Am 16. Dezember 2008 hat sich die Klasse 10a der Realschule Hoher Weg im Rahmen des "Planspiel Stadt" im Jahr der Mathematik mit der Kostenaufstellung des Goslarer Schwimmbades Aquantic beschäftigt. Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, wie sich die Finanzierung des Schwimmbades aufbaut.
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Planspielgrupppe Goslar mit ihrem Mathematiklehrer vor dem Haupteingang ihrer Schule |
Am Morgen begrüßten der Stadtjugendpfleger Holger Fenker, der Bäderbetriebsleiter Ralf Schiller und sein technischer Leiter Meik Erbrecht die Klasse in den Räumen des Aquantics. Nach einer kurzen Einführung in die tägliche Arbeit des Schwimmbades bekam die Klasse die ersten mathematischen Aufgaben über den betrieblichen Ablauf des Schwimmbades gestellt, die von Herrn Erbrecht in Zusammenarbeit mit dem Klassenlehrer der 10a Herrn Rausche ausgearbeitet worden waren .
So berechnete die Klasse den Energiebedarf der aufgewendet werden muss, um die Außenbecken zu beheizen. Außerdem wurde ermittelt, wie viel Wasser die Schwimmbecken verbrauchen, welche Kosten dabei entstehen und wie die Ausgaben variieren, wenn sich die Wasserhöhe um nur wenige Zentimeter verändert.
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Berechnungen in Kleingruppen |
Den Planspielenden wurde durch rechnerische Beispiele eindrucksvoll vermittelt, wie sich die Kosten gegenüber den Einahmen verhalten. Dabei wurde errechnet, dass das Schwimmbad durch öffentliche Mittel bezuschusst werden muss, da ansonsten die finanzielle Belastung der Schwimmbadbesucher unzumutbar wäre.
Um den Jugendlichen einen Einblick in die Rentabilität des Schwimmbades zu vermitteln, wurden Berechnungen über zusätzliche Einnahmen und Ausgabenminderungen durch installierte technische Geräte angestellt. So wurde die Kostenersparnis durch die Energiegewinnung einer installierten Wärmepumpe errechnet. AuÞerdem kalkulierte die Klasse wie hoch die Ersparnis an Schmutzwassergebühren ist, da das Aquantic eine eigene Schmutzwasseraufbereitungsanlage besitzt.
Nach der mathematischen Auseinandersetzung mit den Zusammenhängen des Schwimmbades, besichtigte die Klasse zusammen mit dem technischen Leiter die maschinelle Einrichtung des Schwimmbades. Dabei erklärte dieser anschaulich wie die Wasseraufbereitung und die Energierückgewinnung funktioniert:
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Der technische Leiter des Aquantic erläutert die technischen Zusammenhänge |
Den Abschluss des Planspiels in Goslar bildete ein gemeinsames Essen und ein Freibesuch im Schwimmbad für die gesamte Klasse.
Luftbild Marktplatz© Goslar marketing gmbh |
Goslar, die 1000-jährige Kaiser- stadt in Niedersachsen, ist mit rund 42.000 Einwohnern eines der wirt- schaftlichen, kulturellen und touris- tischen Zentren der Harz-Region. Die zwischen den nordwestlichen Ausläufern des Harzes und dem äußersten Südende des Salzgitter- Höhenzugs gelegene Stadt wurde vom Bergbau geprägt. Die histo- rische Altstadt und das ehemalige Erzbergwerk Rammelsberg sind 1992 in die Liste des UNESCO- Weltkulturerbes aufgenommen worden. |
Im Bereich Wissenschaft und Forschung hat Goslar mit dem Technologie- und Gründerzentrum der Stadt Goslar (TGZG) in Kooperation mit der Technischen Universität Clausthal eine Brücke zwischen Energieforschung und -wirtschaft geschlagen. Die Gründung dieses Zentrums geht der im Jahr 2009 geplanten Einrichtung des Niedersächsischen Energieforschungszentrums (EFZN) voraus. Das EFZN wird Fragen zur gesamten Energiegewinnungs- und Energieverwertungskette von der Rohstoffquelle bis zur Entsorgung im Rahmen einer fächerübergreifenden Energieforschung bearbeiten.
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