir, das sind 14 "Lernwerkstatt-Kinder" im Alter von 5–6 Jahren und 2 Erzieherinnen aus dem Kinderhaus Rosa Grünbaum in Mannheim, möchten gerne an der "Forschungsexpedition Stadt" teilnehmen.

In der Lernwerkstatt, welche ein besonderes Angebot für unsere Vorschulkinder ist, haben wir uns in diesem Jahr bereits mit unserer Stadt Mannheim beschäftigt. So haben wir u. a. eine Führung im Mannheimer Schloss, einen Stadtrundgang mit Besichtigung der Jesuitenkirche, des Rathauses und Marktplatzes unternommen.

Die Forscher des Kinderhauses Rosa Grünbaum

Die Vorschüler des Kinderhauses Rosa Grünbaum

Zudem beteiligen wir uns seit mehr als einem Jahr an der bundesweiten Initiative "Haus der kleinen Forscher", um schon sehr früh das Interesse an den Phänomenen der Naturwissenschaften und Technik zu wecken bzw. diese in kindgerechter und spielerischer Art erfahrbar zu machen. Für dieses Engagement wurde uns im Frühjahr 2009 die Plakette "Haus der kleinen Forscher" für die Dauer von 2 Jahren verliehen.

"Kinder erkunden ihre Welt wie Wissenschaftler – systematisch, konzentriert und unbeirrbar konsequent."

…und dies bereits im Kindergarten und lang davor."

Das Projektbüro "Städte im Wissenschaftsjahr 2009" freut sich über so viel Begeisterung und Engagement und ist gespannt darauf, was die kleinen Forscher aus Mannheim auf ihrer Expedition in der Quadratenstadt herausfinden werden.

Lösung: ZUGeschaut!

Zum Abschluss ihrer Forschungsexpedition besuchten die Jungforscherinnen & -forscher des Kinderhauses Rosa Grünbaum den Wissenschaftszug "Expedition Zukunft" in Heidelberg.
Über dieses Ereignis erzählen sie in ihrem folgenden Expeditionsbericht:

Die Forscher des Kinderhauses Rosa Grünbaum

Die Jungforscher des Kinderhauses Rosa Grünbaum haben ZUGeschaut!

"Am Dienstag, den 6. Oktober 2009 begaben wir uns auf unsere letzte Forschungsreise. Wir Forscherkinder hatten uns schließlich fest vorgenommen, den Zukunftsexpress zu besuchen, und genau dieser hielt nun für drei Tage in Heidelberg. Also "auf nach Heidelberg", wir bestiegen die OEG und waren nach einer längeren Fahrt schließlich am Ziel – Hauptbahnhof Heidelberg. Auf Gleis neun stand er – der SCIENCE EXPRESS – und wir waren sehr beeindruckt. Allerdings auch von der Schlange, die vor dem Zug auf Einlass wartete … Obwohl wir mit Abstand die kleinsten Forscher waren, die den Zug besuchen wollten, ließ uns niemand vor – und so warteten wir geduldig bis wir nach ca. 30 Minuten endlich einsteigen durften.

Die Forscher des Kinderhauses Rosa Grünbaum

Endlich drin!!!

Im Kinderhaus hatten wir uns gut auf unsere Forschungsreise vorbereitet. Jeder von uns bekam einen Ausstellungsführer für Kinder überreicht und in der Lernwerkstatt besprachen wir die für uns interessantesten und spannendsten Erfindungen und Forschungen. Eine davon war "Paul der Fußballroboter", der sich selbst bewegt, den Ball erkennt und fast genauso gut Tore schießen kann wie wir.

Da wir im nächsten Jahr selbst zur Schule gehen werden, waren wir natürlich fasziniert von der Vorstellung, dass es irgendwann in der Zukunft eine Schule ohne Hefte und Bücher geben könnte, die Schüler arbeiten dann alle mit einem Laptop – also einem Computer, den man mit sich herumtragen kann. Allerdings fiel uns dann ein, dass wir aber keinen Schulranzen mehr brauchen würden, und das fanden wir dann wieder nicht so toll!

