"Forschungsexpedition Stadt" in Hamburg

Teamportrait
Lösung: LESElust
Lösung: ER(d)probe!
Lösung: SONNENschule
Lösung: DENKmal!
Lösung: ZEITreise

Teamportrait: Das Expeditionsteam der Klasse 2a aus Hamburg

15 Mädchen und 13 Jungen der Klasse 2a aus der Schule Strenge in Hamburg gehen mit ihrer Klassenlehrerin Frau Gleßmer auf Expeditionstour. Die Schüler freuen sich sehr auf die "Forschungsexpedition Stadt" und stellen sich selbst vor: Wir machen viele Experimente und gehen auch manchmal an den Schulteich, um das Teichgelände zu pflegen und zu keschern. Vor unserem Klassenraum stehen zwei Aquarien mit Teichtieren. Unsere Klasse beobachtet diese Aquarien. Am Anfang dieses Schuljahres haben wir eine Klassenreise gemacht. Da haben wir nach Tierspuren gesucht und sogar ein Wildschwein gesehen. Wir haben uns wie richtige kleine Forscher gefühlt. Einmal, als wir zum Teich gegangen sind, haben wir auch ganz tiefe Löcher gebuddelt, das haben wir in Gruppen gemacht, es hat sehr viel Spaß gemacht. Wir wollten Erdschichten finden und gucken, in welcher Reihenfolge sie kommen. Das haben wir auch herausgefunden. Wir machen bei der "Forschungsexpedition Stadt" mit, weil wir gern Sachen herausfinden und "erforschen".

Hamburg

Das Forscherteam der Klasse 2a vor ihrem Klassenzimmer im 1.Stock

Das Projektbüro wünscht der Klasse viel Spaß auf ihrer "Forschungsexpedition Stadt" und hofft, dass sie sich bald wieder wie echte Forscher fühlen werden.

Lösung: LESElust

"Was wissen wir über Matthias Claudius?

• Geboren 1740 in Reinfeld bei Hamburg, gestorben 1815 in (HH)-Wandsbek
• Verheiratet mit Rebekka, 12 Kinder
• Schriftsteller und Journalist für die Zeitung "Wandsbeker Bothe", wurde auch selbst unter dem Namen "Wandsbeker Bote" bekannt
• Schrieb zum Beispiel den Text des Liedes "Der Mond ist aufgegangen"

Liedtext zu "Der Mond ist aufgegangen"

Welche Spuren können wir in Hamburg finden? Im Stadtteil Wandsbek

• Kleines Museum ("Claudius-Stube")
• Gedenkstein mit der Abbildung von Botentasche, Stock und Hut, dem Erkennungszeichen der Zeitung
• Grabstein
• Denkmal "Ehrensprung", das Claudius zeigt, wie er aus Freude über die Geburt eines weiteren Kindes über sein ältestes Kind springt
• Das "Matthias-Claudius-Gymnasium"

Wir wollten wissen, ob auch andere Menschen Matthias Claudius und das Lied "Der Mond ist aufgegangen" kennen. Um das herauszufinden, überlegten wir uns Interview-Fragen und gingen an einem Vormittag auf den Wochenmarkt. In der Schule haben wir dann die Antworten in eine Tabelle übertragen und diese Tabelle ausgewertet. Das sind unsere Ergebnisse:

Links: Die Klasse 2a in der Öffentlichen Bücherhalle Alstertal.
Rechts: Die Ausbeute der 2a an "Matthias-Claudius-Büchern"

Wir haben 37 Damen und Herren befragt. 14 von ihnen konnten uns nichts zum Namen "Matthias Claudius" sagen. Von den übrigen 23 konnten uns 10 sagen, dass er ein Schriftsteller oder Journalist gewesen sei, 11 wussten, dass von ihm der Text des Liedes "Der Mond ist aufgegangen" stammt. Einige kannten das Geburtsjahr oder das Sterbejahr oder seine Zeitung, den "Wandsbeker Boten". Dass ein Gymnasium in Hamburg-Wandsbek nach ihm benannt ist, wussten 6 Befragte, aber von denen wussten nur 2 etwas über Matthias Claudius. Wir haben einen Herrn befragt, der uns ganz viel über Matthias Claudius erzählt und uns gesagt hat, dass M. Claudius ein Verwandter von ihm gewesen sei.

Diese Interviews haben uns viel Spaß gemacht, aber es war auch ganz aufregend. Wir haben nachher in der Schule zusammen Brötchen vom Wochenmarkt gefrühstückt."

Bericht zu LESElust hier downloaden (PDF).

Lösung: ER(d)probe!

