Schülerrecherche

"Welche neuen Materialien braucht der Mensch?" - das fragen sich Schülerinnen und Schüler im Rahmen von zwei Aktionen am Treffpunkt Nürnberg-Fürth-Erlangen: Das Medium Radio hat sich die Gruppe vom Sigmund-Schuckert-Gymnasium Nürnberg ausgesucht, hier kann man die Ergebnisse ihrer Recherchen hören. Nicht weniger kreativ werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der naturwissenschaftlichen Erkundungen vorgehen, die mit dem Pädagogischen Institut der Stadt Nürnberg der Stadt Nürnberg auf Expedition gehen.

Die Herausforderung I: Der "Werkstoff Zukunft" zum Hören

Das Schülerradio und der Leistungskurs Physik des Sigmund-Schuckert-Gymnasiums in Nürnberg hatten sich vorgenommen, alles über das Thema Neue Materialien zu erforschen. Angefangen mit den drei Städten des Treffpunkts Nürnberg-Fürth-Erlangen sowie deren Umgebung, über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse bis hin zu Themen, die das tägliche Leben aller Menschen betreffen, wollten sie im Radio darüber berichten. Unterstützt wurden sie dabei durch den betreuenden Lehrer der Radiogruppe, OStR Reiner Geißdörfer, und die kulturidee, dem Projektbüro für den Treffpunkt im Auftrag des Städtetrios.

Für die Produktion der Beiträge hat das Team folgende Recherchen unternommen: Sie haben die "Expedition Zukunft" erkundet, den Wissenschaftszug, der vom 12. bis 14. Juli in Nürnberg Halt gemacht hat und das Fürther Unternehmen PolyIC GmbH & Co. KG besucht, um einen Einblick in die Möglichkeiten gedruckter Elektronik zu erhalten. Außerdem erforschten sie das Thema mit Hilfe zahlreicher Interviews, unter anderem mit dem Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Maly und dem Projektleiter des "Wissenschaftsjahres 2009" im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dr. Martin Thomé.

Wissenschaftsjahr 2009 – und mittendrin der Treffpunkt Nürnberg-Fürth-Erlangen. Ein Sachverhalt, der leider zu vielen nicht bewusst ist. Eine erste Umfrage der Radiogruppe unter den Teilnehmern des Leistungskurses Physik am Sigmund-Schuckert-Gymnasium war ernüchternd: Dass Firmen im Städtedreieck zu den Top-Adressen der deutschen High-Tech-Forschung zählen, wissen wenige. Dass sich viele dieser Firmen der Materialforschung verschrieben haben, wissen noch weniger. Grund genug, dem Thema des Wissenschaftsjahres 2009 zu folgen und sich auf Forschungsexpedition zu begeben - nicht in die weite Welt, sondern zur Firma nebenan.

Mitten drin beim Auftakt der Treffpunkts der Wissenschaft

Über mehrere Wochen hinweg arbeitete sich das Team in die Forschungsfrage ein. Durch die intensive Beschäftigung mit dem Treffpunkt der Wissenschaft waren die Schülerreporter der Gruppe rechtzeitig zum Startschuss für die regionalen Aktivitäten gut vorbereitet bei der Auftakt-Pressekonferenz zu Gast. Dort hatten sie die Möglichkeit, in Interviews mit dem Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, dem Fürther Treffpunkt-Beauftragten Thomas Dreykorn und mit dem Projektleiter des Wissenschaftsjahres vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dr. Martin Thomé, ihre selbst entwickelten Fragen zu Wissenschaft und Forschung im Städtedreieck Nürnberg-Fürth-Erlangen loszuwerden.

SoundDas Interview mit Dr. Martin Thomé anhören.

Die Radiogruppe "am Zug"

Der Besuch der "Expedition Zukunft" im Juli half dabei, sich inhaltlich noch weiter an das Thema anzunähern und den Forschergeist der Schülerinnen und Schüler zu wecken. Insbesondere die Wagen 3 und 6 der rollenden Wissenschaftsausstellung hatte es dem Team angetan. In Wagen 3 konnten sie in die Welt des Nanokosmos hineinschnuppern und faszinierende Einblicke in hochpräzise Fertigungsverfahren werfen, in Wagen 6 hingegen drehte sich alles um intelligente Materialien, neuartige Stoffe und die Ideen, Produkte und Fabriken der Zukunft.