Die Forscher des Kinderhauses Rosa Grünbaum

Das Expeditionsteam am Werk im Wissenschaftszug

Kann man Fieber fotografieren und weshalb sollte man dies tun?
Wir erkannten im Zug die Kamera aus unserem Heft wieder, mit der man kranke Menschen, die Fieber haben, bereits am Flughafen oder Bahnhof erkennt, bevor sie vielleicht eine Stadt oder ein Land verlassen. Das könnte wichtig sein und helfen, ansteckende Krankheiten zu erkennen, die sich rasend schnell auf der ganzen Welt verbreiten könnten.

Türen zu öffnen ohne Schlüssel – nur mit unserem Fingerabdruck? – das funktioniert bereits, aber was geschieht, wenn unsere Finger einmal schmutzig sind, was bei uns Kindern ja nicht gerade selten vorkommt …

Dafür gibt es jetzt die Erfindung des Handvenen–Scanners, dass sind die kleinen blauen Linien, die unser Blut zum Herz transportieren – das hatten wir schon beim Besuch der Blutspendezentrale (ihr erinnert euch?) gelernt – und die verlaufen bei jedem Menschen anders … Sehr interessant, oder?

Die Forscher des Kinderhauses Rosa Grünbaum

Überhaupt ist unser Körper eine ganz tolle "Erfindung", wir wussten nämlich bisher noch nicht, dass wir selbst auch Strom erzeugen können. Die Sonne kann das, das Wasser kann und auch der Wind – das wissen wir. Aber wenn Ihr nicht glaubt, dass auch wir Kinder Strom erzeugen können, nur mit unserer kleinen Hand … dann müsst Ihr den Wissenschaftszug besuchen und es ausprobieren, wir haben das schon getan und haben gesehen, dass es funktioniert!

Übrigens, wir hatten Euch ja schon geschrieben, dass wir mit der OEG nach Heidelberg gefahren sind, die OEG ist eine Straßenbahn und wir brauchten dafür natürlich eine Fahrkarte … noch … denn bei der Bahn, also der Eisenbahn, erfindet man gerade einen Fahrschein, den man mit dem Handy "kaufen" kann. Am Bahnsteig meldet man sich an einem Automat mit dem Handy an und am Ziel meldet man sich wieder ab und kann sogar sofort sehen, wie viel man für die Fahrt bezahlen muss.

Wir verabschieden uns von Euch, dass war vorerst unser letzter Forschungsbericht … aber wir sind die Kinder aus dem "Haus der kleinen Forscher" in Mannheim und Naturwissenschaften und Technik werden uns weiterhin beschäftigen, auf die für uns Kinder eigene Art und Weise – denn Kinder sind wie Wissenschaftler, sie erforschen die Welt – systematisch, konzentriert und unbeirrbar konsequent…"

Die Forscher des Kinderhauses Rosa Grünbaum

Lösung: ZEITreise

Um die Frage ZEITreise zu beantworten, haben die kleinen Forscher aus Mannheim am 21. Juli 2009 das REM – Reiss-Engelhorn-Museum besucht. Ihre Erlebnisse hat die Gruppe in folgendem Expeditionsbericht zusammengefasst:

"…ist das der König von Mannheim?"

"Nein, dies ist nicht der König von Mannheim, es ist Carl Theodor der Kurfürst… hier vor seinem riesigen Porträt im Zeughaus des Reiss-Engelhorn-Museums begann unsere Zeitreise, die uns 200 – 250 Jahre zurück in die Vergangenheit führte.

Kinderhaus Rosa Grünbaum – ZEITreise

Die Vorschüler des Kinderhauses Rosa Grünbaum bei der Beantwortung ihrer Forschungsfrage ZEITreise

Uns interessierte natürlich sehr wie die Kinder von damals lebten. Wir konnten erfahren, welchen Unterschied es machte, ein Kind reicher oder auch armer Eltern zu sein. Die Kinder der Reichen durften nicht spielen – sie lernten fast den ganzen Tag… und diese vielen Sprachen, die sie erlernen und sprechen sollten… man wusste ja nicht mit wem man später mal verheiratet wird. Die Kinder der Armen hatten aber auch sehr wenig Zeit zum Spielen – sie mussten schon sehr früh und viel arbeiten, in der Familie oder auch in den Fabriken.

Wir konnten auf Bildern sehen, wie die Familien lebten. Hier gab es ebenfalls sehr große Unterschiede zwischen Arm und Reich – und zwar größere als heute. Reiche Kinder lebten in Schlössern oder großen Häusern, mit so vielen Zimmern, dass man sich fast verlaufen konnte… Arme Kinder lebten dagegen mit ihrer gesamten Familie in nur einem einzigen Zimmer, das zugleich Küche, Bad, Wohnzimmer, Schlafzimmer und Kinderzimmer sein musste.

