

Am frühen Abend des 16. April um 18.15 Uhr startete in der historischen Paulinerkirche die zentrale Veranstaltungsreihe zur Perspektive Sprache. Der erste Termin der vom Seminar für Deutsche Philologie organisierten Vorlesungsreihe "Wissenszukunft – Zukunftswissen. Diskurse: gesellschaftliche Positionen und Gegenpositionen" bildete zugleich den offiziellen Auftakt des Göttinger Treffpunkts der Wissenschaft.
Die Veranstaltung wurde durch die Universitäts-Vizepräsidentin Prof. Hiltraud Caspar-Hehne eröffnet. Es folgten Begrüßungen des Leiters des Seminars für Deutsche Philologie, Prof. Albert Busch, sowie des Veranstalters der Vorlesungsreihe, Prof. Sigurd Wichter. Der Vortrag von Prof. Dr. Ingo Warnke (Bern) und Dr. Ulrike Gerhard (Heidelberg) befasste sich unter einem besonderen Gesichtspunkt mit der Göttinger Forschungsfrage, wie Kommunikation Wirklichkeiten schafft. Die Humangeographin und der Linguist widmeten sich dem Thema, "Wie Städte herbeigeredet werden – Die sprachliche Aushandlung von Architekturen und Stadtgeographien".
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Die Veranstalter der Vorlesungsreihe "Wissenszukunft – Zukunftswissen": Prof. Dr. Sigurd Wichter mit Prof. Dr. Nina Janich (Vortrag am 23. April) und Prof. Dr. Ina Karg (Vortrag am 30. April) |
Die beiden Referierenden sprachen über die Entstehung von urbanen Schauplätzen, die für zahlreiche Menschen zur alltäglichen Lebenswelt gehören. Ihr Vortrag beleuchtete das Wechselverhältnis von Sprache und städtischer Wirklichkeit. Anhand von theoretischen Bezugnahmen und praktischen Beispielen wurde der prägende Einfluss gesellschaftlicher Debatten auf das Bild, das Menschen von urbaner Geographie haben und wie sie diese erleben, aufgezeigt.
Bei den weiteren Terminen der Veranstaltungsreihe sollen verschiedene Aspekte des Verhältnisses zwischen Sprache und Wissen beleuchtet werden. Das Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürgern Einblicke zu verschaffen in wissenschaftliche Tätigkeiten, die sich mit Sprache, Diskursen und deren Einfluss auf den Lebensalltag der Menschen beschäftigen. Hierzu werden weitere renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Göttingen und anderen Städten in Hinblick auf u. a. Bildung, Migration, Literatur, Gesundheit und das Internet sprechen.
Ein weiterer Höhepunkt des Göttinger Wissenschaftsjahrs wird am 9. Juni stattfinden, wenn Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen im Rahmen eines Forums über den Zusammenhang von Sprache und Wirklichkeitswahrnehmung diskutieren. Am darauf folgenden Wochenende wird der Zug der "Expedition Zukunft" im Göttinger Bahnhof Halt machen.
Wohin wandert Wissen? Das ist die Forschungsfrage, die sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Engineering Region Darmstadt Rhein Main Neckar in diesem Jahr stellen. Was genau dahinter steckt, wurde am 20. April 2009 im Rahmen einer Pressekonferenz von Staatssekretär Andreas Storm, Oberbürgermeister Hoffmann, IHK-Vizepräsidentin Dr. Kristina Sinemus vorgestellt.
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v.l.n.r. Dr. Kristina Sinemus, IHK-Vizepräsidentin, Andreas Storm, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Uwe Vetterlein und der Darmstädter Oberbürgermeister Walter Hoffmann. Foto: Markus Schmidt |
Die Forschungsfrage wird auf verschiedenen Wegen untersucht werden. Zur Eröffnung des Treffpunktes der Wissenschaft werden sich am 29.04.09 Experten in einer Talkrunde zu der Forschungsfrage austauschen. Außerdem wird sich ein studentisches Expeditionsteam, das die Treffpunkte der Wissenschaft bereist, mit dieser Frage auseinandersetzen. Die Ergebnisse der Studierenden werden im Reisetagebuch auf www.staedte-im-wissenschaftsjahr.de dokumentiert. Zu dem Thema "Unternehmen Wissenschaft" finden Veranstaltungen für die Öffentlichkeit, Tage der offenen Tür, Wettbewerbe, Ausstellungen und Aktionen für Schülerinnen und Schüler statt. Die Industrie- und Handelskammer Darmstadt Rhein Main Neckar koordiniert die Aktivitäten vor Ort. Zahlreiche Partner beteiligen sich am Treffpunkt der Wissenschaft – u.a. Fraunhofer Institute, Hochschule Darmstadt, Technische Universität Darmstadt, Stadt Darmstadt, Werkbundakademie Darmstadt und forschende Unternehmen. Ein besonderer Höhepunkt des Treffpunktes der Wissenschaft ist der Halt des "Expedition Zukunft", der in Darmstadt vom 29. April bis zum 02. Mai Station machen wird.
