Nachrichten: Mai 2009

26.05.09
"Welche neuen Materialien braucht der Mensch?"
fragt das Treffpunkt-Städtetrio Nürnberg-Fürth-Erlangen

Nürnberg-Fürth-Erlangen sind als einziger bayerischer Standort als einer von zehn "Treffpunkten der Wissenschaft" ausgezeichnet worden. In den kommenden Monaten werden spezielle Veranstaltungen die Forschungsfrage "Welche neuen Materialien braucht der Mensch?" näher beleuchten.

Bei der Auftaktpressekonferenz am 25. Mai gaben die (Ober-)Bürgermeister der drei Städte gemeinsam mit Dr. Martin Thomé vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und Atje Drexler von der Robert Bosch Stiftung den Startschuss für die Aktivitäten.

Pressekonferenz 25.05.09

Foto: Fraunhofer IIS / Fuchs

Einige der Highlights werden eine öffentliche Expertendiskussion am 9. Juli, der Halt des Ausstellungszuges "Expedition Zukunft" in Nürnberg vom 12.-14. Juli, eine Schülerrecherche zum Thema, eine Wanderausstellung der Deutschen Gesellschaft für Materialforschung und Die Lange Nacht der Wissenschaften sein.

Die Disziplin "Neue Materialien" ist eine Querschnittstechnologie. Forscher befassen sich in diesem Zusammenhang zum Beispiel mit dem Fahrzeugbau, der Energieerzeugung, dem Maschinenbau, der Nachrichtentechnik und medizinischen Anwendungen. Das Kompetenzfeld Neue Materialien ist fest in Nürnberg, Fürth und Erlangen verankert; das Städtedreieck gilt als Werkstoffzentrum Bayerns und ist in diesem Kompetenzfeld sogar als europäischer Spitzenstandort einzustufen. Diese Bedeutung wird auch durch die Universität Erlangen-Nürnberg verdeutlicht: Insgesamt sieben Lehrstühle beschäftigen sich dort mit den innovativen Werkstoffen. Das Department Werkstoffwissenschaften ist eines der größten aller deutschen Universitäten. Wissen und Technologie rund um "Werkstoff Zukunft" entstehen aber auch in den zahlreichen Forschungsinstituten und forschenden Unternehmen in Nürnberg, Fürth und Erlangen.

Download Programm zum "Treffpunkt der Wissenschaft Nürnberg-Fürth-Erlangen" (PDF)

22.05.09
Kleine Forscher entdecken das "Wunder Licht" in Jena

Der Treffpunkt der Wissenschaft Jena wurde am 4. Mai im Planetarium mit Kinderwissenschaftsshow eröffnet. 80 Schüler der 5. Klassen waren aus mehr als 800 Bewerbern ausgewählt worden, um gemeinsam mit dem Moderator Friedemann Ziepert dem Phänomen Licht auf die Spur zu kommen. Vor Beginn der Kinderwissenschaftsshow gab es im Foyer des Zeiss-Planetariums für die Schüler die Möglichkeit, sich selbst einmal aus einer ganz anderen Perspektive, mittels einer Wärmebildkamera, zu betrachten. Mit einer atemberaubenden Kuppelprojektion und spannenden Fragen startete dann die einstündige Show im Jenaer Zeiss-Planetarium ins Programm: "Warum ist das Meer blau?" und "Welche Farbe hat das Licht eigentlich?", "Was ist Licht überhaupt?" und "Welche Bedeutung hat es für unser Leben?".

Jena Auftaktveranstaltung (1) 04.05.09

Foto: Marko Schmidt

Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern und den geladenen Experten versuchte der Moderator, Antworten zu finden und mit kleinen Experimenten anschaulich zu machen. Drei Studenten des Studienganges "Laser- und Optotechnologien" unterstützten ihn dabei, bauten mit den Kindern Wasserlupen, erklärten den Zusammenhang von Licht und Farben und demonstrierten, wie mithilfe von Licht Informationen übertragen werden können. Prof. Fleck von der Fachhochschule Jena beschrieb den Kindern, wie ein DVD-Brenner funktioniert und bewies mit einem MP3-Player aus dem Publikum, wie Laserlicht Musik übertragen kann. Neben Experimenten zum Mitmachen wurde das Thema Licht auch in eine eindrucksvolle Schwarzlicht-Performance des Moderators eingebettet. Höhepunkt und Abschluss der Veranstaltung war schließlich eine Scannerinstallation, welche es den Kindern ermöglichte, Hände, Gesichter und Gegenstände in Sekundenschnelle einzuscannen und dann an die Kuppeldecke des Planetariums projiziert zu betrachten.

