

Teamportrait
Lösung: ZAHLENspiel
Lösung: GESCHICHTEerzählen
Lösung: LESElust
Lösung: DENKmal!
Lösung: ER(d)probe!
"Wir, die Klasse 9G2 der Holderbergschule Eschenburg starten am Montag, dem 22. Juni, mit 23 (seit diesem Schuljahr 31) Schülerinnen und Schülern unsere Forschungen in Eschenburg. Wir werden nicht alle Stationen vor den Sommerferien schaffen. Wer wir sind und welche Aufgaben wir bearbeiten folgt nun im Überblick:
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Team 1, v.l.n.r:
Joshua für die Forschungsfragen 5, 6, 7, 8 und 10 - Hobbys: Feuerwehr, PC;
Fabian für die Forschungsfragen 2, 3, 6, 7, und 8 - Hobbys: Schiedsrichter, Modelflug, Sport;
Till für die Forschungsfragen 2, 3, 6, 7 und 8 - Hobbys: Fußball, PC, Musik;
Lukas für die Forschungsfragen 1, 3, 6, 7, 8 und 9 - Hobbys: Fußball, Schiedsrichter,
Paul für die Forschungsfragen 2, 4, 6, 7, 8, 9 und 10 - Hobbys: Angeln, Handball, (Englisch)
Simon für die Forschungsfragen 1, 5, 6, 7, 8 und 9 - Hobbys: Laufen, (Mathematik).
Team 2, v.l.n.r.:
Theresa für die Forschungsfragen 1, 2, 4, 7, 8 und 10 - Hobbys: Musik hören, icq, Kino, Lesen;
Franziska für die Forschungsfragen 1, 2, 4, 7, 8 und 10 - Hobbys: Leichtathletik, Lesen, Musik hören;
Anna-Maria für die Forschungsfragen 1, 2, 4, 7, 8 und 10 - Hobbys: Musik hören, Lesen, (Mathematik);
Antonia für die Forschungsfragen 1, 2, 4, 7, 8 und 10 - Hobbys: Musik hören, Lesen, (Sport, Englisch);
Jennifer für die Forschungsfragen 2, 5, 7, 8 und 10 - Hobbys: -.
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Team 3, v.l.n.r.:
Finn für die Forschungsfragen 1, 5, 7, 8 und 9 - Hobbys: Fußball, Radfahren;
Patrick für die Forschungsfragen 1, 4, 7, 8, 9 und 10 - Hobbys: Sport;
Benedikt für die Forschungsfragen 1, 6, 7, 8 und 9 - Hobbys: Radfahren, Musik machen;
Daniel für die Forschungsfragen 1, 3, 5, 7 und 8 - Hobbys: Schwimmen, PC;
Achim (ohne Bild) für die Forschungsfragen 5, 6, 7, 8 und 9 - Hobbys: Hund, (Biologie).
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Team 4, seit diesem Schuljahr 2009/2010 neu in der Klasse 9G2 und somit mitbeteiligt bei folgenden Stationen sind:
Jan für die Forschungsfragen: 4, 5, 6, 9
Nicolai für die Forschungsfragen: 4, 5, 6, 9
Nicolai für die Forschungsfragen: 4, 5, 6, 9
Claire für die Forschungsfragen: 3, 6, 9, 10
Carina für die Forschungsfragen: 3, 6, 9, 10
Jasmin für die Forschungsfragen: 4, 5, 6, 10
Sophie für die Forschungsfragen: 3, 6, 9, 10
Julian für die Forschungsfragen: 4, 5, 6, 9"
Das Projektbüro "Städte im Wissenschaftsjahr 2009" begrüßt die Schüler der 8G2 der Holderbergschule Eschenburg herzlich als Teilnehmer der "Forschungsexpedition Stadt" und wünscht ihnen viel Spaß.
Eine leicht abgeänderte Fragestellung hatten die Jungforscherinnen und -forscher aus Eschenburg bei der Aufgabe ZAHLENspiel zu beantworten: "Wie viele Mathematiklehrer unterrichten an der Holderbergschule in Eschenburg. Errechnet die Summe ihrer Dienstjahre und die durchschnittliche Dienstzeit."
Ergebnis: "Am Schuljahresende 2008/2009 befragten wir im Juli 2009 alle 21 Mathematiklehrer an unserer Schule nach ihrer Dienstzeit.
Es ergab sich die stolze Summe von 330,5 Dienstjahren.