Reisenotizen und Reisetagebücher gibt es von Alexander von Humboldt bis hin zu Johann Wolfgang von Goethe. Forschung und Reflexion sind untrennbar mit dem Festhalten von Ideen und Gedankengängen in Schrift und Bild verbunden. Im Wissenschaftsjahr 2009 - Forschungsexpedition Deutschland werden vier Studierende die Tradition des Reisetagebuchs fortführen:
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Vier rasende Reporter im Dienste der Wissenschaft: Helena, Tatjana, Natalie und Ridha (v. links nach rechts) |
Auf den Spuren der Wissenschaft reisen Helena, Natalie, Ridha und Tatjana durch Deutschland und halten ihre Erlebnisse und Erkenntnisse in Wort, Bild und Ton in ihren Online-Reisetagebüchern fest. Lesen und kommentieren Sie mit!
Weitere Informationen und die Expeditionstgebüchern finden Sie hier.
Über 4.000 Menschen haben den Tag der offenen Tür in der Heidelberger Angelika-Lautenschläger-Kinderklinik am 4. April besucht. Die Veranstaltung am Treffpunkt der Wissenschaft war als Passstation gemeldet und viele Kinder und Jugendliche haben die Gelegenheit genutzt, sich einen Pass und die ersten Stempel zu holen.
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Die Forschungsfrage aus Heidelberg "Hat Gesundheit Zukunft" an der Medizinischen Fakultät Heidelberg |
"Warum ist das Blut rot?", "Wie funktioniert das Atmen?", "Wie werden Gehirnströme sichtbar?" und "Was passiert beim Röntgen?", sind nur einige der Fragen, die in kindgerechten Vorträgen oder mit Demonstrationen erklärt wurden. Mehrere Stationen haben zum Ausprobieren eingeladen: Junge Besucher konnten herausfinden, was sie im Ultraschall erkennen können oder wie man Blutdruck misst. Im Teddybärkrankenhaus konnten Kinder unter professioneller Anleitung ihre "kranken" Stofftiere verarzten, ganz gleich ob der "Patient" nur unter Bauchschmerzen leidet oder ein komplizierter Bruch verbunden werden muss. Zusätzlich gab es einen kostenlosen Gesundheits-Check für Kinder; die Ergebnisse wurden in einen Gesundheitspass eingetragen und verglichen. Nicht zuletzt hat die Maus aus der "Sendung mit der Maus" die Besucher begrüßt und durch den spannenden Tag begleitet.
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Dr. Annette Tuffs (Mitte), Leiterin Pressestelle des Universitätsklinikums Heidelberg und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg mit Ihrem Team am Tag der offenen Tür |
Zum 31. März 2009 endete die Anmeldefrist zur Teilnahme an der "Forschungsexpedition Stadt" im Wissenschaftsjahr 2009 - Forschungsexpedition Deutschland. Zahlreiche Jugendgruppen, Schulen, Bildungseinrichtungen und -initiativen aus über 50 Städten bundesweit sind dem Aufruf der Robert Bosch Stiftung und des Deutschen Städtetages gefolgt und haben Ihre Projektbewerbungen eingereicht.
Geleitet von den 11 Forschungsfragen aus dem Spielplan (in Einzelfällen entlang einer selbst entwickelten Expeditionsroute) werden sich im Zeitraum von Mitte April bis Mitte Oktober 2009 über 1.400 Kinder und Jugendliche auf "Forschungsexpedition Stadt" begeben und die wissenschaftliche Landschaft ihrer Stadt unter die Lupe nehmen. Die "Forschungsexpedition Stadt" wird in den folgenden Städten realisiert:
Aachen, Aschaffenburg, Berlin, Biberach, Bielefeld, Blankenberg, Bonn, Braunschweig, Bremen, Bremerhaven, Burghausen, Cottbus, Darmstadt, Dresden, Dortmund, Düsseldorf, Ebern, Erfurt, Essen, Frankfurt am Main, Freiburg i. Br., Hagen, Goslar, Hamburg, Halle/Saale, Hamm, Heilbronn, Holzminden, Jena, Kaiserslautern, Karlsruhe, Kiel, Köln, Ludwigsburg, Magdeburg, Mühldort, Neubrandenburg, Ratingen, Rostock, Rüsselsheim, Saalfeld, Saarbrücken, Schwerin, Stuttgart, Tübingen, Ulm, Willich, Wunsiedel, Wuppertal und Würzburg.
In den kommenden Wochen werden die ersten Expeditionsteams vorgestellt. Wir werden die Gruppen ganzjährig begleiten und den Projektverlauf dokumentieren.
Wir möchten allen beteiligten Expeditionsteams für das Interesse an unserem Projekt herzlich danken und wünschen ihnen viel Spaß und natürlich spannende Entdeckungen auf der "Forschungsexpedition Stadt"!
Hinweis:
Bis zum 30. April 2009 besteht noch eine Anmeldemöglichkeit für Nachzügler.
Hier geht es zu den Nachrichten aus dem Vormonat.
