"Forschungsexpedition Stadt" in Blankenburg

Teamportrait
Lösung: DENKmal
Lösung: ER(d)probe!
Lösung: GESCHICHTEerzählen
Lösung: LEBENSelexier
Lösung: LESElust
Lösung: ZEITreise
Lösung: ZUGeschaut

Teamportrait: Das Expeditionsteam der Klasse 7b, Europa- und Ganztagsschule August Bebel

Voraussichtlich am 17., 19. und 22. Juni 2009 (Ergänzungstage sind im September geplant) begibt sich die Klasse 7b – 7 Mädchen und 8 Jungen – zusammen mit ihrem Klassenlehrer Herr Kutz und vier weiteren Lehrern auf "Forschungsexpedition Stadt" in Blankenburg. Unterstützung erhält das Expeditionsteam dabei sowohl vom lokalen Blutspendedienst, den Buchläden der Stadt und der Stadtbibliothek, wie auch von der Stadtverwaltung inklusive Bürgermeister und dessen Stellvertreter. Auch konnte ein Schriftsteller aus der Region für eine Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern gewonnen werden.
Ihre Interessen und Vorlieben haben die Jungforscher dem Projektbüro in einem Steckbrief (PDF) mitgeteilt.

Blankenburg

Das Expeditionsteam der 7b - Carsten, Florian, Maximilian, Rudolf, Cindy, Nancy P., Alica, Romy S., Jessica, Daven, Kristian, Luise-Marie, Franziska, Danny und Danis.

Das Projektbüro wünscht der Klasse 7b und ihren "Helfern" viel Spaß und viel Erfolg bei ihrer Expedition.

Lösung: DENKmal!

Das Forscherteam war im Herbergmuseum in Blankenloch, welches in einem denkmalgeschützten Gebäude untergebracht ist, und hat sich dort mal umgeschaut:

"Am 17. Juni 2009 begab sich unsere Klasse auf Forschungsexpedition in die Altstadt von Blankenburg. Im ältesten Viertel unserer Stadt befindet sich ein Herbergmuseum. Es ist in einem, aus dem Jahr 1684 stammenden, denkmalgeschützten Gebäude untergebracht. Das Haus wurde im Verlauf der Jahrhunderte vielfältig genutzt: So war es z. B. von 1884 bis 1916 eine Herberge für reisende Handwerksgesellen, die in dieser Zeit in Blankenburg reichlich Arbeit fanden. Auch der Tischlergeselle Willhelm Pieck wohnte ungefähr ein Jahr in der Handwerksgesellenherberge. Die Herberge wurde 1991 in ein "Herbergsmuseum" umgestaltet.

Blankenburg

Das Forscherteam vor dem Herbergmuseum in Blankenburg

Das 1684 errichtete Fachwerkhaus hat eine Inschrift an der Fassade:
Wer god vertrauwed had wol gebauwed in hiemmel und auf erden wer sich verlesd auf Jesum Chrisd den mus der Hiemmel werden
dies isd mein Bauwen auf dieser Weld ein Besser Haus Habe es in des Himmelzeld
An Gottes Segen isd alles Gelegen Anno 1684
A. Bock.

Blankenburg

Die Jungforscherinnen und –forscher im Herbergmuseum

Im Museum gefielen uns diese Sätze:
Wer nichts als seine Vaterstadt gesehen,
Wer nie auf fremder Straße ist geschritten
und nie mit fremden Leuten sich gestritten
Wer nie vernommen fremder Stürme Wehn
und nie beim Klang der Heimat süß gebebt:
Hat der gelebt?
" (Bericht von Carsten)

Lösung: ER(d)probe!

Zusammen mit ihrer Chemielehrerin haben die Jungforscherinnen und –forscher Bodenproben untersucht und anhand eines Fragebogens ausgewertet. Dazu haben sie sich in mehrere Kleingruppen aufgeteilt. Zwei der Fragebögen haben die Schülerinnen und Schüler als Dokumentation eingereicht:

Fundort der Bodenprobe:
Roman Abt Straße 3 (Garten)

Bestimmung der Bodenart: Mein Boden ist ein Schluff Boden

Bestimmung des Säuregehaltes des Boden:
Farbumschlag der Bodenlösung, nach Zugabe des Indikators

pH–Wert der Bodenprobe:
3 (schwach sauer)

Pflanzen, die diesen Boden besonders bevorzugen:
Es gedeiht nur Unkraut

Bestimmung des Kalkgehaltes des Bodens:
Der Kalkgehalt beträgt: 4%

Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem Kalkgehalt und dem pH–Wert?
Ist der pH–Wert kleiner als 7 ist wenig Kalk im Boden.
Ist der pH–Wert größer als 7 ist viel Kalk im Boden.