Interessant dabei war, dass die Dienstältesten, die vor 1968 mit dem Unterricht begannen, damals noch im Winter eingestellt wurden. Das Schuljahr begann also einst im Winter, nicht wie heute im Sommer.
Durchschnitt: 330,5 Jahre : 21 (Lehrer/innen) = 15.7 Jahre"
Bearbeitet wurde diese Aufgabe von Theresa, Antonia, Anna-Maria, Franziska, Patrick, Lukas, Simon, Daniel, Benedikt und Finn.
In ihrer "Ost-West" Story haben sich die Jungforscherinnen &-forscher aus Eschenburg die GESCHICHTE aus unterschiedlichen Perspektiven erzählen lassen, wie im Folgenden auszugsweise nachzulesen ist. Die ausführlichen Interviews finden Sie hier.
Teil 1: Das Team um Celina, Isabel, Anika, Paul, Till, Annika, Fabian und Tanja der Eschenburger Expeditionsgruppe hat sich dieser Aufgabe gestellt und als Zeitzeugen den Altbürgermeister Walter Jank zur Thematik befragt:
"Paul: Wann kamen Sie von Ost nach West?
Walter Jank: Im Mai 1946.
Paul: Und von Wo nach Wo?
Walter Jank: Das war von Petschau, Kreis Tepl (nahe Marienbad in
Tschechien) nach Hessisch Lichtenau in Nordhessen."
(...)
"Paul: Wie haben sie den Mauerfall empfunden?
Walter Jank: Ich habe ja immer an die Wiedervereinigung Deutschlands
geglaubt. Ihr könnt euch nicht vorstellen was das für ein Glücksgefühl war,
als es dann tatsächlich zu diesem Mauerfall gekommen ist. Allerdings habe
ich nicht zu so einem frühen Zeitpunkt damit gerechnet. Ich verberge auch
nicht, dass ich damals vor Freude geweint habe."
Teil 2: Das Team umCelina, Till, Isabel, Annika, Paul, Anika, Fabian und Tanjahat als Zeitzeugen den Zeitungsreporter Herr Rudolph gewählt, der ihnen erzählte, wie er die GESCHICHTE erlebte:
"Till: Wann und von wo nach wo sind Sie damals eigentlich gereist?
Herr Rudolph: Also zuerst darf ich mich mal vorstellen. Mein Name ist Heinz Rudolph. Ich wohne in Eiershausen mit meiner Familie und gewechselt von der DDR in die Bundesrepublik bin ich im November 1955. Da war von euch noch nicht die Rede (...)"
(...)
"Till: Wie haben Sie den Mauerfall mitbekommen? Wie haben Sie darauf reagiert?
Rudolph: Ja den Mauerfall, den hab ich erlebt am Fernsehen, das war abends. Ich vergesse die Bilder nicht, die Menschen stauten sich vor der Mauer im Osten, das konnte man sehen und dann kam eine offizielle Meldung, dass es erlaubt sei, in den Westen zu reisen, und da waren die Menschen nicht mehr zu halten. Also die Mauer, die fiel faktisch erst hier oben bei den Menschen (zeigt auf den Kopf) und dann auch realistisch. Mich beeindruckte die Wagenkolonne, die sich in Marsch setzte. Ein Trabi nach dem anderen fuhr in den Westen, die Insassen und die Passanten winkten. Und was für mich erstaunlich war, die DDR war hoch ausgerüstet mit Volkspolizei, Stabsdiensten usw. usw. Diese Volkspolizei stand an der Mauer und guckte zu, das war ein kleines Wunder, also so hab ich das empfunden und aufgefasst. Das Wunder, das nahm noch zu, weil während der ganzen Wiedervereinigung nicht ein Schuss fiel, die waren schwer bewaffnet und keiner hat geschossen. Das war das Wunderbare für mich und ich hab am Fernseher gesessen bis zum frühen Morgen und wurde überrascht durch den ersten Besuch. Ein Freund und Klassenkamerad aus dem DDR-Teil des Harzes stand in aller Frühe vor meiner Haustür. Ja das war der Mauerfall, ich hab die Politiker bewundert: mit welcher Selbstsicherheit der Bundeskanzler und der Außenminister Genscher agierten, die schreiben sich das gut, diese Wiedervereinigung und den Mauerfall, das wäre ihre Politik gewesen, aber das kann man anzweifeln. Ich glaube, dass das Volk in der DDR, dass denen das zuzuschreiben ist, die haben ja zuvor in Leipzig und in anderen Städten demonstriert. Ja das war so die Wiedervereinigung."
