Idee
Ablauf und Dokumentation
Stadt München
Etwa 25 Schülerinnen und Schüler einer 8. Klasse der Städtischen Carl-Spitzweg-Realschule werden vom 6. Oktober bis zum 28. November 2008 im Münchner "Planspiel Stadt" zunächst für das Fach Mathematik ihre eigenen Wohnungsgrundrisse zeichnen und markieren darin "Wohlfühl"- und "Unwohlfühlorte". Sie vermessen ihr Zimmer und zeichnen einen Plan im Maßstab 1:50 inklusive Möblierung. Im Fach Deutsch beschreiben sie einen typischen Tagesablauf im eigenen Zimmer. Im Verlauf der folgenden Projekt- meilensteine wird vermittelt, was Texte und was Zahlen im Rahmen des Themas Wohnungsbau darstellen.
Am Projekttag "Wohnungsgrundrisse im Vergleich" beschäftigen sich die Jugendlichen mit ihren Zimmergrundrissen und vergleichen sie. Anschließend erhalten sie zwei unbemaßte Beispielgrundrisse aus dem sozialen Wohnungsbau und dem freien Wohnungsmarkt. Sie ermitteln selbst Maße und Quadratmeter und tragen sie in die Grundrisse ein. Zudem werden beispielhafte Raumbedarfe für Bewegung und Möbel vermessen. Im Anschluss bewerten sie Zuschnitt und Nutzbarkeit der Grundrisse anhand eines Wohnungs-TÜVs und berechnen aus den Faktoren "Lebensqualität" und "Wohnwert" eine Durchschnittsnote zur Wohnungsbewertung.
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Marienplatz in der Landeshauptstadt München |
Auf einer Exkursion am 14. November 2008 im Rahmen des "Planspiel Stadt" zum Thema "Wohnungs- markt in München" besichtigen die Jugendlichen analog ihrer o. g. bearbeiteten Wohnungen öffentlich geförderte Wohnungen aus dem Alt- und Neubau der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG. Es folgt ein Besuch beim Referat für Stadtplanung und Bauordnung. Dort erhalten die Schülerinnen und Schüler Feedback zu ihren Ergebnissen und erfahren Aktuelles zum Thema "Wohnungsbau in Zahlen: Miete, Energie, Quadratmeter, Bewohner".
Zum Abschluss bekommen sie Einblick in die Öffentlichkeitsarbeit der Münchner Stadtentwicklungsplanung. Der "Münchner Schulwettbewerb zur Stadtentwicklung" wird vorgestellt und es wird aufgezeigt, wie sich die Jugendlichen mit ihrem Projekt bei dem Wettbewerb beteiligen können. Die Projektdokumentation zum "Planspiel Stadt" in München soll in den Wettbewerb eingereicht werden.
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Schulwettbewerb zum Thema "München als Lebensraum" Städtisches Willi-Graf-Gymnasium, Amelie Huff und Susanne Quadflieg |
Das "Planspiel Stadt" in München ist ein Kooperationsprojekt zwischen Schul- und Kultusreferat und dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung. Das Klassenprojekt zum Thema Wohnwerte wird an der Städtischen Carl-Spitzweg- Realschule im Herbst 2008 unterstützt vom Architekturbüro "kommA_Architektur kommunizieren" in den Fächern Mathematik und Deutsch durchgeführt.
Selbstdarstellung des Projekts unter www.muenchen.de.
30 Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a der Carl-Spitzweg-Realschule in München beschäftigten sich beim "Planspiel Stadt" in den Fächern Mathematik und Deutsch mit Wohnungsgrundrissen und Wohnbedürfnissen. In München organisierte das Schulreferat in Kooperation mit dem Planungsreferat, PlanTreff das Planspiel mit dem Titel "Wohn-Werte". Mit der Konzeption und der Umsetzung im Unterricht hatte die Stadt die beiden Architektinnen Ulla Feinweber und Miriam Mahlberg vom Architekturbüro "kommA_Architektur kommunizieren" beauftragt.