Jena Auftaktveranstaltung (2) 04.05.09

Foto: Marko Schmidt

Im Anschluss an die Veranstaltung wartete ein Shuttle-Bus auf die Schülerinnen und Schüler, der sie direkt zum ScienceExpress auf dem Bahnhof Jena-Göschwitz brachte. Hier konnten sie den 300 Meter langen Zug besichtigen und anschließend im Mitmachlabor an weiteren Experimenten teilnehmen, entdecken, lernen und staunen. Die Veranstaltung wurde mit Unterstützung des Planetariums Jena, der Jenoptik AG und den Beteiligten der Fachhochschule Jena realisiert.

Auch unser Studententeam war vor Ort in Jena. Ob Sie eine Antwort auf die Jenaer Forschungsfrage - Wie wird aus Licht Zukunft? - gefunden haben, sehen Sie in den Videos von Natalie und Helena.

Link zum Programm "Treffpunkt der Wissenschaft Jena".

21.05.09
Kinder malen eine Forschungsfrage. Erster Hammer Beitrag zum Wissenschaftsjahr 2009 war ein voller Erfolg

"Kann ich schneller denken als das Licht?" und "Hatte Gott Eltern?" waren die "Lieblingsfragen" des Hammer Oberbürgermeisters Thomas Hunsteger-Petermann. Im Rahmen der Hammer Kulturnacht am 8. Mai bewertete er diese Fragen mit drei Bewertungspunkten. In seiner Eröffnungsrede würdigte er zuvor ausdrücklich die Aktion: "Ich freue mich außerordentlich, dass sich so viele junge Menschen an dieser kreativen Form von Bildung beteiligen."

Im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2009 hatte sich das Planungsteam der Kinder-Uni Hamm etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Acht- bis zwölfjährige Kinder sollten sich in der Schule oder privat eine Forschungsfrage überlegen und hierzu das passende Bild malen.

Hamm Ausstellung VHS Hamm

"Kinder malen eine Forschungsfrage", Ausstellung VHS Hamm. Foto: VHS Hamm

Die Aktion war ein voller Erfolg: Sechs Schulen beteiligten sich mit insgesamt 160 gemalten Forschungsfragen. Die Exponate wurden von rund 250 Besuchern der Hammer Kulturnacht in der Volkshochschule bewertet. Die Gewinnerfrage "Wie entsteht ein Muttermal?" wird demnächst an zwei Fahnenmasten in Hamm weithin sichtbar auf das Wissenschaftsjahr und den ersten Kinder-Uni Vortrag hinweisen.

Außerdem werden die besten Vorschläge im Rahmen von vier Kinder-Uni Vorlesungen im Herbst 2009 von "waschechten" Professorinnen oder Professoren im vertrauten "Hörsaal" des örtlichen Kinos beantwortet.
Quelle: Volkshochschule Hamm, www.hamm.de/vhs.html

15.05.09
Bewerbungsschluss für die "Forschungsexpedition Stadt": Mehr als 2.500 Kinder und Jugendliche aus über 60 Städten machen mit!

Die Bewerbungsphase zur Teilnahme an der "Forschungsexpedition Stadt" im Wissenschaftsjahr 2009 - Forschungsexpedition Deutschland lief am 30. April 2009 aus, mit einer hervorragenden Bilanz: Über 100 angemeldete Gruppen aus 62 Städten mit insgesamt über 2.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden bundesweit auf die Forschungsexpedition gehen!

Wir freuen uns sehr über die aktive Beteiligung an unserem Projekt: Zahlreiche Schulklassen und Jugendgruppen werden mit Ihren Lehrerinnen und Lehrern bis Oktober dieses Jahres die wissenschaftliche Landschaft ihrer Stadt erkunden. Aber auch die jüngsten Jungforscherinnen und -forscher von Kitas oder Geschwister- und Familienteams werden in Kleingruppen auf Entdeckungsreise gehen.

