"Forschungsexpedition Stadt" in Mannheim

Teamportrait
Lösung: DENKmal!
Lösung: GESCHICHTEerzählen
Lösung: LEBENSelexier
Lösung: LESElust
Lösung: RELATIVrätsel
Lösung: SEKUNDENweltreise
Lösung: ZAHLENspiel
Lösung: SONNENschule
Lösung: ZEITreise
Pressestimme

Teamportrait: Expeditionsteam der Klasse 10a, Lessing–Gymnasium Mannheim

Wir über uns:
"Wir sind die Klasse 10a des Lessing–Gymnasiums Mannheim. Unsere Klasse besteht aus 25 Schüler(innen) – im Moment mit tatkräftiger Unterstützung einer französischen Austauschschülerin – zwischen 14 und 15 Jahren. Wir wurden dieses Jahr aus zwei Klassen neu zusammengesetzt. Als sprachlicher Zug befinden wir uns im zweiten Lernjahr Französisch, haben also bereits ein wenig "savoir vivre" kennengelernt. Wir sind der erste G8-Zug und begrüßen daher ein solch spannendes und interessantes Projekt als Abwechslung zum Schulalltag. Unsere Hobbies reichen von Fußball und Reiten bis hin zu Zeichnen und Lesen. Stars, Mode und Musik, die das Leben eines jeden Jugendlichen prägen, gehören natürlich auch dazu. Warum wir an diesem Projekt teilnehmen? Ganz einfach!

Wir wollen Mannheim als künftige Kulturhauptstadt Europas im Jahre 2020 auf eigenen Wegen erkunden, selbst besser kennenlernen und unsere Heimatstadt in die Welt hinaus tragen. Wir wollen nicht nur Dinge wie den bekannten Wasserturm als Wahrzeichen Mannheims, sowie das drittgrößte Barockschloss Europas vorstellen, sondern auch auf die kleinen Details unserer Stadt, die sie so besonders machen, hinweisen, wie zum Beispiel auf den quadratischen Stadtplan oder unsere schönen Parks.

Wir freuen uns sehr, am Projekt "Forschungsexpedition Stadt" teilzunehmen, und sind gespannt darauf, neue Ecken unserer Stadt zu entdecken. Wie der Mannheimer zu sagen pflegt: "Man sieht sich!"

9a Mannheim

Die 9a des Lessing-Gymnasiums Mannheim

Das Projektbüro "Städte im Wissenschaftsjahr 2009" wünscht der 10a viel Spaß bei ihrer gemeinsamen "Forschungsexpedition Stadt" und freut sich bereits jetzt schon auf viele "kleine Details" Mannheims.

Lösung: DENKmal!

Das Expeditionsteam besuchte den Mannheimer Wasserturm und den anschließenden Friedrichspark. Dort konnten sie die Frage DENKmal! lösen und wie folgt dokumentieren:

"Zu unserer Besichtigung des Wasserturms und des Friedrichsparks werden wir von Herrn Dürr empfangen, der uns zuerst etwas über die Geschichte des Turms erzählt.

9a Mannheim

Der Mannheimer Wasserturm

1882 wurde aufgrund katastrophaler hygienischer Bedingungen beschlossen, einen Wasserturm als Wasserreservat für Engpässe zu bauen. Baubeginn war 1886 unter Gustav Halmhuber, nach 3 Jahren Bauzeit wurde er 1889 in Betrieb genommen.

9a Mannheim

Das Expeditionsteam am Wasserturm

Der Wasserturm fasst 2.000 Kubikmeter und entwickelt durch den Wassertank auf ca. 32 Meter Höhe einen Druck von 3 Bar. Die Gesamthöhe des Wasserturms beträgt 66 Meter inklusive der Statue einer griechischen Seegöttin auf seinem Dach.

9a Mannheim

Die Jungforscherinnen und –forscher im Wasserturm mit Herrn Dürr

Während des 2. Weltkriegs wurde das Dach des Wasserturms zerstört und erst 1962 aufgrund eines Bürgerbegehrens nach altem Vorbild wieder aufgebaut. 1984 wurden die Fontänen im Friedrichspark installiert, somit ist der Wasserturm mit dem Friedrichspark und den umliegenden Gebäuden die größte Jugendstilanlage Deutschlands, das gesamte Areal steht unter Denkmalschutz.

