Nürnberg-Fürth-Erlangen

"Welche neuen Materialien braucht der Mensch?" fragt das Treffpunkt-Städtetrio Nürnberg–Fürth–Erlangen zum Thema "Werkstoff Zukunft". Die Koordination vor Ort liegt in den Händen der kulturidee GmbH. Der Ausstellungszug der Max-Planck-Gesellschaft, die "Expedition Zukunft", machte vom 12. bis 14. Juli Station in Nürnberg.

Das Programm mit Highlights vom Treffpunkt der Wissenschaft Nürnberg-Fürth-Erlangen können Sie hier downloaden (PDF). Wie der "Werkstoff Zukunft" auf der Langen Nacht der Wissenschaften in Nürnberg, Fürth und Erlangen thematisiert wurde, kann man hier nachlesen.

"Welche neuen Materialien braucht der Mensch?" fragen sich auch im Städtetrio drei Gruppen: Schülerinnen und Schüler gehen der Frage nach, unser studentisches Expeditionsteam wird vor Ort sein und schließlich werden sich Experten in einer öffentlichen Debatte mit dem Thema auseinandersetzen.

Nürnberg ist mit über 500.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Freistaats Bayern und ist zusammen mit den Städten Fürth und Erlangen eine der Metropolregionen Deutschlands. Zusammen bilden die einstige Heimatstadt Albrecht Dürers und die 2007 im Rahmen des 1.000 jährigen Jubiläums vom bayrischen Staatsministerium ernannte Stadt der Wissenschaft Fürth mit ca. 115.000 Einwohnern und der "Medizinstandort der Zukunft" Erlangen mit etwa 105.000 Einwohnern das kulturelle Zentrum Frankens. Beleg für die wirtschaftliche Stärke der Region ist die weltweite Nachfrage der dort hergestellten Güter, wie zum Beispiel den Spielfiguren von Playmobil, den Buntstiften von Faber-Castell, dem "Tempo"-Taschentuch oder auch das 1992 vom Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen in Kooperation mit der Universität Erlangen-Nürnberg entwickelte MP3-Format.

Erlangen/Nuernberg

Welche neuen Materialien braucht der Mensch? – Wissenschaftsjahr-Flagge am Haupteingang der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg

Entscheidend für die Entwicklung der Region war auch die Zusammenführung der Handelshochschule Nürnberg mit der Friedrich Alexander Universität Erlangen im Jahr 1961, die Einrichtung der Technischen Fakultät 1966 und die 2004 erfolgte Gründung des Zentralinstituts für Neue Materialien in Fürth. Mit insgesamt 25.000 Studierenden, zahlreichen Forschergruppen und Graduiertenkollegs verfügt die Universität seit 2007 auch über ein Exzellenzcluster: Als größter Druckstandort Deutschlands (Nürnberg) und weltweit präsenter Maschinenbaustandort, profitiert die Region von dem Forschungsbereich des Clusters "Engineering of Advanced Materials", der Materialien mit "maßgeschneiderten elektrischen, optischen, katalytischen und mechanischen Eigenschaften" in der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen sieben Fachrichtungen, außeruniversitären Einrichtungen und der Industrie entwickelt.

Erlangen/Nuernberg

Welche neuen Materialien braucht der Mensch? – Wissenschaftsjahr-Flagge am Rathaus Erlangen

Neue Materialien können unter der Erschließung von innovativen Anwendungen der Nanoelektronik, Photonik oder dem Leichtbau entscheidend für die industrielle Wettbewerbsfähigkeit, den wirtschaftlichen Wachstum und die Verbesserung der Lebensqualität sein. Doch welche Materialien braucht der Mensch zur Verbesserung dieser Lebensqualität?

Bei der Auftaktpressekonferenz des Treffpunkt-Städtetrios am 25. Mai 2009 gaben die (Ober-)Bürgermeister der drei Städte gemeinsam mit Dr. Martin Thomé vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und Atje Drexler von der Robert Bosch Stiftung den Startschuss für die Aktivitäten rund um diese Forschungsfrage:

Fraunhofer IIS

Fraunhofer IIS / Fuchs

Die Disziplin "Neue Materialien" ist eine Querschnittstechnologie. Forscher befassen sich in diesem Zusammenhang zum Beispiel mit dem Fahrzeugbau, der Energieerzeugung, dem Maschinenbau, der Nachrichtentechnik und medizinischen Anwendungen. Das Kompetenzfeld Neue Materialien ist fest in Nürnberg, Fürth und Erlangen verankert; das Städtedreieck gilt als Werkstoffzentrum Bayerns und ist in diesem Kompetenzfeld sogar als europäischer Spitzenstandort einzustufen. Diese Bedeutung wird auch durch die Universität Erlangen-Nürnberg verdeutlicht: Insgesamt sieben Lehrstühle beschäftigen sich dort mit den innovativen Werkstoffen. Das Department Werkstoffwissenschaften ist eines der größten aller deutschen Universitäten. Wissen und Technologie rund um "Werkstoff Zukunft" entstehen aber auch in den zahlreichen Forschungsinstituten und forschenden Unternehmen in Nürnberg, Fürth und Erlangen.

Einige der Highlights werden eine Wanderausstellung der Deutschen Gesellschaft für Materialforschung und Die Lange Nacht der Wissenschaften im Oktober sein.

Dialog über die Arbeitsplätze von morgen

Der S-Bahnsteig Frankenstadion wurde vom 12. bis 14. Juli zum Expeditionsziel 4755 neugieriger Entdecker. Groß und Klein waren von der "Expedition Zukunft" der Max-Planck-Gesellschaft in Kooperation mit dem BMBF und zahlreichen Partnern aus Forschung und Wirtschaft begeistert.

Unter den Besuchern konnte auch der insgesamt 100.000ste Forschungsreisende begrüßt werden. Ein 14-jähriger Schüler des Gymnasiums Weißenburg wurde persönlich vom Siemens-Vorstandsvorsitzenden Peter Löscher beglückwünscht.

Fraunhofer IIS

Viel zu entdecken gibt es in den 12 Themenwagons des Wissenschaftszugs – auch neue Materialen finden sich in den Wagen 3 und 6. (Bild: Kulturidee)

Bei einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion des Zugpartners Siemens mit u.a. Bundesministerin Annette Schavan zum Thema "Arbeitsplätze von morgen" konnten auch viele Schüler von eingeladenen Partnerschulen zu den Zukunftschancen in Wirtschaft und Wissenschaft ihre Fragen stellen.

Fraunhofer IIS

Hochschulpräsident Prof. Dr. Michael Braun, Max-Planck-Forscher Prof. Dr. Philip Russel, Nürnbergs Wirtschaftsreferent Dr. Roland Fleck, Wissenschaftsjahr-Koordinator Dr. Dietrich Nelle, Staatssekretärin Dagmar Wöhrl, Erlangens Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis und Siemens-Betriebsleiter Heinz-Jürgen Wiendl bei der Begrüßung der "Expedition Zukunft" in Nürnberg. (Bild: Kulturidee)

Pressereaktionen auf die Veranstaltung:
"Die Besten sollten Lehrer werden". Hochschule-Extra, Nürnberger Nachrichten, 17.7.2009.

"Jagd auf die klügsten Köpfe: Siemens-Chef Löscher besucht Ausstellungszug "Expedition Zukunft"". Nürnberger Zeitung, 15.7.2009.

Schulen ans Netz e. V. hat zu allen Treffpunkten der Wissenschaft Unterrichtsmaterialien zusammengestellt – so auch zum Treffpunkt Nürnberg-Fürth-Erlangen. Hier finden Sie die Materialien.