Nach diesem Zugbesuch wurde damit begonnen, verstärkt Informationen aus der Region zu sammeln. Dabei standen vor allem die folgenden Fragen im Mittelpunkt:

Mit welchen Veranstaltungen präsentiert sich der Treffpunkt Nürnberg-Fürth-Erlangen im Wissenschaftsjahr? Was hat die Region an Forschung zu bieten? Was zeichnet die hier ansässigen Unternehmen aus? Welche Rolle spielt die Materialwissenschaft für unsere Zukunft? Was muss für Bildung und Wissenschaft getan werden?

Polymerelektronik?

Den Höhepunkt der Recherchen bildete ein Besuch bei der Firma PolyIC in Fürth, die auf dem Gebiet der Polymerelektronik zu den führenden Unternehmen der hiesigen Forschungslandschaft zählt. Was das ist - Polymerelektronik -, was der Geschäftsführer Herr Wolfgang Mildner über sein Unternehmen und die regionale Wissenschaftslandschaft erzählen konnte und was die Schülerinnen und Schüler erlebt haben, kann man den beiden Radiobeiträgen entnehmen, die sie produziert haben.

Der Radiobeitrag "Werkstoff Zukunft":

SoundTeil 1 anhören.

SoundTeil 2 anhören.

Das Team

Das Schülerradio und der Leistungskurs Physik des Sigmund-Schuckert-Gymnasiums haben sich des Treffpunkt-Themas "Werkstoff Zukunft" mit professionellen Radiobeiträgen angenommen. Betreut wird die Gruppe von OStR Reiner Geißdörfer, die einzelnen Aufgaben haben folgende Mitwirkende übernommen:

Technik und Aufnahme: Christoph Grabenstein, Fabian Leibold, Christoph Daumenlang, Silvia Mlawez Sprecher: Tim Bollendorf Interview mit Dr. Thomé: Christian Geymeier Skript: Christian Schlenk

Die Schule

"Das Sigmund-Schuckert-Gymnasium verpflichtet sich zusammen mit Schülern, Eltern, Lehrern und außerschulischen Partnern einem Bildungsideal, das den Menschen in seiner ganzen Person ernst nimmt und seine verschiedenen Fähigkeiten vielseitig fördert. In der Verbindung von persönlicher und sozialer Anerkennung und Förderung sehen wir die entscheidende Grundlage für die Entwicklung einer selbstbewussten, kreativen und sozialen Persönlichkeit." Weitere Informationen zur Schulphilosophie.

Sigmund Schuckert (1846-1895)

Die „Schule wurde nach Sigmund Schuckert benannt, weil er zeitlose Tugenden verkörpert. Als genialer Erfinder und unternehmerischer Partner von Werner von Siemens etablierte er die Elektrizität in Nürnberg. Als humaner Arbeitgeber war er seiner Zeit weit voraus, indem er neben übertariflichen Löhnen bereits im 19. Jahrhundert seine Belegschaft durch betriebliche Versicherungssysteme und Sozialleistungen absicherte. Damit symbolisiert er das Leitbild dieser Schule, die ihre Schüler zu Leistungsbereitschaft ebenso erziehen will wie zu verantwortlichem Umgang mit ihren Mitmenschen und ihrer Umwelt."

Die Herausforderung II: Den "Werkstoff Zukunft" erleben

In Form von naturwissenschaftlichen Erkundungen und Mitmachaktionen haben sich Schülerinnen und Schüler im Rahmen des zweiten Projekts am Treffpunkt mit der Forschungsfrage "Welche neuen Materialien braucht der Mensch?" auseinandergesetzt. Das Thema wurde anhand von Baumaterialien erfahren. Angeleitet durch Pädagogen und Erlebnispädagogen wurde Schülerinnen und Schülern im Alter von zehn bis zwölf Jahren auf kreative Weise die Forschungsfrage näher gebracht und mit der Frage nach sinnvollen neuen (Bau-) Materialien – auch im Bezug auf Umweltschutz – konfrontiert.