Blankenburg

Ein Teil des Forscherteams mit ihrer Chemielehrerin

Fundort der Bodenprobe:
Garten

Bestimmung der Bodenart:
Mein Boden ist ein sandiger Boden

Bestimmung des Säuregehaltes des Bodens:
Farbumschlag der Bodenlösung, nach Zugabe des Indikators

pH–Wert der Bodenprobe:
7 (neutral)

Pflanzen, die diesen Boden besonders bevorzugen:
Erbsen, Rosenkohl, Blumenkohl, Echte Kamille, Kohlrabi, Kürbis

Bestimmung des Kalkgehaltes des Bodens:
Der Kalkgehalt beträgt: ab 5%

Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem Kalkgehalt und dem pH–Wert ?
Ist der pH–Wert kleiner als 7 ist wenig Kalk im Boden.
Ist der pH–Wert größer als 7 ist viel Kalk im Boden.

Lösung: GESCHICHTEerzählen

Um die Aufgabe GESCHICHTEerzählen zu lösen, begaben sich die Jungforscherinnen und –forscher der 7b zur Stadtverwaltung Blankenburg ins Kultur– und Schulamt. Dort trafen sie sich zu einem Gespräch mit Herrn Hasso Effler, dem stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Blankenburg und Leiter des Kultur– und Schulamts. Gemeinsam mit Herrn Effler hat sich das Team mit der deutsch–deutschen Geschichte befasst: Im Interview beantwortete der stellvertretende Bürgermeister ausführlich zahlreiche Fragen der Jungforscherinnen und –forscher und erzählte seine Geschichte, wie er die Wende und den Mauerfall erlebt hatte.

Blankenburg

Gespräch mit dem stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Blankenburg Herrn Effler

Lösung: LEBENSelexier

Um die Frage LEBENSelexier zu beantworten, hat sich das Forscherteam Hilfe beim Blutspendedienst des DRK geholt. Die Schülerinnen und Schüler luden einen Vertreter des Roten Kreuzes zu sich in die Schule ein und befragten ihn:

"Wir haben uns einen Vertreter vom Blutspendedienst eingeladen und Folgendes erfahren: Der Blutspendedienst gehört zum DRK und kümmert sich um Blutspenden. Es ist ein wirtschaftlich arbeitendes Unternehmen. Man darf erst ab 18 Jahren Blut spenden und für das Spenden bekommt man kein Geld. Die Kanülen und Röhrchen werden zur Blutentnahme nur einmal verwendet. Die Blutspenden gehen in Großlabore und werden dort von Maschinen verarbeitet. Beim Zentrifugieren wird das Blut in seine Bestandteile zerlegt.

Bestandteile:
Wasser (90%), Proteine und andere Stoffe (10%), z. B. Fibrinogen für die Blutgerinnung

Thrombozyten (Blutplättchen): Blutgerinnung und Wundverschluss

Leukozyten (weiße Blutzellen): Immunsystem

Erythrozyten (rote Blutzellen): Transport von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid

Blankenburg

Das Expeditionsteam mit einem Vertreter des DRK in der Aula der August–Bebel–Europaschule

Und das wird aus Blut

Alle Blutspenden werden vollständig verarbeitet. Der Empfänger erhält nur noch jene Blutbestandteile, die er zur Heilung benötigt. Damit lassen sich unerwünschte Nebenwirkungen weitgehend vermeiden. Vor allem wird aber so eine bessere Ausnutzung des kostbaren Spenderblutes erreicht. Eine einzige Blutspende hilft in der Regel mehreren Menschen. Zuerst wird durch Zentrifugieren die leichtere Blutflüssigkeit – das Blutplasma – von den schwereren Blutzellen getrennt und anschließend in einen anderen Behälter übergeleitet. Aus den Blutzellen werden dann Konzentrate von roten Blutzellen (Erythrozyten), weißen Blutzellen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) hergestellt. Das Blutplasma wird tiefgefroren und später weiterverarbeitet. Aus dem Plasma gewinnt man verschiedene Bestandteile, vor allem wertvolle Eiweiße, Stoff zur Blutgerinnung und Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger. Nicht alle dieser Blutbestandteile sind gleich lange haltbar.

Das Blut wird auf die Anwesenheit von Gelbsucht (Hepatites B und C) getestet und untersucht, ob es Hinweise auf die Geschlechtskrankheit Syphilis oder eine Infektion mit der Immunschwächekrankheit AIDS gibt. Mit diesen Untersuchungen und durch die intensive Aufklärung der Blutspender haben die DRK–Blutspendedienste das Risiko einer solchen Infizierung auf ein Minimum reduziert. Erst wenn alle Untersuchungsergebnisse den strengen Anforderungen genügen, werden die Blutkonserven zur Verwendung freigegeben. Ist etwas nicht in Ordnung, teilt das der Blutspendedienst dem Spender über seinen Hausarzt mit. Die Blutspende wird deshalb auch zu einer kleinen Gesundheitskontrolle.

Das alles haben wir im Gespräch mit Herrn Haberich vom Blutspendedienst erfahren, denn ein Labor konnten wir leider nicht besichtigen. Trotzdem haben wir auch eine Auswertung einer Blutspende gesehen."