9a Mannheim

Schematische Darstellung des Wasserturms

Dieses Jahr feiern wir das 120. Jubiläum des Wasserturms."

Lösung: GESCHICHTEerzählen

Am 21. Juli 2009 besuchten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a das Stadtarchiv in Mannheim. Dort befragten sie Professor Meissner, um die Aufgabe GESCHICHTEerzählen zu beantworten:

"Die dienstägige Forschungsexpedition begann mit einem Besuch im Stadtarchiv, welches sich in den Räumen des Collini–Centers befindet. Dort erwartete uns Professor Meissner, ehemaliger Präsident des Verwaltungsgerichtshofs Baden–Württembergs und Lessing–Schüler, der uns einiges zu erzählen hatte.

Seine Erzählung begann im Jahr 1977. Anfangs schilderte er uns, dass er als Musiker am Mannheimer Nationaltheater tätig war und eines Tages Künstler aus der DDR nach Mannheim kamen. Es entstand sofort eine Freundschaft mit einem der Musiker, einem Bratscher, die bis heute anhält. Als jedoch die Aufenthaltsgenehmigung der DDR–Musiker abgelaufen war, wollte der Freund in Mannheim bleiben. Professor Meissner war allerdings entschieden dagegen und zwang förmlich seinen neu gefundenen Freund, zurück in die DDR und damit gleichzeitig auch zu seiner Familie zu gehen. Dies tat dieser dann auch.

Nach diesem Ereignis verging etwas Zeit bis wir an unserem nächsten Zeitstopp angelangt sind. Dann nämlich, als die ungarischen Grenzen geöffnet worden sind und viele DDR–Bürger, darunter auch Söhne des Bratschers, die Flucht über die Tschechoslowakei und Ungarn in den Westen ergriffen. Diese beiden jungen Männer standen dann eines Tages bei Professor Meissner vor der Tür und baten um kurzen Aufenthalt, bevor sie in das nahegelegene Dannstadt bzw. das ferne London aufbrachen. In dieser Zeit folgten auch immer wieder unregelmäßige Besuche bei dem Bratscher und seiner Frau in Ostberlin. Und auch am 5. November 1989, einem historischen Tag, besuchte Professor Meissner seinen Freund und dessen Frau. Zu diesem Zeitpunkt fand ein Volksaufstand in der DDR statt, aufgrund dessen die Eheleute eine Niederschlagung der Demonstrationen durch sowjetische Truppen fürchteten. Als sie sich weinend in den Armen lagen, fielen Sätze wie "Rettet unsere Söhne, wir werden sie nie wieder sehen". Das war zu diesem Zeitpunkt die Denkweise vieler DDR–Bürger. Doch es sollte anders kommen. Am 9. November 1989 nämlich wurden die Grenzen geöffnet und es war wie für Professor Meissner, der dieses historische Ereignis über eine Sondermeldung aus dem Radio erfuhr, ein Freudentag für (fast) alle Deutschen. Und als die Grenzwächter dem Volksdruck nachgaben, strömten Massen von DDR–Bürgern in den Westen. Vorausgegangen war eine Meldung aus der SED–Zentrale, die falsch veröffentlicht wurde. Günter Schabowski gab fälschlicherweise bekannt, dass die Grenzen sofort geöffnet würden, dabei sollte dies erst am nächsten Tag geschehen.

10a Mannheim

Das Forscherteam im Stadtarchiv Mannheim

Die Mutter der nach Dannstadt bzw. London ausgereisten Söhne wollte diesem "Spuk" nicht so recht glauben und dachte, dass die Situation nur vorübergehend so sei und sich diese bald wieder zum Schlechten hin ändern würde. Doch es kam anders. Nachdem sich auch die Frau des Bratschers von der Grenzöffnung überzeugt hatte, fuhr sie ohne jegliches Gepäck mit einem Nachtzug nach Mannheim, nachdem sie sich Geld eines flüchtig bekannten Westberliners geliehen hatte. Nach der Ankunft bekam die Mutter ihre Söhne sofort wieder zu Gesicht und so wurde kurz vor der politischen Wiedervereinigung die Familie wiedervereinigt. Genau sechs Tage nachdem sie glaubte, ihre Söhne nie wieder zu Gesicht zu bekommen, lag sich nun die Familie weinend in den Armen.