Teil 3: Das Team um Anna-Maria, Antonia, Theresa und Franziska hat sich zudem GESCHICHTE von einer weiteren Person erzählen lassen:
"Expeditionsteam: Wann sind Sie in den Westen gekommen?
Fr. Kreck: Am 13. Dezember 1989.
Expeditionsteam: Von wo nach wo?
Fr. Kreck: Von Weißenfels nach Ewersbach."
(...)
"Expeditionsteam: Welche Unterschiede Ost-West gab es 1989?
Fr. Kreck: Es gab Unterschiede in der Schulbildung: im Osten war Russisch wichtig, Französisch/Latein nicht; bei den Lehrstellen: im Osten hatte jeder eine Lehrstelle; soziale Sicherheit: Arbeitsplatz für jeden; Familienpolitik: kostenlose Kinderbetreuung; Volkseigentum an Produktionsmitteln...; aber keine Pressefreiheit und Religionsfreiheit im Osten; im Westen gab es unterschiedliche Warenangebote und Freizeitmöglichkeiten"
In Form eines Interviews mit dem in Eschenburg-Eibelshausen geborenen Kinderbuchautor Harry Voss beging das Team um Isabel, Anika, Tanja, Annika, Patrick, Paul, Franziska, Anna-Maria, Antonia und Theresa die Lösung der Aufgabe LESElust.
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Das Expeditionsteam zusammen mit dem Kinderbuchautor Harry Voss |
"Paul: Sie haben lange in Eibelshausen Kinder- und Jungschararbeit gemacht. Wie sieht's mit Sport aus. Machen Sie eine Sportart?
Harry: Ich jogge gern oder fahre Fahrrad, bin aber in keinem Verein.
Paul: Wie kamen Sie zu dem Beruf des Schriftstellers?
Harry: Das ist gar nicht mein Beruf. Ich arbeite im Bibellesebund. Das ist ein Missionswerk, dort habe ich 10 Jahre die Zeitschrift "Guter Start" für Kinder betreut.
Tanja: Wie kamen Sie auf die Idee so ein Kinderbuch zu schreiben?
Harry: Ich finde, viele christliche Kinderbücher sind zu schwer oder zu streng oder so. Es war schon immer ein Traum von mir es mal selbst zu versuchen, aber ich hatte keine Zeit. Als ich dann mal Zeit hatte, hab ich angefangen.
Patrick: Wie lange haben Sie für das Buch gebraucht?
Harry: Der Schlunz kommt ja im Halbjahresschritt raus. Ich wollte mit "Guter Start" aufhören und da kam der Leiter vom Brockhaus-Verlag (nicht vom Lexikon, sondern vom christlichen Verlag), er wollte mit uns eine Buchreihe machen. Mein Chef wollte eine Buchserie, ähnlich wie "Harry Potter". Ich hatte die Idee vom Schlunz schon im Kopf. Der Mann vom Brockhaus hatte schon Autoren im Kopf. Ich hatte dann gerade Zeit und hab das Buch Tag und Nacht geschrieben. Nach 10 Tagen war das Buch fertig. Als der Leiter vom Brockhaus-Verlag noch mal kam, zeigte ich ihm mein in Word-Format ausgedrucktes Buch. Der Brockhauschef war begeistert. Das Buch ging zum Verlag und es wurde ein paar Mal hin und her geschickt. Am 5. Mai 2007 hatte der Bibellesebund seinen 60. Geburtstag und das Buch sollte dann fertig sein, womit keiner rechnete. So ging dann der Stress los. Die Zeichnungen mussten gemacht werden, das Buch musste gedruckt werden. … Es hat dann aber doch geklappt und fast genau am 5. Mai 2007 war es fertig. Die Folgebände dauerten dann länger, weil ich wenig Zeit hatte. So circa 14 Tage bis drei Wochen pro Buch.
Paul: Wie viele Bücher soll es noch vom Schlunz geben?
Harry: Sieben. Ich hatte mal an zehn gedacht, dann mal an acht. Von Band zu Band kommt mehr über den Schlunz heraus, welcher das Gedächtnis verloren hat, und die Leser sollen nicht mehr so lange warten müssen, bis alle Bücher erschienen sind. Deswegen will ich ein rundes Ende machen und dann ist "Der Schlunz" fertig.
Tanja: Schreiben Sie dann noch andere Bücher?