"Bevor wir überhaupt mit dem Untersuchen anfangen konnten, mussten wir uns erstmal Bodenproben vom Schulgelände holen. Das machten wir in Gruppen. Wir gruben uns eine kleine Menge Erde direkt unter dem Gras vom Teichgelände aus und versuchten, diese Probe genau anzusehen (1), anzufühlen (2), zu beriechen (3) und dann zu beschreiben:

Erde -

1) ist schwarz-braun, voll von kleinen Wurzeln und Tieren, besteht aus kleinen Klumpen, enthält Sand, kleine Steine und Blätter.
2) ist feucht, kalt, weich, bröselig, krümelig und klebt an den Händen.
3) riecht nach Natur, nach Salz, immer anders, riecht scharf, stinkt streng nach Kaffee.

Die 2a entnimmt eine Bodenprobe

Die Schlämmprobe: Wir haben dann wieder in Gruppen immer 30g Erde abgewogen. Jede Gruppe hat eine Probe in ein Glas mit Wasser gefüllt, kräftig geschüttelt und dann abgewartet. Nach kurzer Zeit entstanden unten im Glas Schichten. Wir sahen die unterschiedlichen Bestandteile der Erde.

Wasserspeicher-Probe: Eine zweite Probe haben wir ein paar Tage trocknen lassen und in einen unten durchlöcherten Becher gefüllt. Dann haben wir einen halben Becher Wasser abgemessen und langsam über die Erde gegossen. Nach ein paar Minuten haben wir nachgemessen, dass fast die Hälfte des eingefüllten Wassers wieder von der Erde aufgenommen worden war. Wir haben diesen Versuch auch mit Sand und Lehm wiederholt und hatten ganz andere Ergebnisse. Unser Boden kann gut Wasser speichern.

Links: Eine aufgeschlämmte Probe
Rechts: Eine getrocknete Probe

Die Untersuchung in der Universität Hamburg, Institut für Bodenkunde:
Ein Mädchen unserer Klasse ist für uns mit ihrer Mutter zur "Open Uni" gefahren und hat unsere Probe dort untersucht. Das Ergebnis ist unten zu sehen."

Das Ergebnis der Untersuchung in der Universität Hamburg

Bericht zu ER(d)probe! hier downloaden (PDF).

Lösung: SONNENschule

"Unsere Schule hat schon seit 11 Jahren eine Solaranlage auf dem Dach. In der Eingangshalle ist oben über der Tür eine Anzeige, an der man ablesen kann, wie viel Sonnenenergie gerade gewonnen wird (obere Reihe) und wie viel insgesamt schon "eingesammelt" worden ist (untere Reihe). Die untere Anzeige hat vor einigen Wochen gerade wieder bei "0000" angefangen.

Wir haben auf einem Foto des Schuldaches ausprobiert, wie oft man wohl eine solche Solarpaneelanordnung, wie wir sie bereits besitzen, unterbringen könnte. Das war ganz schön schwierig und wir haben unser Ergebnis erst gar nicht so richtig geglaubt. Und uns kamen auch Fragen: Stimmt unsere Rechnung so? Würde das Dach überhaupt so viele Paneele tragen können?

Südseite eines Flügels der Schule Strenge mit den 16 vorhandenen Solarpaneelen

Dann haben wir unser Ergebnis und die Fragen, die uns dazu gekommen waren, in Form einer Mail an die Firma SunEnergy geschickt. Wir haben uns riesig gefreut, dass wir tatsächlich ganz schnell eine sehr nette und ausführliche Antwort bekommen haben: Es ist nicht sinnvoll, das ganze Süddach mit Paneelen voll zu bauen, wie wir uns gedacht hatten, weil hohe Bäume und das Dach des anderen Hausflügels auf Teile des Daches Schatten werfen. Aber mit Paneelen auf dem übrigen Platz könnte man so viel Sonnenstrom gewinnen, wie 4 Familien mit 4 Personen in einem Jahr verbrauchen. Und wir haben noch ein weiteres Süddach und eine Turnhalle!

Die Korrespondenz der Klasse 2a mit der SunEnergy Europe GmbH

Unsere Schule soll wahrscheinlich bald erweitert und modernisiert werden. Es wäre ganz super, wenn wir dann auch wirklich mehr Sonnenstrahlen sammeln könnten!"

Die Dokumentation der Klasse 2a, Schule Strenge, Hamburg zur Aufgabe SONNENschule können Sie hier downloaden (PDF).

Lösung: DENKmal!

"Das Torhaus und das Herrenhaus in Wellingsbüttel sind schon alt und stammen aus einer Zeit, in der Wellingsbüttel noch nicht ein Teil von Hamburg war.

Das Tor- und Herrenhaushaus in Wellingsbüttel

Damals, vor über 250 Jahren, gab es in der Gegend von Wellingsbüttel nur wenige Menschen. Die lebten auf Bauernhöfen, die zum Gut Wellingsbüttel gehörten. Einer der Gutsbesitzer, Theobald Joseph von Kurtzrock, ließ im Jahre 1757 das Torhaus bauen. Das Torhaus, durch das man zum Herrenhaus gehen oder auch fahren konnte, ist ein Fachwerkbau. Zum Bau brauchte man Holz. Aber obwohl zum Gut Wellingsbüttel auch viel Wald gehörte, ließ der Gutsherr die Bäume nicht in seinem eigenen Wald fällen, sondern kaufte sie weiter weg. Die Stämme wurden dann von Hamburg aus auf Alsterkähnen bis nach Wellingsbüttel gebracht. Das können wir uns heute kaum vorstellen, weil die Alster jetzt bei Wellingsbüttel ein kleiner, sehr flacher Fluss ist, auf dem man höchstens mit Kanus oder Paddelbooten fahren kann.