Nach der Grenzöffnung erfolgte auch die Demokratisierung der DDR, welche mit freien Wahlen im März 1990 begann. Professor Meissner selber war zu diesem Zeitpunkt vor Ort in Ostberlin. Bei diesen ersten freien Wahlen wurde die CDU mit 40% stärkste Kraft vor der SPD (28%). Doch trotz der Demokratisierung der DDR konnte die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten nicht länger auf sich warten. Am 3. Oktober 1990, unserem heutigen Nationalfeiertag, gab es nur noch ein Deutschland.

Doch hiermit ist die Geschichte unseres Professors nicht beendet, denn es stand eine neue große Aufgabe bevor: der komplett neue Aufbau von fünf verschiedenen Bundesländern. Im Jahr 1992 begann die Zeit des Professor Meissner als sächsischer Verfassungsrichter. Eine schwierige und ungewohnte Aufgabe, wie Professor Meissner selbst sagt, bei der es auch Gedanken des völligen Abbruchs gab. So weit kam es allerdings nicht. Jedoch war es beispielsweise schwierig für Professor Meissner, dass er seine Familie nur noch an Wochenenden zu Gesicht bekam und die übrige Zeit in Sachsen, hautsächlich im neu aufzubauenden Oberverwaltungsgericht in Bautzen nahe der polnischen Grenze verbrachte. Der Aufbau selbst verlief verhältnismäßig langsam, da keine richtigen Gerichte oder andere wichtige Gebäude vorhanden waren. Man musste zum Beispiel der ostdeutschen, in diesem Fall der sächsischen Bevölkerung, das demokratische Denken zurückgeben. Denn vorher galt: "Was der Staat sagt, ist Gesetz!" Dies sollte sich nun ändern, was nur allmählich geschah. Die neuen Bundesländer schrieen nach westlichen Arbeitskräften, Sachsen hatte hierbei eine Partnerschaft mit Bayern und Baden–Württemberg aufgebaut.

1996 beendete Professor Meissner seine Arbeit als sächsischer Verfassungsrichter und kehrte nach Mannheim zurück. Er sah seine Arbeit als vollendet an und fasste daher den Entschluss, in seinen Geburts– und Heimatort zurückzukehren. In Mannheim selbst war er dann noch sieben Jahre Verwaltungsrichter. Heute ist das Bundesland Sachsen ein Vorzeigeland unter den "neuen" Bundesländern, welches Professor Meissner mit seiner Arbeit half aufzubauen. Uns wurde mit dieser beeindruckenden Lebensgeschichte ein persönlicher Einblick in die Wendezeit verschafft, der sehr interessant war." (Bericht von Aaron, Jannik und Sebastian)

Lösung: LEBENSelexier

Die Jungforscherinnen und –forscher besuchten am 22. Juli 2009 das Institut für Transfusionsmedizin und Immunologie in Mannheim. Dort konnten sie die Frage LEBENSelexier lösen und die gewonnen Ergebnisse im folgenden Bericht zusammenfassen:

"Anfangs erklärte uns Herr Stötzer, der zuständige Arzt, in der Theorie die Zusammensetzung und Aufgaben des Blutes:

Blut besteht aus roten Blutkörperchen (Erythrozyten), weißen Blutkörperchen (Leukozyten), Blutplättchen (Thrombozyten) und dem Blutplasma, welches zu 90% aus Wasser besteht. Der Stoff, welcher das Blut rot färbt, heißt Hämoglobin. Die Erythrozyten sind für den Sauerstofftransport, die Leukozyten für die Abwehr von Krankheitserregern und die Blutplättchen für die Blutgerinnung zuständig. Es gibt auch Menschen mit Blutarmut (Anämie). Diese haben einen Mangel an Erythrozyten. Die Bluterkrankheit (Hämophilie) ist erblich bedingt und tritt meist bei Männern auf, denen ein Gerinnungsfaktor fehlt.