Erlangen/Nuernberg/Fuerth

Die Welt der neuen Materialien fasziniert besonders im Kleinen: Aufnahme eines Kristalls in der Nanowelt. (Bild: Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials)

Die Idee

Bei den Mitmachaktionen haben sich die Schülerklassen zunächst bei einem Spaziergang durch die Stadt damit beschäftigt, aus welchen Materialien die Gebäude und Sehenswürdigkeiten aus den verschiedenen Epochen der Stadt bestehen. An verschiedenen Stationen untersuchten sie die Eigenschaften der Materialien, die im engen Zusammenhang mit der jeweiligen Station standen. Welches Material wurde verwendet? Wie ist das Material beschaffen? Welche positiven und negativen Eigenschaften können entdeckt werden? Welche Anforderungen werden heute an Bausubstanzen gestellt? In welcher Weise kann hier auf die Schonung unserer Umwelt Rücksicht genommen werden? Die Aufgaben leben vom Mitmachen und Experimentieren.

Die Schülerinnen und Schüler sind anschließend mit ihren erworbenen Erkenntnissen durch die Innenstadt gegangen und haben Bürger zum Thema neue Materialien interviewt. Ziel der Schüler war es, die Bürger der Städte auf kreative Weise auf die Forschungsfrage aufmerksam zu machen und mit der Frage nach sinnvollen neuen Materialien auch hier wieder im Bezug auf Umweltschutz zu konfrontieren. Neben dem Kontakt mit den Bürgern haben sich die Schülerinnen und Schüler in der Diskussion mit Wissenschaftlern, Bauunternehmen und Architekten aus der Region weiter mit den entdeckten Baumaterialien auseinandergesetzt.

Die Ergebnisse

Im Folgenden werden die Struktur und Ergebnisse der Erkundungsreise entlang der Themenschwerpunkte dargestellt. Zunächst einmal, wird sich das Team selbst vorstellen:

Welche neuen Baumaterialien braucht der Mensch?

Welche Materialien werden bei Gebäuden verwendet?

Um diese Frage zu beantworten, haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das folgende Arbeitsblatt erhalten: Arbeitsblatt downloaden (PDF)

Wir testen verschiedene Materialien für den Hausbau!

Experimente mit Materialien rund um den Hausbau

Welche Experimente gemacht wurden, kann man auf dem folgenden Arbeitsblatt sehen: Arbeitsblatt downloaden (PDF 2,9 MB)

Häuser und Gebäude in unserer Umgebung

Das Ausfüllen des folgenden Arbeitsblattes, war die nächste Aufgabe der Jungforscherinnen und Jungforscher: Arbeitsblatt downloaden (PDF)

Erkundung von neuen Materialien

Vorschläge für Neues im Hausbau

Auf dem folgenden Arbeitsblatt war die Kreativität der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und nicht zuletzt die der Bürger gefragt: Arbeitsblatt downloaden (PDF)

Unsere Vorschläge für Neues im Hausbau

Nach so vielen Informationen und Aktivitäten rund um das Thema Bauen und neue Materialien, haben die Forscherinnen und Forscher natürlich auch eigene Ideen entwickelt, zum Abschluss auch hierzu ein kurzer Film:

Die Institution

"Das Pädagogische Institut Nürnberg (PI) ist eine Einrichtung des Bürgermeisters Geschäftsbereich Schule der Stadt Nürnberg. Es dient der Fortbildung und Schulentwicklung, der Umweltbildung und Medienpädagogik sowie der Durchführung von innovativen Projekten. Es unterstützt die Schulen bei der Erfüllung ihres Bildungs- und Erziehungsauftrags. Primäre Zielgruppen sind Lehrkräfte und Schulleitungen sowie alle an Schule Beteiligte. Das PI fördert den Gedankenaustausch zwischen Schule, anderen pädagogischen und Bildungseinrichtungen und der Öffentlichkeit. Es ist an allen Konzepten und Projekten des Bürgermeisters Geschäftsbereich Schule beteiligt und kooperiert dabei eng mit dem BeratungsCentrumSchule (Schulpsychologie für Nürnberg und Schulsozialpädagogischer Dienst), den pädagogischen Ämtern und den kommunalen Schulen. Das PI arbeitet vor allem für die Schulen in der Stadt Nürnberg, aber auch für die Metropolregion Nürnberg. Organisatorisch gliedert sich das PI in die Bereiche Fortbildung und Schulentwicklung, Medienpädagogik und Umweltbildung."