Harry: Das weiß ich noch nicht, bisher habe ich es aber nicht vor. Der Brockhaus-Verlag hat ja auch schon gefragt, ob ich nicht wieder was Neues schreiben möchte, denn "der Schlunz" kommt gut an und es ist mir auch leicht gefallen es zu schreiben. Im Allgemeinen kommen christliche Bücher ja nicht so gut an wie "Harry Potter" oder so. Der Buchmarkt läuft im Moment sowieso schlecht, hat man mir erklärt. Die Kinder lesen eher die alten Bücher aus den 50er- bis 70er- Jahren wie "Hanni und Nanni" oder "5 Freunde", danach kam lange nichts mehr, das so einen Erfolg hatte. "Der Schlunz" wurde mit einer Startauflage von 5000 gedruckt, was sehr mutig war. 2500 Bücher gingen jeweils an den Bibellesebund und an den Brockhaus-Verlag. Als diese alle verkauft wurden, druckte man noch mal welche nach. Insgesamt wurde "Band 1" 20.000 Mal verkauft, Band 2 und 3 jeweils 10.000 Mal. Ich hätte nicht damit gerechnet! Brockhaus will gern mehr von mir geschrieben haben, weil die Bücher so gut ankommen. Ich bekomme auch kein Autoren-Honorar. Nur das Gehalt vom Bibellesebund, wo ich ja arbeite und in den Dienstzeiten schreibe ich dann den Schlunz. Es sollen auch noch Hörspiele kommen. Band 1 und 2 wurden bereits vertont und die Pläne für nächstes Jahr sind die Verfilmungen.
Paul: Wird von dem Erlös auch etwas gespendet?
Harry: Es gibt gar keinen Erlös! Das Buch kostet 9,95 Euro, aber so viel kostet die Herstellung nun einmal: Der Druck, das Nachschauen und Verbessern, die Erstellung der Zeichnungen und so weiter. Die Angestellten vom Brockhaus möchten davon ja auch was verdienen. Also nein, vom Erlös wird nichts gespendet.
Paul: Weder Verdienst noch Spenden, was sind dann Ihre Ziele mit dem Schlunz?
Harry: Ich möchte, dass die Leser anfangen, wie der Schlunz nach Gott zu fragen: Wer ist Gott? Warum ist er unser Vater? Wer ist Jesus? Was soll die Bibel? Und die, die Gott schon kennen, sollen sich vom Schlunz fragen lassen: Warum glaubst du das alles? Kannst du deinen Glauben so erklären, dass es auch Leute kapieren, die Gott nicht kennen? Gibt es Dinge, die man auch anders sehen kann, ohne deswegen kein Christ mehr zu sein?
Tanja: Haben sie schon als Schüler gern geschrieben?
Harry: Ich hab schon in der Grundschule gern und verrückt geschrieben. Die Lehrer haben mich immer wieder gelobt und zum Weiterschreiben ermutigt. Als Jugendlicher schrieb ich dann auch einiges, was ich nie beendete, weil ich es meistens so spannend machte, dass ich dann nicht mehr wusste, wie ich die Geschichte beenden sollte …
Tanja: Vielen Dank, dass Sie extra an unsere Schule gekommen sind und zu diesem Interview bereit waren. Wir wünschen Ihnen alles Gute und weiterhin viel Erfolg."
Das Interview mit dem Kinderbuchautor Harry Voss können Sie hier downloaden (PDF).
Als Objekt der Forschung diente den Jungforscherinnen und -forschern aus Eschenburg die Evangelischen Kirche in Eibelshausen. Mit den Ergebnissen ihrer Forschung zu Baugeschichte und Denkmalschutz treten sie nun selbst an die Öffentlichkeit:
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Die Evangelischen Kirche in Eibelshausen |
"Neubau in den Jahren 1776/77: Vor der ersten Kirche gab es eine aus Stein gebaute Kapelle in der Rathausstraße. Sie war sehr klein und außerdem baufällig. Als 1770 ein Blitz in den Holzturm einschlug, plante man einen Neubau. Der einzige Platz im eng bebauten Ortskern war die Viehtränke im Dietzhölzbogen (Standort bis heute). Der Schneider Hast machte damals einen Kostenvoranschlag auf 3'800 Florentinische Gulden (wir hatten damals in Nassau-Oranien eine holländische Währung) und wurde mit dem Kirchbau betraut. In den Jahren 1776 und 1777 wurde die Kirche von Eibelshäusern Handwerkern gebaut. Der Ort hatte damals nur evangelische Mitglieder. Aus zwei Steinbrüchen fuhren die Bauern mit Ochsenkarren die Bruchsteine herbei. Die Mauern sind 80 cm bis 1,2 m dick.