10a Mannheim

Bei der Blutentnahme

Nun aber zur Bluttransfusion. Dabei kann ein Mensch aber nicht jedem beliebigen Anderen Blut spenden, sondern nur einem, der die gleiche Blutgruppe besitzt. Zur Sicherheit wird vor der Blutübertragung eine sogenannte Kreuzprobe durchgeführt. Dabei werden Blutserum des Empfängerblutes und die roten Blutkörperchen des Spenderblutes vermischt. Wenn dabei keine Zusammenballung der roten Blutkörperchen festzustellen ist, darf eine Blutübertragung durchgeführt werden. Dies ist der erste Schritt der Blutentnahme.

Darauf folgt die Desinfektion der späteren Einstichstelle. Durch die Stauung des Blutes wird eine Vene besser sichtbar gemacht und die Arzthelferin sticht mit einer Entnahmenadel in diese hinein. Zuerst wird ein kleiner Beutel für die Untersuchungsröhrchen mit Blut gefüllt und dann ein halber Liter Blut entnommen. Gleich nach der Blutentnahme wird die Nadel entfernt und ein Pflaster über die Einstichstelle geklebt. Jetzt sollte sich der Kreislauf wieder stabilisieren und man hat einem anderen Menschen geholfen – vielleicht sogar das Leben gerettet.

Voraussetzung für eine solche Bluttransfusion ist, dass man zwischen 18 und 68 Jahren ist und keine gesundheitlichen Beschwerden hat. Außerdem haben Erythrozyten eine Haltbarkeit von 35 Tagen, das heißt es werden immer neue Spender und Spenderinnen gesucht. Vor allem aber auch deshalb, weil die Bevölkerung altert und eine Bluttransfusion meist bei Behandlungen von Krankheiten nötig ist, die im Alter auftreten."

Lösung: LESElust

Am 26. Juli 2009 machte sich das Forscherteam auf zur Stadtbibliothek Mannheim, um dort nach einem heimischen Autor zu forschen:

"Die erste Station unserer Expedition war die Mannheimer Stadtbibliothek und nachdem sich unsere gesamte Klasse davor versammelt hatte, konnte es endlich losgehen.

Zunächst begrüßte uns Frau Nölte, eine motivierte, nette Bibliothekarin, und gab uns eine kurze Einführung, in der wir interessante Dinge über die Bibliothek erfuhren. Neben der Zentralbibliothek gibt es noch eine Musik– und Kinderbibliothek ebenso einen "Bücher–Bus", in dem man auch diverse Bücher ausleihen kann. Aber nicht nur Bücher und Zeitschriften, sondern auch CDs und Videofilme können ausgeliehen werden.

10a Mannheim

Besichtigung der Stadtbibliothek Mannheim (v. l. Angela, Gloria, Isabel und Chiara )

"Wir wollen mit der Zeit gehen!" erklärte uns Frau Nölte, was sich auch für den elektrischen Bibliothekskatalog sagen lässt, mit dessen Hilfe man nach bestimmten Büchern suchen kann. Das Ausleihen von Büchern ist für Jugendliche unter 18 Jahren kostenlos und Schüler können am sogenannten TIBB (Text – Information – Bibliothek – Beratungs – Punkt) sogar ganz individuelle Unterstützung und Beratung für Referate, Klassen– und Seminararbeiten erhalten – ließ uns Frau Nölte wissen.

Nach diesem theoretischen Teil folgten einige praktische Aufgaben rund um den Dichter Friedrich Schiller. Dieser, der 1759 in Marbach geboren worden ist, jedoch viele Jahre in Mannheim lebte, prägte unsere Stadt unter anderem mit der Uraufführung der "Räuber" im Nationaltheater 1782.

Bekanntes Zitat: "Wer nichts fürchtet, ist nicht weniger mächtig als der, den alles fürchtet."

