Die Straße der Demokratie im deutschen Südwesten

An der Partnerschaft beteiligte Städte:

Die Idee der „Straße der Demokratie“ geht zurück auf die Zeit der Erinnerungsfeiern 1997 - 1999 anlässlich des 150. Jubiläums der Revolution von 1848/49. Bei den zahlreichen Veranstaltungen wurde deutlich, dass der deutsche Südwesten hier eine Vorreiterrolle gespielt hat. Aufgrund dieser großen freiheitlichen Tradition und seiner Grenzlage zu Frankreich in einem geeinten Europa souveräner Staaten kommen daher dem deutschen Südwesten das Recht und die Verpflichtung zu, diese freiheitlich-demokratische Tradition zu pflegen und in die Zukunft Europas zu tragen. Eine „Straße der Demokratie“ ist geeignet, diese gemeinsamen Traditionserfahrungen der Bemühungen um eine auf den Menschen- und Bürgerrechten basierende Demokratie bewusst zu machen. Von Frankfurt über Mainz bis Lörrach soll es möglich werden, auf den Spuren der Freiheitsbewegung – von der Französischen Revolution bis in die Gegenwart -zukünftig den deutschen Südwesten bereisen zu können und anhand von Gebäuden, Museen, Plätzen und anderen Erinnerungsorten die gemeinsamen freiheitlich-demokratischen Traditionserfahrungen kennen zu lernen.

Sobald die „Straße der Demokratie“ im deutschen Südwesten zur festen Einrichtung geworden ist, kann diese überregional und länderübergreifend fortgeführt werden, um auch andere deutsche Freiheitsbewegungen, zum Beispiel die des 20. Jahrhunderts, mit einzubinden. Langfristiges Ziel sollte eine touristische Straße mit Straßenschildern und einer handlichen Publikation im Reiseführerformat samt Internetversion sein.

Auf Einladung der Städte Offenburg und Karlsruhe bildete sich eine Arbeitsgruppe die beschloss, zunächst unabhängig vom Vorhaben, die Straße touristisch zu vermarkten, gemeinsam eine historische Publikation zu den Orten der Demokratiebestrebungen im deutschen Südwesten zu fertigen, die – im Format eines Reiseführers – populär geschrieben zu diesen Orten führt. Inzwischen wurde mit dem Info-Verlag Karlsruhe ein renommierter Verlag gefunden, der das Buch publiziert. Eine Gesamtkonzeption wurde erstellt, und die einzelnen Kapitel der Städte und Einrichtungen sind geschrieben. Das Buch soll im September 2007 erscheinen. Eine Internetpräsentation, die von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg betreut wird, ist bereits konzipiert und soll im Laufe des ersten Halbjahres 2007 freigeschaltet werden.

Im Januar 2007 wurde der Kontakt mit Vertreten aus dem kommunalen Touristikbereich hergestellt und die Firma project m beauftragt, ein Vermarktungskonzept zu erstellen und die Auftaktveranstaltung mit dem offiziellen Startschuss im September in Hambach vorzubereiten, wo in diesem Jahre „175 Jahre Hambacher Fest“ gefeiert wird.

Projektbeteiligte:

Stadt Bruchsal, Stadt Frankfurt, Stadt Freiburg, Stadt Heidelberg, Stadt Karlsruhe, Stadt Mannheim, Stadt Mainz, Stadt Landau, Stadt Lörrach, Stadt Neustadt, Stadt Offenburg und Stadt Rastatt, „Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte Rastatt“, Stiftung Hambacher Schloss, Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz

Ansprechpartner:

ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe
ZKM | Institut für Medien, Bildung und Wirtschaft

Christina Lindner
Tel: 0721-8100-1031
Fax: 0721-8100-1039
email: lindner@zkm.de

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