…was sind das für Beulen in den Kleidern…?
Wir sahen uns Kleidungsstücke der Erwachsenen und der Kinder von damals an und wunderten uns über die "Beulen", aber es war wohl modern eine sehr schmale Taille, dafür aber breite Hüften zu haben. Manche der Kleider waren so breit, dass die feinen Damen nicht durch die Tür passten und deshalb seitwärts hindurch gehen mussten… wir fanden das ziemlich lustig!

Kinderhaus Rosa Grünbaum – ZEITreise

Unsere Stadt, wie sie heute ist, kennen wir einerseits von unseren vielen Ausflügen aber auch von unserem großen Stadtplan in der Lernwerkstatt. Nun haben wir im Museum eine alte Stadtkarte von Mannheim gesehen, auf der die Quadrate wie sternenförmig vor dem Schloss lagen…und Mannheim war noch "so klein"…

"Klein aber Fein" …apropos Quadrate… im Quadrat T6 erfand und entwickelte Carl Benz das erste Automobil. Ein Modell davon steht auch im Museum und es war ganz besonders toll, dass dieses auch zum Anfassen und Aufsteigen für uns da war."

Kinderhaus Rosa Grünbaum – ZEITreise

Lösung: LESElust

Am 24. Juli 2009 gingen die Jungforscher des Kinderhauses Rosa Grünbaum auf ihrer zweiten Expeditionstour die Aufgabe LESElust an. Was sie dabei und während ihres Besuches der Mannheimer Kinder/Jugendbibliothek erlebten schildern sie selbst:

"Was ist ein Gedicht?
"…ein Gedicht ist so was wie ein Reim…" Lilly (5 Jahre)

Unsere 2. Stadtexpedition führte uns am 24. Juli 2009 in die Kinder– und Jugendbibliothek in Mannheims Innenstadt.

Bei unserer Ankunft begrüßte uns die Bibliothekarin Frau Harling recht herzlich und führte uns direkt in die 1. Etage des "Dalberghauses". In diesem Haus hatte also einst der Herr von Dalberg gelebt, er war damals der erste Intendant – also Theaterleiter oder "Chef" des Mannheimer Nationaltheaters.

Kinderhaus Rosa Grünbaum – LESElust

Die Jungforscher des Kinderhauses Rosa Grünbaum vor der Bibliothek und vor dem Schiller Denkmal in Mannheim

Auch Friedrich Schiller arbeitete für eine gewisse Zeit am Mannheimer Nationaltheater als Theaterdichter und schrieb Theaterstücke… manchmal schrieb er aber auch Gedichte. "Der Handschuh" ist eines seiner Gedichte, und es handelt von einem Ritter, der unglücklich in Fräulein Kunigund verliebt ist… wie einst der Herr Schiller in Mannheim, die Dame aber hieß Charlotte…

Zurück zu "unserem" Handschuh – was war das wohl für ein Handschuh? Wir hörten, es war der Handschuh einer feinen Dame, die zu jener Zeit damit zeigte:
"Seht her, ich muss nicht mit meinen Händen arbeiten, das Putzen, Waschen, Kochen und Nähen übernehmen Andere für mich!"

Frau Harling begann vorzulesen und zeigte uns die vielen schönen Bilder dazu. Wir merkten bald, dass die Sprache damals auch ein bisschen eine andere war und stellten beispielsweise fest, dass der "Leu" ein Löwe ist. Schillers Gedicht interessierte uns sehr und deshalb verfolgten wir gespannt und aufmerksam das Geschehen darin.

Im Anschluss besuchten wir gemeinsam mit Frau Harling den Dalbergplatz in N2 mit dem Denkmal und liefen anschließend weiter zum Schillerdenkmal in B3. Hier verabschiedeten wir uns von Frau Harling, doch bevor sie ging, verriet sie uns noch, dass das Haus in dem Friedrich Schiller in Mannheim gelebt hatte, nicht mehr weit von hier war... Nach einem kleinen Picknick spazierten wir also noch zum Wohnhaus von Schiller und traten von dort den Rückweg ins Kinderhaus an.