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Die Münchner Planspielgruppe |
Im Mathematikunterricht der Lehrerin Heide Hevendehl-Ahrndt untersuchten die Jugendlichen zunächst ihr persönliches Wohnumfeld nach "Wohlfühl-" und "Unwohlfühl-Bereichen" und schätzen ihre Wegzeiten in der Freizeit. Unter Anleitung der Architektinnen verglichen die Planspielenden an einem Projekttag zwei 4-Zimmer-Wohnungen: Anhand eines modernen Grundrisses aus dem sozialen Wohnungsbau und eines Grundrisses aus der Gründerzeit lernten sie in den Maßstäben 1:100 und 1:50 Maßketten anzulegen, Wohnflächen zu berechnen und Mietpreise in München zu vergleichen. Sie ermittelten Preisdifferenzen zwischen den verschiedenen Stadtteilen von bis zu 50%!
In Vierergruppen zogen sie nun in Wohngemeinschaften ein, diskutierten Flächenzuteilung und Orientierung der Räume, nahmen Körpermaße, vermaßten Bewegungsflächen und möblierten ihre Grundrisspläne im Maßstab 1:50. Anschließend bewerteten sie den Zuschnitt und die Nutzbarkeit der Grundrisse anhand eines "Wohnungs-TÜV’s". Sie ermittelten eine Gesamtnote für den Wohnwert der Wohnungen aus den Faktoren "Lebensqualität" und "Wohnqualität". Die freifinanzierte Altbau-Wohnung wurde mit der Durchschnittsnote 2,3 besser bewertet als die Wohnung aus dem sozialen Wohnungsbau mit Note 3,1. Ausschlaggebend waren hierfür offensichtlich die Raumgrößen!
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Möblierungsplanung anhand der Grundrisse |
Maßstab, cm, m2 - die Dimensionen sagen schon viel über eine Wohnung aus. Doch um Raum zu schaffen braucht es - neben Länge und Breite - noch eine 3. Dimension: die Raumhöhe. Auf einer Exkursion konnten die Jugendlichen ihre Grundrisse im Maßstab 1:1, dreidimensional und bewohnt erleben und erforschen.
"Zahlen, Zahlen, Zahlen - Miete, Quadratmeter und Bewohner" war das Motto des Feedback-Tages im PlanTreff, der Informationsstelle zur Stadtentwicklung. Hier hatten die Jugendlichen die Möglichkeit ihre Bedürfnisse und Wohnwünsche mit Experten aus der Wohnungswirtschaft von der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG und vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung zu diskutieren.
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In Aktion beim Planspiel München |
Die Planspielenden aus München haben erfahren, wie wichtig der Umgang mit Zahlen und Maßeinheiten für die Architektur und den Wohnungsbau ist und dass diese mathematischen Zusammenhänge direkten Einfluss auf das Erleben der Wohnsituation haben. Aber auch die Experten ziehen eine positive Bilanz: "Für uns ist es sehr wichtig von Jugendlichen zu hören, wie sie zukünftig wohnen wollen, denn sie sind die Nutzer von morgen."
Was wohl nun aus all den Ideen aus dem Planspiel in München im Jahr der Mathematik wird? Die jungen Wohnungsexpertinnen und -experten werden im Deutschunterricht Comics zum Alltagsleben in ihrer Wohngemeinschaft fertigen. Die vielen Zahlen werden so mit Bildern und Texten verknüpft. Im Fach Werken sollen sie ihre neuen Wohnungen als Modelle im Maßstab 1:50 bauen und möblieren. Ihre Projektbeiträge wollen die Jugendlichen beim "Münchner Schulwettbewerb zur Stadtentwicklung mitdenken-mitreden-mitplanen" einreichen. Dieser wird jährlich vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung und dem Schul- und Kultusreferat ausgelobt. Die Schülerarbeiten werden zudem in einer Ausstellung Mitte Juli 2009 im PlanTreff-Foyer präsentiert.
Bayerns Landeshauptstadt München ist mit rund 1,3 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Deutschlands. Als eines der wichtigsten Wirtschafts-, Verkehrs- und Kulturzentren der Bundesrepublik ist die Stadt das Zentrum der Europäischen Metropolregion München sowie Verwaltungssitz des Regierungsbezirks Oberbayern.
Die Bildungs- und Wissenschaftslandschaft von München ist vielfältig: Derzeit gibt es rund 340 öffentliche Schulen mit 151.000 Schülerinnen und Schülern, 120 Schulen sind in städtischer Trägerschaft. Die Ludwig-Maximilians-Universität München und die Technische Universität mit insgesamt 67.000 Studentinnen und Studenten sind im Rahmen der Exzellenz-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu Deutschlands ersten Elite-Hochschulen gewählt worden. Hinzu kommen zahlreiche Hochschulen, Akademien und Forschungseinrichtungen.
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