

Teamportrait
Lösung: RELATIVrätsel
Lösung: DENKmal!
Lösung: ER(d)probe!
Vier Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren gehen zusammen mit ihrer Lehrerin Frau Ninow auf "Forschungsexpedition Stadt". Für ihre Forschungsarbeiten wollen die Schülerinnen und Schüler unter anderem den Botanischen Garten besuchen.
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Das Expeditionsteam: Luca, Niklas, Charline, Johann–Vincent und Frau Ninow |
Wir sind gespannt auf Eure Ergebnisse und wünschen zunächst viel Spaß beim Besuch des Botanischen Gartens!
Die Jungforscherinnen und –forscher waren an der TU Berlin und haben dort einige Studentinnen und Studenten nach der Relativitätstheorie befragt. Ihre Ergebnisse haben sie in einer Grafik festgehalten:
"Aufgabe: Erklären Sie E = mc² (Energie = Masse x Geschwindigkeit²) in drei Sätzen
Zielgruppe: Studenten der TU
Befragte: 25 Männer und 7 Frauen
E = mc² / Energie = Masse x Geschwindigkeit²
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Männer, in mehr als 3 Sätzen – Männer, die nicht erklären konnten – Frauen, in mehr als 3 Sätzen – Frauen, die nicht erklären konnten |
Ergebnis: In drei Sätzen kann bzw. konnte keiner der Befragten an der TU Berlin die Relativitätstheorie erklären.
Erklärung: Die Relativitätstheorie ist ein eigener Kurs, der freiwillig ist und nur von wenigen Studenten belegt wird.
Fazit: Das Erklären der Relativitätstheorie in drei Sätzen ist unmöglich, da sie zu umfangreich ist."
Das Expeditionsteam hat sich über zwei Berliner Stadtteile informiert und nach der Geschichte, der Bebauung, der Bevölkerung und der Infrastruktur geforscht. Ihre Ergebnisse haben sie im folgenden Bericht zusammengefasst:
Vergleich der Berliner Bezirke Kreuzberg und Zehlendorf
"Berlin ist eine sehr große Stadt, die durch ihre großen Ausmaße, die verschiedensten Einwohner und das breite kulturelle Angebot sehr vielfältig ist. Doch die Stadt ist nicht überall gleich. Durch die verschiedenen Entstehungsgeschichten einzelner Stadtteile und die unterschiedliche Infrastruktur heutzutage, haben sich zwischen einzelnen Stadtteilen in jeder Hinsicht teilweise sehr große Unterschiede gebildet. Um unsere Stadt genauer kennen zu lernen, haben wir uns zwei Bezirke ausgesucht, die uns besonders unterschiedlich vorkamen, um diese im Hinblick auf die Geschichte, die Bebauung, die Bevölkerung und die Infrastruktur zu untersuchen. Dazu haben wir Zehlendorf und Kreuzberg ausgewählt.
Zehlendorf
Nachdem in der Gegend des heutigen Zehlendorf einige deutsche und slawische Siedlungen entstanden sind, wurde um 1242 von Zisterziensermönchen aus Lehnin ein Dorf gegründet, das den Namen "Cedelendorp" trug. Es gab einen Dorfkrug, eine Mühle und eine Schmiede, die Bewohner lebten aber ansonsten von der Landwirtschaft. Durch gute Böden für Holz und Weideland, sowie die umliegenden Seen (heute Schlachtensee, Krumme Lanke, Nikolassee), die Fisch und Reed boten, war eine gute Versorgung der Dorfbewohner möglich. Rund 300 Jahre wurde das Dorf in dieser Form von den Mönchen verwaltet, doch im Zuge der Reformation ging die Ortschaft in den Besitz Preußischer Könige und Brandenburgischer Kurfürsten über. Als 1838 eine Eisenbahnstrecke durch Zehlendorf gelegt wurde, um eine Verbindung von Berlin zum neu gebauten Schloss in Potsdam zu schaffen, wurde für Zehlendorf eine Anbindung an umliegende Ortschaften geschaffen.
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Der ehemalige Dorfkern mit altem Schulhaus und Dorfkirche |
Es bestand ferner die Möglichkeit, in Berlin zu arbeiten und auf dem Land in Zehlendorf zu leben. Später entstanden Gesellschaften, die alte Bauerngüter aufkauften und an reiche Kunden aus Berlin weiterverkauften. Dadurch entstanden zunächst Landhäuser berühmter Architekten und Villen für die höheren Beamten, die auch heute noch in Zehlendorf zu finden sind. Später bildeten sich auch Genossenschaftssiedlungen und Wohnungsbaugesellschaften, sodass die Bebauung Zehlendorfs von Häusern der Gründerzeit bis zu modernen Bauten variiert. Als der Ort Anfang des 20. Jahrhunderts immer weiter anwuchs, wurde Zehlendorf 1920 ein Teil der Stadt Berlin.
Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurden Teile Zehlendorfs durch russische und ukrainische Truppen zerstört. Nach dem zweiten Weltkrieg stand Zehlendorf unter Amerikanischer Besatzung, die erst 1994 Berlin wieder verlies. In dieser Zeit war die Infrastruktur stark von den amerikanischen Truppen geprägt. Es entstanden Kasernen, Versorgungseinrichtungen, Schulen, Freizeitangebote und Wohnquartiere. Außerdem wurde jährlich das Deutsch–Amerikanische Volksfest gefeiert, das noch bis heute stattfindet. Heute ist Zehlendorf durch den Wannsee, den Schlachtensee, die Krumme Lanke und Teile des Grunewalds ein sehr grüner Bezirk, der durch diese Erholungsgebiete besonders im Sommer einen beliebten Ort für Berliner und Touristen darstellt.
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Das Strandbad Wannsee |
Außerdem gibt es vor allem in Dahlem viele wissenschaftliche Einrichtungen, wie die Freie Universität. Im Zentrum Zehlendorfs gibt es viele Gebiete mit kleinen Einzelhandelsgeschäften, aber auch große Einkaufszentren. Die Wohnlagen sind sehr unterschiedlich, da Zehlendorf aufgrund der vielen Grünflächen trotz der großen Gesamtfläche eine relativ geringe Einwohnerzahl und somit eine geringe Bevölkerungsdichte aufweist. Die Sozialstruktur ist sehr hoch, da die vielen Bewohner der immer noch vorhandenen Villenviertel ein vergleichsweise hohes Einkommen haben, aber auch ein hohes Durchschnittsalter darstellen. Deshalb gibt es in Zehlendorf eine geringe Arbeitslosigkeit, aber auch vergleichsweise wenig junge Einwohner.
Kreuzberg im Wandel
1920 nahm die Stadtgemeinde Groß–Berlin den Bezirk auf, der eigentlich erst "Hallesches Tor" heißen sollte (wegen des Verkehrsknotenpunktes), dann aber 1921 Kreuzberg genannt wurde (wegen des 66 m hohen Kreuzbergs).
Im 19. Jahrhundert begann somit die Verstädterung Kreuzbergs, es wurden Fabriken und Mietskasernen errichtet. Durch die somit entstandenen Arbeitsplätze kamen viele Zuwanderer. Außerdem wurde das Verkehrsnetz ausgebaut, um den Menschen den Weg zur Arbeit zu erleichtern. Trotz der Arbeitsplätze war Kreuzberg jedoch ein armes Viertel, so galten 50.000 Menschen der dortigen Bevölkerung als besonders Not leidend. In der Zeit des Nationalsozialismus (in den 1930er–Jahren entstand die erste Nazi–Gruppierung in Kreuzberg–Yorkstraße) wurde der Bezirk am Ende des 2. Weltkriegs, also 1945, fast vollständig durch Bombenangriffe zerstört.
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Kreuzberg historisch |
Mit dem Bau der Mauer (1961) wurde Kreuzberg von einem Innenstadtbezirk zu einem Randbezirk. Dadurch gelangte der Bezirk ein wenig in Vergessenheit und die Häuser wurden dem Verfall überlassen. Die meisten Bewohner waren nun Gastarbeiter (meist türkischer Herkunft), die dort billig unterkamen. In den 1970er–Jahren begann man dann mit dem Bau von Hochhäusern, um das ausgebrochene orientalische Flair einzudämmen. Die Bewohner des Bezirks wollten jedoch, dass die alten Häuser saniert werden. Es begann die Zeit der Revolutionen in Kreuzberg (1980er–Jahre). Sie besetzten die alten Häuser (die abgerissen werden sollten) und erreichten somit ihr Ziel: die Sanierung der Häuser.
Heute ist von den früheren Revolutionen nicht mehr viel übrig, außer der traditionellen "1. Mai Demonstration". Allerdings ist Kreuzberg, damals wie heute, ein beliebtes Ziel für Künstler, Dichter und Denker. Mit seinem multikulturellen und unkonventionellen Touch ist Kreuzberg heute ein berühmtes Szene–Viertel, unter den Touristen wie auch für die Berliner."
Das Forscherteam besuchte den Botanischen Garten in Berlin, um sich dort mit dem tropischen Regenwald auseinander zu setzen und einen Fragebogen auszufüllen. Leider war bei ihrem Besuch das Sumpfpflanzenhaus geschlossen, weshalb die ersten beiden Fragen unbeantwortet bleiben mussten.
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Das Forscherteam im Botanischen Garten |
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Zwei weitere Fragebögen von Johann–Vincent und Niklas können Sie hier (PDF) herunterladen.
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Caroline, Johann–Vincent, Niklas und Luca (von oben links) im Botanischen Garten |