10a Mannheim

Beschäftigung mit den Werken Schillers in der Stadtbibliothek Mannheim (v. l. Gloria, Chiara, Isabel und Angela )

Nachdem wir auf der Suche nach Schillers Werken zahlreiche Bücherregale auf den Kopf gestellt hatten, begaben wir uns nun nach draußen, um eine Passantenbefragung zu starten. Mit der Frage, ob auch heute noch der bekannte Dichter auf den Straßen Mannheims in Erinnerung sei, machten wir die Mannheimer Innenstadt unsicher. Rund 37% aller Befragten (von 100 Personen) konnten uns mit der richtigen Antwort "Schiller" überzeugen. Die Mehrheit allerdings, die übrigen 63%, gerieten stark ins Grübeln und konnten uns keine vernünftigen Angaben machen."(Bericht von Isabel, Angela, Chiara und Gloria)

Lösung: RELATIVrätsel

Das Expeditionsteam besuchte die Hochschule Mannheim. Dort konnten sie die Frage RELATIVrätsel beantworten:

"Am 21. Juli 2009 besuchte unsere Klasse im Auftrag der "Forschungsexpedition Stadt" die Hochschule Mannheim, um herauszufinden, ob Physikstudenten die Relativitätstheorie in 3 Sätzen erklären können. Dort erwartete uns ein Mitarbeiter der Fakultät für Physik statt der 3 Physikstudenten. Dieser hielt zu allererst einen Vortrag über die von Albert Einstein Anfang des 20. Jahrhunderts formulierten Relativitätstheorie, welche das Verständnis von Raum und Zeit grundlegend veränderte. Daraufhin wurden wir ebenfalls vom Mitarbeiter der Fakultät über den Campus geführt und bekamen einen Einblick in die Hochschule Mannheim.

Als erstes erklärte uns der Mitarbeiter der Fakultät, dass die Relativitätstheorie ein sehr komplexes, mathematisch als auch physikalisch kompliziertes und schwieriges Thema ist. Aus diesem Grund kann man sie nicht in 3 Sätzen zusammenfassen, da man sonst die Hälfte weglassen müsste.

Der Mitarbeiter der Fakultät erläuterte uns jedoch folgendes:
Der Begriff Relativitätstheorie umfasst nämlich eigentlich zwei Theorien. Zum einen die "Spezielle Relativitätstheorie", die Bewegung im gravitationsfreien Raum beschreibt und die weltberühmte Formen l = mc² beinhaltet. Zum anderen die "allgemeine Relativitätstheorie", die Gravitation als ein Phänomen erklärt, das durch die Krümmung der Raumzeit entsteht.

10a Mannheim

Doch was versteht man unter "Raumzeit"?

Die lässt sich anhand eine Beispiels gut erklären: Angenommen, man will einen Ort genau bestimmen, so kann man dies in einem einfachen Koordinationssystem sehr einfach machen, indem man die Richtung und die Distanz angibt. Dann könnte dies in etwa so heißen: "Laufe zwei Meter nach Osten und grabe dort 3 Meter tief!" Somit hat man den Ort in einem dreidimensionalen Koordinationssystem angegeben. Einstein fügte jedoch noch einen weiteren Faktor hinzu, nämlich die Zeit.

Die ist ja an für sich kein Problem. Dann hieße es eben: "Laufe zwei Meter nach Ostern, grabe dort 3 Meter und warte 10 Minuten!" Angenommen man würde sich jedoch fast so schnell wie Licht (Lichtgeschwindigkeit ca. 300.000 km/s) bewegen, ändern sich die Dinge seltsamerweise. Denn je schneller man sich bewegt, umso langsamer läuft eine Uhr im Verhältnis zu jemandem, der sich nicht bewegt. Denn Zeit (und das gilt für alles, das sich bewegt) ändert sich. Und genau aus diesem Grund, da Raum und Zeit nicht mehr zwei getrennte Dinge sind, führt Albert Einstein die so genannte "Raumzeit" ein. Die ist eine der wichtigsten Erkenntnisse, die in der Relativitätstheorie beschrieben werden.