In einem der Seitenflügel des Torhauses waren früher die Pferdeställe, im anderen Flügel waren Wohnungen für die Arbeiter des Gutes untergebracht und über dem Tor wurde Heu gelagert. Heute gehört das Torhaus der Stadt Hamburg. In den früheren Pferdeställen finden heute Theater oder Konzerte statt. Im anderen Flügel befindet sich das Alstertal-Museum.

Wir haben das Alstertal-Museum im Torhaus besichtigt und darin viele Gegenstände aus der Vergangenheit von Wellingsbüttel und Umgebung gesehen und abgezeichnet. In einem der Räume hängt auch ein Gemälde, das aus einem Saal des Herrenhauses stammt.

Das Herrenhaus ist ein sehr prächtiges Gebäude. Es wurde einige Male umgebaut. Aber es wird nun schon lange nicht mehr als Gutshaus genutzt. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde in den Räumen Schulunterricht abgehalten. Damals war das Gebäude teilweise schon sehr baufällig und die Schulkinder durften nicht alle Stellen der Fußböden betreten, weil man fürchtete, er könnte einbrechen. Dann wurde es wieder in Stand gesetzt und für eine Schule für Erwachsene genutzt. Jetzt ist dort ein Café.
Wir haben uns das Herrenhaus von Außen angesehen und es abgezeichnet. Dabei haben wir besonderen Schmuck am Gebäude entdeckt, z. B. das Wappen über der Tür und den Schmuck über den Fenstern."

Zeichnungen der Klasse 2a
Links: Das Torhaus nach einem Modell
Rechts: Das Herrenhauses nach dem Original

Die Dokumentation der Klasse 2a, Schule Strenge, Hamburg zur Aufgabe DENKmal! können Sie hier downloaden (PDF).

Lösung: ZEITreise

"Im Stadtteil Wellingsbüttel, in dem unsere Schule liegt, sind viele Gegenstände aus der Steinzeit und auch der Bronzezeit gefunden worden. Deshalb unternahmen wir Phantasie-Zeitreisen in die sehr ferne Vergangenheit. Berichte darüber, was wir da alles erlebten, haben wir aufgeschrieben. Aber hier können wir natürlich nur kleine Ausschnitte daraus vorstellen:

…die anderen machten sich jetzt fertig. Also holte auch ich meinen Jagdspeer und ging mit den anderen los. Es dauerte nicht lange, da sahen wir in der Nähe der Fallgrube einige Mammuts. Ich bekam ein bisschen Angst, weil die Mammuts sehr groß waren…

…mein Bruder und ich haben Samen für Brot gesucht. Dabei entdeckten wir Rehe. Wir sind gleich zum Lager zurück gerannt und haben den Männern Bescheid gesagt. Die Männer gingen sofort auf die Jagd…

…Felix der Jäger sah eine Rentierherde. Er machte seine Waffe bereit und schlich sich an. Dann warf er den Speer mit aller Kraft…

…meine Schwester und ich waren auf einer Wiese, auf der Brotgräser wuchsen. Wir haben davon gepflückt…

…und wieder war das Steinmesser stumpf geworden! Ich nahm es in die Hand und schlug sehr vorsichtig, aber kräftig mit einem Schlagstein die Kante entlang. Kleine Teilchen splitterten ab…

…Mama und Oma mahlten die Körner. Dazu nahmen sie einen großen flachen Stein mit einer Vertiefung und streuten Körner hinein. Dann rieben sie mit einem anderen Stein auf den Körnern herum. Die Körner wurden zerquetscht, helles Mehl lag…

…aber zum Nähen brauchte sie eine Nadel. Vorsichtig spaltete sie einen dünnen Streifen vom Knochen ab. Jetzt musste die Nadel noch ein Öhr bekommen…

Wir stellen selbst Steinzeitwerkzeug her. Wir mahlen Getreide wie die Steinzeitmenschen und backen auch Brot damit. Wir malen mit Farben aus geriebenen Steinen.
Echte Steinzeitgeräte und bronzezeitliche Geräte aus dem Alstertal sahen wir im Alstertalmuseum in Wellingsbüttel und im Helmsmuseum in Hamburg-Harburg."

Links: Schnitt durch ein Hügelgrab aus der Bronzezeit (Torhaus Wellingsbüttel) Rechts: Herr Ziesche vom Alsterverein erklärt der 2a eine steinzeitliche Sägevorrichtung

Die Dokumentation der Klasse 2a, Schule Strenge, Hamburg zur Aufgabe DENKmal! können Sie hier downloaden (PDF).

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