Die "Forschungsexpedition Stadt" wird bundesweit in folgenden Städten realisiert:
Aschaffenburg, Berlin, Biberach, Bielefeld, Blankenberg, Bonn, Braunschweig, Bremen, Bremerhaven, Burghausen, Cottbus, Darmstadt, Dresden, Dortmund, Düren, Düsseldorf, Ebern, Erfurt, Eschenburg, Essen, Frankfurt a. Main, Freiburg i. Br., Friedberg, Grünheide, Goslar, Hagen, Hamburg, Halle/Saale, Hamm, Hannover, Heilbronn, Holzminden, Jena, Kaiserslautern, Karlsruhe, Kassel, Kiel, Leverkusen, Lörrach, Ludwigsburg, Magdeburg, Mannheim, Marburg, Mühldorf, Neubrandenburg, Osnabrück, Ratingen, Rostock, Rüsselsheim, Saalfeld, Saarbrücken, Schwäbisch Hall, Schwerin, Stuttgart, Tübingen, Ulm, Willich, Wunsiedel, Wuppertal, Würzburg und Zirndorf.

Auch ein internationales Team engagiert sich für die "Forschungsexpedition Stadt": Ein Forscherteam aus 42 Schülerinnen und Schüler aus Archangelsk, einer Hafenstadt in Nordrussland, begibt sich ab Mai auf das Expeditionsabenteuer.

Die Portraits unserer ersten Forscherteams aus 15 Städten finden Sie hier. Weitere Teamvorstellungen, aber auch die ersten Dokumentationen und Antworten auf unsere Forschungsfragen folgen in Kürze.

Im Namen der Robert Bosch Stiftung und des Deutschen Städtetages möchten wir allen Expeditionsteams für Ihre Beteiligung an unserem Projekt herzlich danken. Wir wünschen allen Beteiligten viel Vergnügen und interessante Entdeckungen auf der "Forschungsexpedition Stadt"!

14.05.09
Kleine Optiker forschen im Jenaer Fraunhofer Institut

Am 13.Mai 2009 hatten 25 Kinder der dritten Klasse der Jenaer Talschule die Gelegenheit, mehr über die "Forschung mit Licht" am Jenaer Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik zu erfahren. Am Beispiel kleiner Experimente wurde deutlich, wie man mit Licht, Linsen und Spiegeln erstaunliche Effekte erzielt, wie optische Geräte arbeiten oder wie man mit Hilfe von Licht Gesichter in 3-D vermessen kann.

Jenaer Fraunhofer Institut

Die Forscher beantworteten gern alle neugierigen Fragen zum Thema Licht und Farbe, berichteten den Kindern über ihre tägliche Arbeit und zeigten ihnen bei einem virtuellen Rundgang die modernen Labore des Instituts. Die Schülerinnen und Schüler waren begeistert vom Besuch bei Fraunhofer und hatten viel Spaß beim Experimentieren!

14.05.09
"Wohin wandert Wissen?" Die Experten-Debatte am Treffpunkt Darmstadt

Die Forschungsfrage in Darmstadt ist ein idealer Ausgangspunkt für die folgende Expedition durch die Treffpunkte der Wissenschaft im Wissenschaftsjahr 2009, denn sie betrifft alle zehn Treffpunktthemen: Wohin wandert Wissen? fragt Darmstadt und hat hierzu anlässlich des Halt des Zuges "Expedition Zukunft" eine öffentliche Experten-Debatte realisiert. Was verbirgt sich hinter dem Begriff Wissens- und Technologietransfer? Wie wird das Wissen der Forscher aus Unternehmen, Hochschulen und Forschungsinstituten anwendbar? Wie entstehen neues Wissen und neue Technologien überhaupt? Wie kann der Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gelingen, damit aus Wissen Wertschöpfung wird? Wie läuft der ideale Transferprozess ab? Gibt es überhaupt eine Idealform hierfür oder hängt doch alles an einzelnen Personen?