Mit den vielen tollen Fotos könnt Ihr unseren Ausflug in die Zeit von Friedrich Schiller vielleicht ein bisschen nacherleben…"

Kinderhaus Rosa Grünbaum – ZEITreise

Lösung: DENKmal!

Die Jungforscherinnen und Jungforscher des Kinderhauses Rosa Grünbaum besuchten am 28. Juli 2009 den Mannheimer Wasserturm, um die Frage DENKmal! zu beantworten. Was sie dort erlebten und welche Geschichten über den Wasserturm sie erfuhren, darüber berichten sie in ihrer Dokumentation:

"Wie kommt das Wasser in den Hahn?"

"Fast jeder Mannheimer kennt den Wasserturm von außen, aber nur wenige haben schon einmal "hinter seine Fassade" schauen und ihn besichtigen können. Auch wir kannten den Wasserturm, schließlich schmückt sein Bild unser Bauzimmer, aber warum hat man ihn eigentlich gebaut?

Um das zu erkunden, sind wir am Dienstag, den 28. Juli 2009 zu dem "Mannheimer Wahrzeichen" schlechthin – dem Wasserturm – aufgebrochen.

Kinderhaus Rosa Grünbaum – LESElust

Die Jungforscherinnen und Jungforscher des Kinderhauses Rosa Grünbaum vor dem Mannheimer Wasserturm

Was ist eigentlich ein "Wahrzeichen"?
Mit dieser Frage begann auch unsere Führung. Herr Pichota erklärte uns, dass ein Wahrzeichen ein sehr bekanntes, bedeutsames und meist auch sehr schönes Gebäude einer Stadt sei. Bekannt und schön fanden wir den Wasserturm schon, aber warum war er denn so wichtig?

Früher mussten die Menschen ihr Wasser mit Eimern aus tiefen Brunnen schöpfen. Das war sehr mühsam. Hinzu kam, dass das Wasser durch die langen Transportwege oft nicht mehr ganz sauber war. Auch die Einwohnerzahl Mannheims wuchs vor ca. 100 Jahren sehr schnell. Immer mehr Menschen benötigten Wasser. Um dieses Problem zu lösen und alle Einwohner mit sauberem Wasser versorgen zu können, benötigte man erst einmal Wasserleitungen.

Kinderhaus Rosa Grünbaum – LESElust

Das Mannheimer Wahrzeichen – der Wasserturm

Es war zusätzlich nötig, einen Wasserturm mit einem Hochbehälter zu bauen. Dieser diente einerseits als Vorratsbehälter. Vor allem aber drückte das viele schwere Wasser im Behälter von oben so stark auf das Wasser in den Leitungen, dass es an den anderen Enden sogar nach oben gedrückt wurde. So war es erstmals möglich, alle Häuser Mannheims mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Und weil der Wasserturm ca. 60 m hoch ist, gelang das zum ersten Mal auch in Hochhäusern.

Der Vorratsbehälter ist riesengroß. Wie groß genau, konnten wir nur erahnen, als uns Herr Pichota erzählte, dass er in dem Wasserbehälter mit einem Paddelboot unterwegs war, um ihn zu reinigen! Das fanden wir lustig und einige von uns hätten das sicher auch gerne gemacht.

Kinderhaus Rosa Grünbaum – LESElust

Das Forscherteam des Kinderhauses Rosa Grünbaum mit Herrn Pichota bei der Führung im Wasserturm

Wir betrachteten auch viele Bilder, welche die wichtigsten Punkte in der Geschichte des Wasserturms zeigten, z. B. das Einweihungsfest 1889 oder die Zerstörung im 2. Weltkrieg 1943. Zuerst überlegte man, ob man ihn nicht ganz abreißen und moderner bauen sollte. Weil er den Mannheimer Bürgerinnen und Bürgern aber so gefallen hatte, beschloss man ihn originalgetreu wiederherzustellen. Der Wasserturm bekam ein provisorisches Dach, welches "ein bisschen wie ein Hut" aussah.

Auf der Spitze des Wasserturmdaches steht eine Skulptur der Amphitrite. Das ist die Frau des Meeresgottes Poseidon. Und auch vor und hinter dem Wasserturm konnten wir nach der Führung noch viel Wasser und Wasserspiele entdecken. Besonders schön sind diese an (Wochenend-)Abenden anzusehen, denn dann werden die vielen Fontänen bunt angeleuchtet.