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Baupläne von 1776 |
Besondere Beachtung verdient das Fischgrätmuster im Fußboden. Die Flusssteine wurden damals in den Schlacksand, der von der Eibelshäuser Eisenverhüttung übrig blieb, gelegt, ein sehr solides Material, dass viel besser hält als die heutigen Nachbesserungen aus Rheinsand. Das Dachgebälk stiftete der Dillenburger Fürst aus dem Eichenbestand im Wiesengrund zwischen Eibelshausen und Wissenbach. Der Dachstuhl aus den Flusseichen ist bis heute gut erhalten. Lediglich die Bemalung der Empore im so genannten Bauernbarock wurde an einen Kirchenmaler nach auswärts vergeben. Das älteste Stück in der Kirche ist die Kanzel von 1700, die aus der alten Kapelle mitgenommen wurde. Auch der Kanzeldeckel, gestiftet von einer gewissen Anna Elisa Betha Gast 1755, wurde in die neue Kirche eingepasst. In der Kapelle stand die Kanzel an der Seitenwand, daher sieht man heute, wo sie in der Altarraummitte steht, eine unverzierte Seite. Am 5. Oktober 1777 wurde die Kirche eingeweiht. Das ist auch auf der umlaufenden Schrift an der Empore zu lesen. Die alte Kapelle wurde verkauft und als Scheune bis zum Großbrand 1815 genutzt.
1804 gab es die erste Glocke in der Eibelshäuser Kirche. Später eine zweite und eine dritte, die aber im Krieg für militärische Zwecke eingeschmolzen wurden. Am 20. Mai 1815 ist Eibelshausen wegen der dicht stehenden Strohdächer bis auf wenige Häuser total abgebrannt. Die mit Schiefer gedeckte Kirche überlebte. Sie diente dann als Wohnraum für Schwangere, Alte oder Babys, bis neue Häuser gebaut waren. Sonst diente die Kirche außer zum Gottesdienst z. B. auch zum Unterricht. 1888 gab es eine Renovierung. 1909 und 1947 stand durch Hochwasser der Dietzhölze das Wasser fast 1 m hoch in der Kirche. Durch Flussregulierung und Auffangbecken besteht heute keine solche Überschwemmungsgefahr mehr.
Die erste Orgel gab es 1910. Sie wurde im Zuge des Anbaus 1975 durch eine neue Orgel mit 1'408 Pfeifen und nun elektrischer Luftzufuhr ersetzt. Bis dahin musste ein Orgelhelfer immer mit dem Fuß ausreichend Luft pumpen. Die 185.000 DM für die neue Orgel wurden durch Spenden zusammen gebracht.
Anbau und Renovierung in den Jahren 1974/75: Die Kirche wurde in den Jahren 1974/75 von 320 Sitzplätzen auf 750 Sitzplätze ausgebaut. Dazu wurde für die Orgel am Altarraum angebaut und für die Besucher das Kirchenschiff nach hinten über die Dietzhölze verlängert (siehe neuer Grundriss). Außerdem wurde der Eingangsbereich mit neuem Treppenaufgang geschaffen. Nicht das ganze Gebäude steht unter Denkmalschutz, wohl aber große Teile der Inneneinrichtung. Dennoch wurde beim Anbau außen der alte Stil fortgesetzt, so dass kaum ein Unterschied erkennbar ist. Innen durften die Emporebemalungen nicht erneuert werden.
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Hier, so Erich Pfeifer, kann man schon fragen, ob das Denkmalschutz ist, wenn man die Farben immer mehr verblassen lässt. Da, wo die Empore in den Anbau übergeht, wurden die neuen Flächen jedenfalls von dem Kirchenrestaurator Karl Seidel im genau gleichen Bauernbarock aber in der alten Farbfrische ergänzt, was dem Betrachter sofort positiv auffällt. Die Deckengemälde wurden restauriert, das andere Holz neu gestrichen und Karl Seidel ergänzte ein drittes passendes Deckengemälde im Bauernbarock: das A und Ω. Übrigens wurden auch beim Bau der neuen Orgel genau die Stilelemente des Bauernbarock übernommen, so dass man nicht denkt, dass sie erst seit 1975 hier steht:
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Anbau und Renovierung 2005 / 2006: Um neue Räume für Eltern-Kind-Übertragung während des Gottesdienstes, Kirchenkaffee nach dem Gottesdienst, Versammlungsmöglichkeit für Gruppen wie Konfirmanden oder Frauenkreis / Männertreff zu schaffen, wurde im Jahr 2005 die Arche angebaut. Auch hier spielte der Denkmalschutz eine Rolle. Allerdings hieß es: Entweder exakt im gleichen Stil anbauen oder deutlich davon abgesetzt. Letzteres ist mit dem schiffähnlichen Anbau gelungen.