Nach dem Vortrag des Mitarbeiters der Fakultät besichtigten wir noch den Campus der Hochschule Mannheim, welcher aus 9 Fakultäten besteht, die rund 4.300 Studierenden zur Verfügung stehen. Nämlich: Biotechnologie, Elektrotechnik, Gestaltung, Informatik, Informationstechnik, Maschinenbau, Soziawesen, Verfahrens– und Chemietechnik und Wirtschaftsingenieurwesen.

Insgesamt war es ein sehr schöner Besuch, besonders, da wir die Möglichkeit hatten die verschiednen Fakultäten zu besichtigen und einen Eindruck von der Arbeit im Labor bekamen. Darüber hinaus war der Vortrag des Mitarbeiters der Fakultät sehr interessant, wobei es uns etwas schwer fiel, ihm zu folgen, da man gemerkt hat, dass er normalerweise zu Studenten spricht."

Lösung: SEKUNDENweltreise und ZAHLENspiel

Das Expeditionsteam besuchte die Universität Mannheim. Dort konnten sie die Fragen SEKUNDENweltreise und ZAHLENspiel beantworten. Ihre Lösungen haben sie in folgendem Video zusammengefasst:

Lösung: SONNENschule

Um die Frage SONNENschule zu lösen, trafen sich die Jungforscherinnen und –forscher mit zwei Vertretern der Klimaschutzagentur Mannheim. Ihre Projektergebnisse und Berechnungen fassten die Schülerinnen und Schüler im folgenden Bericht zusammen:

"Wie viel elektrische Energie pro Quadratmeter und Jahr könnten erzeugt werden, wenn man das Dach unserer Schule mit Solarzellen ausstatten würde? Um dies herauszufinden, trafen wir – die Klasse 9a des Lessing–Gymnasium Mannheims – uns mit dem Dipl.–Ing. Timo Gensel und dem Dipl.–Geogr. Timo Spagerer von der Klimaschutzagentur Mannheim. Diese versucht das Bewusstsein für den Klimaschutz in der Bevölkerung zu stärken und Energieeinsparung, Energieeffizienz und den Ausbau erneuerbarer Energien zu erreichen. Sie wird in Aktionen, Broschüren und Kampagnen präsentiert und die Beratung findet auf einer kostenlosen Basis statt.

10a Mannheim

Unsere Schule: das Lessing–Gymnasium in Mannheim

Die Reserven des Weltenergieverbrauchs werden immer knapper. Die Reserven des Erdgases werden innerhalb der nächsten 60 Jahre, Erdöl in 30 Jahren und Uran in 20 Jahren aufgebraucht.

Je flacher der Einfallswinkel, der von dem Breitengrad abhängigen Einstrahlungsintensität ist, desto geringer ist die Energiedichte und desto größer sind die Verluste in die Atmosphäre. Die Energie der Sonne ist ungleich verteilt. Am Äquator misst man 2.500 Kilowattstunden pro m². Die Energiedichte am Nordpol bzw. am Südpol ist wegen dem längeren Weg durch die Atmosphäre wesentlich geringer. Mit einer gewonnen Kilowattstunde könnte man 17 Stunden lang eine 60 Watt–Glühbirne betreiben, 30 Minuten eine Herdplatte heizen oder 1 km Auto fahren. Jeder Haushalt in Deutschland verbraucht im Schnitt 10 Kilowattstunden pro Tag.

10a Mannheim

Die Abbildung zeigt, wie viel Energie die Sonne in Deutschland pro Jahr und m² anstelle von anderen Energiequellen liefert

Sonnenenergie kann durch Solarthermie oder Photovoltaik genutzt werden. Bei Solarthermie erhitzt die Sonne Wasser in einem Rohr, welches zirkuliert und für Heizung und Warmwasser genutzt werden kann. Von 100 Kilowattstunden Solarenergie lassen sich 300–600 Kilowattstunden Wärme nutzen. Bei Photovoltaik wird der Strom direkt aus Photovoltaik–Modulen (Solarzellen) erzeugt. Von 100 Kilowattstunden Solarenergie lassen sich jedoch nur 100–150 Kilowattstunden Strom nutzen.