Viele Grüße aus Mannheim – mit dem schönen Wasserturm – senden Euch die kleinen Forscher aus dem Kinderhaus Rosa Grünbaum!"

Lösung: LEBENselexier

Kann ich mein eigenes Blut für einen anderen Menschen spenden?
…und wie könnte das funktionieren?...

"Genau diesen und noch vielen weiteren Fragen zum Thema "Blut" waren wir heute, am Mittwoch, den 05. August 2009 auf der Spur. Bei der Lösung unserer Fragen wollten uns Dr. Stötzer und zwei seiner "Schwestern" vom DRK Blutspendedienst unterstützen.

Kinderhaus Rosa Grünbaum

Zuerst fragte er uns, ob wir denn schon wüssten, wie das Blut durch unseren Körper fließt – und ob wir das wussten… in den Adern natürlich – …und die gehen dann ins Herz und ins Gehirn… (Lucas 5 Jahre). Er zeigte uns auf einem großen Bild, dass es blaue und rote "Bahnen" in unserem Körper gibt und erklärte uns auch, warum es diese gibt. Auf den "Roten" wird das Blut wegtransportiert von unserem Herz und auf den "Blauen" wird das Blut hintransportiert zu unserem Herz.

Warum ist das Blut rot? –auch darauf wusste Dr. Stötzer eine Antwort. In unserem Blut gibt es also kleine "Frisbee-Scheiben" und die sind rot… das ist nur Spaß! Aber unsere Blutzellen sehen unter dem Mikroskop wirklich wie kleine rote Frisbee-Scheiben aus, und in den Zellen ist der rote Farbstoff für unser Blut. Diese roten Blutzellen könnten wir auch Sauerstofftransporter nennen, das war lustig! Es ist aber wahr, denn sie transportieren für uns den Sauerstoff – den wir brauchen, um Luft zu bekommen. Dr. Stötzer zeigte uns auch hier ein großes Bild, auf dem wir das genau sehen konnten, aber das war nicht alles… er zeigte uns nun sogar echtes Blut, verpackt in einem kleinen Beutel, fertig zum Spenden. Einige von uns können sogar schon Buchstaben lesen, und auf diesem Beutel stand "AB".

Kinderhaus Rosa Grünbaum

Dr. Stötzer zeigt dem Forscherteam des Kinderhauses Rosa Grünbaum eine Blutkonserve

Was bedeutet AB?
Wir erfuhren, dass man sein eigenes Blut also tatsächlich für einen anderen Menschen spenden kann, aber es muss auch "passen", denn es gibt verschiedene Blutgruppen.
"A, B, AB und…?" fragte Dr. Stötzer. "C" riefen einige von uns stolz – aber das war leider nicht richtig… "0" heißt die 4. Blutgruppe.

Wie kommt aber jetzt das Blut aus unserem Körper in diesen Beutel?

Kinderhaus Rosa Grünbaum

Dr. Stötzer bei der Blutabnahme

Dies zeigte uns Dr. Stötzer jetzt an sich selbst. Sein Arm wurde mit dem "Stauer" abgebunden und wir durften seinen Arm auch einmal anfühlen, während sich sein Blut staute. Schwester Nadine durfte ihn nun "stechen" und ihm ein wenig Blut abnehmen. Wir konnten ganz genau sehen, wie das Blut durch den kleinen Schlauch lief und in einem Röhrchen aufgefangen wurde, bei einer größeren Menge, wie beim Blutspenden, benutzt man dann auch einen kleinen Plastikbeutel.

Anschließend bekam Dr. Stötzer einen kleinen Tupfer und ein Pflaster auf die Einstichstelle. Nach kurzer Zeit hörte es auf zu bluten und nun erklärte er uns auch noch, weshalb dies so schnell funktioniert… es gibt in unserem Blut nämlich auch einen "Kleber", der von allein dafür sorgt, dass die Blutung aufhört. Auch diesen "Kleber", der eigentlich aus Blutplättchen besteht, duften wir in einem kleinen Plastikbeutel ganz genau betrachten. Zum Schluss wünschte sich Dr. Stötzer, dass alle Kinder ihn wieder besuchen, wenn sie 18 Jahre alt geworden sind – nämlich zum Blutspenden!"

Zurück zur Übersicht