Lösung: LESElust

Die Jungforscherinnen und –forscher besuchten die Stadtbibliothek in Blankenburg. Dort hatten sie ein wenig Glück und trafen direkt einen Autor aus ihrer Stadt:

"Wir haben uns nach einer Beratung der Gruppe in der Stadtbibliothek angemeldet. Frau Jahn, die Leiterin der Bibliothek, hat uns begrüßt, die Räumlichkeiten und alle Angebote gezeigt. Zu unserer Überraschung war ein Autor aus unserer Stadt auch in der Bibliothek. Sein Name ist Bernd Wolff. Er hat Bücher für Kinder und Erwachsene geschrieben. Es gibt sogar einen Bildband über unsere Stadt von dem er die Fotos selbst gemacht hat. Einige Büchertitel von Herrn Wolff sind "Im Labyrinth der Täler", "Goethes zweite Harzreise" oder "Winterströme – Goethes Harzreise 1777". Es sind Romane. Wir haben ausgekundschaftet, dass Herr Wolff ein Goethefan ist. Auch Kinderbücher wie "Alwin auf der Landstraße" hat der Blankenburger geschrieben. Es wurde sogar verfilmt.

Blankenburg

Besuch der Stadtbibliothek, Interview mit dem Schriftsteller Bernd Wolff

Unser Zitat aus dem Buch "Alwin" auf der Landstraße: Da steht ein Junge am Fenster. Er ist in die Höhe geschossen wie eine Salatstaude und daher etwas schmächtig um die Brust.

Wir haben in der Bibliothek auch herausgefunden, dass es in Blankenburg noch mehr Schriftsteller gibt. So zum Beispiel Frau Sarina Lesinski. Hier werden wir in unseren kommenden Deutschstunden weiter forschen. Dazu können wir auch unsere Schulbibliothek nutzen."

Lösung: ZEITreise

Auf ihrer Zeitreise begaben sich die Schülerinnen und Schüler ins tiefste Mittelalter und besuchten das Kloster Michaelstein:

"Wie zur Gründungszeit (1146) liegt das Kloster Michaelstein auch heute noch abseits des städtischen Lebens von Blankenburg in idyllischer Harzrandlage. Wir haben uns bei unserem Besuch dort wie Nonnen bzw. Mönche gekleidet und Kutten angezogen. Wir erfuhren ebenfalls etwas über das Leben der Brüder und Schwestern damals.

Die Klosterführung war sehr interessant. Wir lernten, dass Mönche den ganzen Tag in jedem Raum außer in dem Kapitelsaal zum Beten schweigen mussten. Um 2:00 Uhr in der Nacht aufzustehen ist für uns unvorstellbar, für Mönche war es aber an der Tagesordnung.

Blankenburg

Besuch des Klosters Michaelstein: Leben der Mönche

Im Kloster gibt es wie damals einen eigenen Kräutergarten und darin ca. 260 altbekannte Kräuter, die als Heilmittel oder als Gewürz dienen. Wir entdeckten Currykraut, Basilikum, Lorbeer und Stockrosen. Das Currykraut ist als Gewürz in aller Welt bekannt, aber es färbt auch. Basilikum ist ebenfalls ein bekanntes Gewürz. Lorbeer ist auch ein Gewürz, ist aber ebenfalls gut für die Verdauung. Die Stockrose hilft gegen Husten.

Mönche und Nonnen sind damals ins Kloster gegangen, um Gott näher zu sein. Wir konnten uns ein klein wenig in das Leben der Brüder und Schwestern hineinversetzen."

Lösung: ZUGeschaut!

"Um 8:32 Uhr sind wir mit dem Zug von Blankenburg nach Magdeburg gefahren und waren um 9:36 Uhr dann in der Landeshauptstadt von Sachsen–Anhalt. Hier haben wir uns den "Science Express" angeguckt. Die Wagen 1 bis 12 waren unterschiedlichen Themen gewidmet: dem Weltraum, der Nanotechnologie, dem Spritverbrauch beim Auto, künstlichen Organen für den Menschen, der Gesundheit und dem Gehirn (Wagen 4). Jeder konnte sich ansehen, was ihn selbst interessiert hat. Um 10:30 Uhr begann unser Workshop im Wagen 12 im Mitmachlabor mit dem "Coolen Kunststoff" Superabsorber.

Experiment 1: wir untersuchten die Aufnahmefähigkeit von Superabsorberpulver. Wir mussten ca. 53 ml Wasser mit 0,4 g Pulver mischen. Wir konnten selbst ausprobieren, wie man eine gute Lösung findet.

Experiment 2: wir wiederholten den Versuch, nur mit unterschiedlichen Salzlösungen. Je höher die Lösung gesättigt war, umso kleiner war die Aufnahmemenge.

Wir waren alle vom Workshop begeistert. Hier sind die Koordinaten vom Mitmachlabor, die wir zum Glück neben dem Gästebuch fanden: 52° 8’N 11°37’O."

Blankenburg

Mitmachlabor im Wissenschaftszug Workshop "Cooler Kunststoff"

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