Idee
Ablauf und Dokumentation
Stadt Burghausen
Über eine Dauer von vier Tagen, vom 5. bis zum 8. November 2008, werden Schülerinnen und Schüler von vier Schulen aus Burghausen das Thema "Hochseilgarten Burghausen" im Rahmen des "Planspiel Stadt" bearbeiten. In Burghausen soll ein Hochseilgarten gebaut werden, die Vorbereitungen für den Neubau sind bereits im Gang. Das "Planspiel Stadt" in Burghausen wird den teilnehmenden Jugendlichen vermitteln, welche mathematischen Zusammenhänge bei der Planung und Realisierung einer solchen Einrichtung zum Tragen kommen.
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Burghausen |
Die insgesamt 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zunächst einen Hochseilgarten besichtigen. Anschließend erfolgt innerhalb von zwei Tagen die Bearbeitung der Aufgabe "Planung eines Hochseilgartens", das heißt es wird die Neuerrichtung einer solchen Anlage entlang der gegebenen Rahmenbedingungen vor Ort in Burghausen geplant und berechnet.
Zu bedenken sind unter anderem die Platzwahl für den Hochseilgarten entsprechend der geografischen Gegebenheiten und Notwendigkeiten. Darüber hinaus muss die Infrastruktur beispielsweise im Hinblick auf den Straßenbau und die Parkplatzsituation berücksichtigt werden. Aber auch die Verwaltung der Mitarbeiter (vom Sicherheitstrainer bis zum Wartungspersonal) sowie der schließlich entscheidende Kostenbedarf - mit einer Prüfung der Rentabilität in Bezug auf die Auslastung - müssen ermittelt werden. Am vierten und letzten Tag werden die in vier Teilgruppen erarbeiteten Lösungen zusammengeführt und präsentiert.
Das "Planspiel Stadt" wird vom Jugendbüro der Stadt Burghausen durchgeführt und in Zusammenarbeit mit der Franz-Xaver-Gruber-Hauptschule, der Maria-Ward-Realschule sowie dem Aventinus Gymnasium und dem Kurfrüst-Maximilian-Gymnasium realisiert.
Vier Tage lang haben die Planspielenden in Burghausen sich mit der Errichtung eines Hochseilgartens in ihrer Stadt beschäftigt.
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Planspielgruppe Burghausen |
Zu Beginn galt es, sich erst einmal einen Überblick zu verschaffen und die Vorzüge eines solchen Seilgartens zu erforschen. Das lässt sich natürlich am Besten vor Ort, auf einer bereits bestehenden Anlage, realisieren. Deshalb wurde am ersten Tag des Planspiels zunächst der Pelhamer Hochseilgarten besichtigt und erkundet:
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Besichtigung des Pelhamer Hochseilgartens |
Die folgenden zwei Tage standen ganz im Zeichen der Mathematik: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mussten eine Standortanalyse durchführen und die jeweiligen Vor- und Nachteile abwägen. Unter anderem wurden Maßstabsberechnungen durchgeführt, um entsprechend der Größe des Geländes einen Plan und ein Modell erstellen zu können. Aber auch eine Entscheidung für oder gegen den Kauf bzw. die Pachung des Geländes für zehn Jahre musste getroffen werden.
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Berechnungen für die Standortwahl |
Nach der Standortentscheidung musste die eigentliche Realisierung geplant werden: Die Planspielenden haben sich in zwei Gruppen aufgeteilt und berechneten jeweils die gegebenen Vor- und Nachteile, die Konstruktion und den Bau des Hochseilgartens sowie die jeweils zu veranschlagenden Kosten. Zum Beispiel mussten von der Umzäunung bis hin zu den Einzelelementen (Kletterwand, Cable Walk etc.) die Menge an Materialen und die entsprechenden Kosten kalkuliert werden. Nicht zuletzt wurde die tatsächliche Realisierbarkeit der Bauten maßstabsgetreu anhand eines Modells nachvollzogen:
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Modell eines Einzelelementes für den Hochseilgarten |
Zum Abschluss erstellten die Planspielenden einen Finanzierungsplan für den Hochseilgarten: Über die Standort- und Materialkosten hinaus mussten die Betriebskosten (unter anderem Personal-, Energie- und Reinigungskosten) sowie die Einnahmen anhand von Eintrittspreiskalkulationen berücksichtigt werden um darauf aufbauend den Kostendeckungsgrad der öffentlichen Einrichtung ermitteln zu können.
Die Planungen und Berechnungen dieser drei Tage flossen schließlich in eine Abschlusspräsentation ein. Jede der beiden Gruppen erstellte eine Powerpointpräsentation, die am vierten Tag des "Planspiel Stadt" in Burghausen den Eltern, städtischen Vertretern und Lehrern vorgestellt wurde.
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Abschlusspräsentation beim Planspiel in Burghausen |
Burghausen Burghausen ist Mittelzentrum der Region Südostbayern und mit rund 19.000 Einwohnern die größte Stadt im oberbayerischen Landkreis Altötting. Die Stadt liegt zwischen Passau und Salzburg an der Salzach - seit 1779 Grenzfluss zu Österreich - an der "Blauen Route" im Regierungsbezirk Oberbayern. Über der Altstadt von Burghausen liegt mit 1.043 Metern Länge die längste mittelalterliche Burg- und Wehranlage Europas. Burghausen ist Teil des Bayerischen Chemiedreiecks, eines gedachten geografischen Dreiecks im südostbayerischen Raum.
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Luftansicht von Burghausen |
Die Burghausener Schulen werden von 2474 Schülerinnen und Schülern besucht. Auf der Burg zu Burghausen sitzt zudem die Athanor Akademie für Darstellende Kunst, an der bis zu 60 Studentinnen und Studenten in Schauspiel und Regie ausgebildet werden.
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