Experten-Debatte

Prof. Dr. Karlheinz Langanke GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung, Dr. Holger Zinke Vorstand B.R.A.I.N. AG, Moderator

Diese Fragen rund um die Kernfrage "Wohin wandert Wissen?" wurden im Rahmen der Experten-Debatte im Darmstadtium diskutiert. Teilgenommen haben: Walter Hoffmann (Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt), Andreas Storm (Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung), Dr. Hans-Peter Bach (Geschäftsführer der Medienhaus Südhessen GmbH und Präsident der Industrie- und Handelskammer Darmstadt Rhein Main Neckar), Dr. Holger Zinke (Vorstand der B.R.A.I.N. AG), Dr. Ursula Eul (Strategisches Management des Fraunhofer, Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF), Prof. Dr. Karlheinz Langanke (GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung GmbH).

Prof.Dr.ReinerAnderl

Prof. Dr. Reiner Anderl, Vizepräsident der Technischen Universität Darmstadt

Auch zwei unserer Studenten war vor Ort und haben sich auf die Suche nach einer Antwort auf die Frage "Wohin wandert Wissen?" gemacht. Wie schätzen Nachwuchswissenschaftler den Wissens- und Technologietransfer ein? Kommen eine Kulturwissenschaftlerin und ein Maschinenbauer zu ähnlichen oder unterschiedlichen Ergebnissen?

Download Programm zum "Treffpunkt der Wissenschaft Darmstadt" (PDF)

13.05.09
"Genug LebensEnergie für alle?" – Eröffnung des Aachener Treffpunkts

Mit der Eröffnung des Energielabors, einer Ausstellung mit interaktiven Exponaten rund die das Themen Kraft und Energie, und einer Expertendiskussion zu der Frage der Nachhaltigkeit der Energieversorgung wurde am 11. Mai der Treffpunkt der Wissenschaft in Aachen eröffnet. Im Beisein von Vertretern der beteiligten Hochschulen, der Stadt Aachen und Dr. Martin Thomé vom Bundesministerium für Bildung und Forschung fiel der Startschuss für ein umfangreiches Programm zur Fragestellung "Genug LebensEnergie für alle?". Bürger, Schüler und Studierende haben im Rahmen des von der Robert Bosch Stiftung geförderten Projekts die Gelegenheit, sich über die unterschiedlichsten Facetten des Themas "Energie" im Rahmen von Ausstellungen, Vorträge, Filmvorführungen und Podiumsdiskussionen zu informieren. Ein umfangreiches Vortragsprogramm mit Referenten aller beteiligten Einrichtung beschäftigt sich unter anderem mit umweltfreundlicher Mobilität, der Schwerkraft, dem Rohstoffwandel sowie den Möglichkeiten zur Emissionsminderung.

Besucherinnen

Die ersten Besucherinnen der Ausstellung "Das EnergieLabor" beschäftigten sich bereits kurz nach der Eröffnung mit den "Kräften der Natur"

Eroeffnung

Die Eröffnung des "Treffpunkts der Wissenschaft" in Aachen. (von l.n.r.) Professor Dr. Aloys Krieg, Prorektor der RWTH Aachen, Monika Krücken, Hochschulbeauftragte der Stadt Aachen, Dr. Martin Thomé, Bundesministerium für Bildung und Forschung

Am Abend des 11. Mai fand zudem die Experten-Debatte zur Forschungsfrage "Genug LebensEnergie für alle?" statt, die als interdisziplinärer Diskurs mit Vorträgen und anschließender Diskussion angelegt war. Professor Andreas Pfennig (Aachener Verfahrenstechnik – Thermische Verfahrenstechnik, RWTH Aachen) sprach über die technischen Aspekte der Frage: "Nachhaltigkeit der Energieversorgung. Grenzen & Möglichkeiten". Ergänzt wurde diese Perspektive durch eine ethische Bewertung von Professorin Rafaela Hillerbrand (Human Technology Centre (HumTec) der RWTH Aachen): "Nachhaltigkeit der Energieversorgung. Risiken & Chancen – Eine ethische Bewertung".

Download Programm zum "Treffpunkt der Wissenschaft Aachen" (PDF)

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