Dieses Bild zeigt ganz hinten links den Altaranbau für die Orgel in den Jahren 1974/75, sowie rechts vom Glockenturm den zeitgleichen Anbau am Kirchenschiff mit neuem Treppenhaus (alles orange).
Im Vordergrund sieht man den Anbau (die Arche) von 2005/2006.
Im Zuge dieses Anbaus gab es auch eine Komplettrenovierung: eine neue Heizungsanlage (leider durften die zugigen Fenster ob des Denkmalschutzes nicht verändert werden), neue Ton- und Bildtechnik, einen neuen Decken und Wandanstrich. Hierzu legten Sachverständige die verschiedenen Farbschichten frei, in denen die Deckenberandung über die Jahrhunderte gestrichen wurde:
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Herr Pfeifer, der langjährige Organist und zugleich Geschichtsforscher im heimischen Raum wusste noch viele interessante Anekdoten zu erzählen, so z. B. von der Zeit, als im Altarraum noch ein Holzofen stand, den der Küster vor dem Gottesdienst einheizen musste."
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Das Expeditionsteam und Herr Pfeifer |
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Entnahme der Bodenprobe durch das Expeditionsteam |
1) pH-Wert
"Der pH-Wert gibt Auskunft über die Bodenfruchtbarkeit, d. h. die Eigenschaft, den Pflanzen als Standort zu dienen. Für den Nährstoffhaushalt der Pflanzen ist neben Phosphor, Schwefel und Kali besonders Stickstoff von Bedeutung. Stickstoff wird als wasserlösliches Ammoniumion (NH4+) oder häufiger als Nitration (NO3−) aufgenommen.
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Das Expeditionsteam bei der pH-Wert Bestimmung |
Ideal ist, wenn Ammonium und Nitrat im Boden im Gleichgewicht stehen. Das ist bei einem pH-Wert von 7 der Fall. Bei sauren Böden (pH-Wert < 7) überwiegen die NH4+ Ionen, bei alkalischen Böden überwiegen die NO3− Ionen.
Bei einem niedrigen pH-Wert werden Aluminium- oder Manganionen löslich und für Pflanzen in schädigenden Mengen zugänglich. Bei alkalischem Boden-pH bilden sich Eisenoxidhydroxide, die nicht aufgenommen werden können, es entsteht Eisenmangel.
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Die Ergebnisse der ph-Wert Bestimmung |
2) Temperatur
Die Temperatur des Bodens hängt ab von der Lage (z. B. schattig), der Schichtung, vom Oberflächenbewuchs, von der Feuchtigkeit u. v. m. ... z. B. Nähe zu einer Wasserader – und natürlich von der Messtiefe:
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Versuchsergebnisse der Temperaturmessung |
Das Ergebnis ist typisch für einen Frühsommer-Morgen, je nach Standort ist manchmal der tiefer liegende Boden kühler als der weiter oben liegende. Bei Schatten z. B. konnte die Tageswärme die Nachtabkühlung noch nicht wettmachen. Immer sind die Bodentemperaturen niedriger als die Außentemperatur 22°C.
3) Wassergehalt
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Die Jungforscher bei der Arbeit |
Der Wassergehalt gibt Auskunft über die Fruchtbarkeit des Bodens. Ist der Wassergehalt zu hoch, faulen die Pflanzen, ist er zu niedrig, vertrocknen die Pflanzen. An Orten, an denen viele Personen häufig stehen oder darüber laufen, wird der Boden stark verdichtet. Wasser kann nur schwer in den Boden eindringen. In tieferen Lagen ist es oft feuchter, da sich dort Wasser sammelt. In schattigen Lagen ist der Wassergehalt ebenfalls höher, da das Wasser nicht so schnell verdunstet.
4) Weitere Analysen, die in einschlägigen Internetseiten vorgeschlagen wurden, brachten wenig aussagekräftige Ergebnisse:
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Bearbeitet wurde die Aufgabe ER(d)probe! von der Klasse 8G2, diesmal im Verbund."