Auch wenn die Energiepreise ständig angezogen werden, wird durch die Sonne mittels Photovoltaik–Anlage Strom produziert, ohne dass höhere Kosten entstehen. Die Nutzung der PV–Anlage an sich stellt daher einen großen Vorteil dar. Die Erzeugung der sauberen Energie trägt auch zur CO2 – Minderung bei. Jedoch bringen die Solarmodule nach 20 bis 25 Jahren nur noch etwa 80 Prozent der ursprünglichen Leistung und die Investitionskosten in eine PV–Anlage sind sehr hoch, was einen sehr großen Nachteil darstellt. Der höchste Ertrag der Solarzellen ist tagsüber und im Sommer, während der Hauptbedarf aber nachts und vor allem auch im Winter ist.

10a Mannheim

Die bunt markierten Flächen zeigen, welche Bereiche als Montagefläche der Solarzellen genutzt werden könnten (ohne Verlust durch Schatten oder sonstiges)

Bei der Planung und Installation der Module muss besonders sorgfältig gearbeitet werden. Um die Fläche optimal zu nutzen muss bedacht werden, dass durch Bäume, Dächer anderer Gebäude, Schornsteine und Blitzableiter Schatten entsteht. Optimal werden die Solarzellen in südlicher bzw. südwestlicher Lage in einer Neigung von 30° angebracht. Würde man das Dach unserer Schule mit Solarzellen ausstatten, würde sich der Ertrag der Anlage auf 81 Kilowattstunden pro m² berechnen. Darin werden die Faktoren Fläche, Ausrichtung und Dachneigung mit einbezogen. Der Gewinn der sich daraus pro Jahr errechnet bezieht sich bei einer Höhe der Einspeisevergütung von 43,01 Cent pro Kilowattstunde auf 10.451,43 €.

10a Mannheim

Anhand dieser Darstellung lässt sich der erzielbare Ertrag der Sonnenstrahlenenergie ablesen. Dieser ist abhängig von der Ausrichtung (Dachneigung und Himmelsrichtung)

Im Zuge der globalen Wirtschaft und der staatlichen Förderungen der PV–Anlagen werden zunehmend preiswerte Solarzellen aus Fernost hier in Deutschland eingesetzt, was weiterhin zur Senkung der Investitionskosten beiträgt. PV–, Windkraft–, Wasser– und andere Anlagen stellen einen wichtigen Beitrag zur Erzeugung alternativer Energien dar. Jedoch müssen auch große Forschungsanstrengungen in Atom–, Kohle–, Öl– und Gaskraftwerkanlagen gesteckt werden, die bisher die Hauptmenge an Strom erzeugen, um umweltschonende Verfahren zu entwickeln. Für unseren Wirtschaftsstandort muss Strom bezahlbar bleiben."

Lösung: ZEITreise

Die Schülerinnen und Schüler besuchten das Zeughaus des Reiss–Engelhorn–Museums in Mannheim, um ihre ZEITreise zu unternehmen:

"Wie sah das Leben in unserer Stadt wohl vor ein paar hundert Jahren aus? Noch immer machen sich die kulturellen Einflüsse der Zuwanderer von damals bemerkbar; sei es im typischen Mannheimer Dialekt, im Stadtbild oder in der regionalen Wirtschaft. Mannheim ist Zuwandererstadt und multi–kulti aus Tradition. Wie haben die Bürger unserer Stadt den Zustrom des Neuen zu ihrer Zeit wahrgenommen? Anhand eines Tagebucheintrags gehen wir der Stimmung in Mannheim "anno dazumal" auf den Grund: Er stammt von einer jungen Hofdame mit Sinn für Mode…(Bericht von Nina, Kim und Katharina)

10a Mannheim

Die Kleidung von "anno dazumal"

10a Mannheim

Weiter lesen (den gesamten Brief können sie als PDF downloaden).

Pressestimme

Am 27. Juli 2009 berichtete das Kurpfalzradio über die "Forschungsexpedition Stadt" in Mannheim. Dabei stellte der Sender das Projekt vor und befragte die Gruppe des Lessing–Gymnasiums.

Sound Radiobeitrag des Kurpfalzradios anhören

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